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Energiewende Rekordwert beim Ökostrom-Anteil

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Fast 43 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs machen erneuerbare Energiequellen aus. Trotz Rekordwert liegt das 65-Prozent Ziel der Bundesregierung noch in weiter Ferne.

Rekordwert beim Ökostromanteil
Ökostrom deckt 43 Prozent des deutschen Stromverbrauchs.
Erneuerbare Energiequellen decken 42,9 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Dies ergaben Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind das fünf Prozentpunkte mehr. Zurückzuführen ist der hohe Anteil der erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2019 auf einen starken Windrekord im März und den überdurchschnittlichen Winderträgen in den restlichen Monaten. 183 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Ökostrom wurden aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt. Durch die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle wurden hingegen nur 125 Milliarden Kilowattstunden Strom gewonnen. Während im Vorjahreszeitraum die Anteile der Erneuerbaren und Kohle laut BDEW und ZSW noch fast vergleichbar waren, liegen nun die erneuerbaren Energien vorn.
 

65-Prozent-Ziel gefährdet

Das Ziel der Bundesregierung liegt bei 65 Prozent Anteil aus erneuerbaren Energien, erreicht werden soll dieses bis 2030. Problematisch ist hierbei der in Stocken geratene Ausbau der Windenergie aufgrund von zu langen Genehmigungsverfahren, zu vielen Klagen und zu wenig ausgewiesenen Flächen. Zusätzlich werden zu wenig neue Photovoltaikanlagen installiert. ZSW-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Staiß sagt: „Beschleunigt sich der Photovoltaikzubau nicht, wird die jüngst beschlossene Verdopplung der installierten Leistung auf 98 Gigawatt in elf Jahren nur etwa zur Hälfte erreicht“. Ohne Photovoltaik als zweite Säule sieht er das 65-Prozent-Ziel in Gefahr.

 

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