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Was ist Ökogas?

Als Ökogas (oder manchmal auch Klimagas) wird meistens Gas von Gastarifen oder Anbietern bezeichnet, die den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren oder vermeiden. Es handelt sich dabei also nicht um eine eigene Form von Gas, im Gegensatz zu Biogas und Erdgas. Von Ökogas-Anbietern bekommen Sie entweder Biogas oder Erdgas geliefert.

Darum sollten sie sich für Ökogas entscheiden

  • Wenn Sie einen Ökogastarif wählen, leisten Sie einen Beitrag zur Energiewende.
  • Ein Wechsel zu einem Ökogastarif ist unkompliziert und dauert nur ein paar Minuten.
  • ​Sie können bis zu 600 Euro sparen.
  • Verbraucher können zwischen Biogas und Klimagas wählen.

Ökogas sinnvoll vergleichen

Klimafreunde unter den Gaskunden können auch bei der Gasversorgung inzwischen umweltfreundlich heizen. Ökogas bedeutet außerdem nicht, dass man auch mehr bezahlen muss: Sie können bei einem Wechsel bis zu 600 Euro sparen. Dank des Wettbewerbs am Gasmarkt müssen sich auch Öko-Anbieter um günstigere Preise bemühen. Wählen Sie beim Gasvergleich einfach "Nur Ökogas" aus, um klimafreundliche Tarife angezeigt zu bekommen.

Bei einem Wechsel zu einem Ökotarif ändert sich auf Seiten des Verbrauchers rein garnichts – die Heizung funktioniert genauso wie zuvor. Lediglich die zu zahlenden monatlichen Abschläge gehen künftig an den neuen Ökogasanbieter und unterstützen die Energiewende: Je mehr Kunden auf das ökologische Gas umstellen, desto mehr Ökogas muss der Gasanbieter ins Netz einspeisen, um den Verbrauch der Haushalte zu decken. Mit jedem Ökogasvertrag steigt daher die Menge an umweltfreundlichem Gas im Netz.

Der Anbieterwechsel ist dann ganz einfach: Tarif aussuchen und die fehlenden Angaben ergänzen – dann wird der Ökogasanbieter mit dem Wechsel beauftragt. Die restlichen Formalitäten sowie die Kündigung beim alten Versorger übernimmt der neue Gasanbieter.

Biogas und Klimagas

Oft ist es schwer ersichtlich, ob es sich bei einem Tarif tatsächlich um umweltschonend erzeugtes Gas handelt. Darum wird zwischen Biogas und Klimagas unterschieden – der Begriff "Ökogas" ist nämlich gesetzlich nicht definiert.  Die Unterscheidung zwischen Biogas und Klimagas bezieht sich auf die Erzeugung von Gas: Biogas stammt aus Biomasse, Klimagas ist herkömmliches Erdgas. Anbieter von Klimagas kompensieren dann mit anderen Maßnahmen den CO2-Ausstoß. 

Biogas: grüne Enegie vom Acker

BiogasanlageIn Biogasanlagen wird klimaschonendes Gas aus Pflanzen,

Gülle oder Bioabfall hergestellt.

Biogas entsteht durch die Vergärung von Biomasse. Energiepflanzen und Reste aus der Landwirtschaft oder Nahrungsherstellung landen in einer Biogasanlage und werden zu Gas. Bei der Verbrennung von Biogas wird nur der CO2-Anteil wieder freigesetzt, der zuvor von den Pflanzen aufgenommen wurde. Dadurch kann Biogas klimaneutral genutzt werden. Da Biogas aufwändig gewonnen und aufbereitet werden muss, ist es im Vergleich zu normalem Erdgas noch relativ teuer. Meist werden daher Tarife angeboten, die nur einen bestimmten Anteil Biogas aufweisen. Der Rest der Erdgaslieferungen besteht aus gewöhnlichem fossilem Erdgas.

Aber die Biogas-Produktion hat auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, da der Anbau von Energiepflanzen häufig mit Monokulturen und dem Anbau von genmanipulierten Pflanzen einhergeht. Diese Art der Landwirtschaft steht im Kontrast zur ökologischen Energieversorgung mit Biogas. Kritiker bemängeln an der Nutzung von Biogas, dass der Einsatz von Dünger und der Betrieb von Traktoren Treibhausgase freisetzen. Außerdem werden landwirtschaftliche Flächen verbraucht oder im schlimmsten Fall Wälder abgeholzt, um die Energiepflanzen anzubauen. In Deutschland ist die am häufigsten verwendete Energiepflanze Mais. Biogas, das aus Pflanzenresten, Gülle und Bioabfällen gewonnen wird, die ohnehin anfallen, gilt als umweltfreundlicher als solches aus extra angebauten Energiepflanzen. Manche Gasanbieter geben an, woher sie ihr Biogas beziehen. Dennoch überwiegen die umweltschonenden Aspekte von Biogas. Dieses ist im Gegensatz zu Erdgas eine regenerative Energiequelle und damit können begrenzte fossile Brennstoffe eingespart werden.

Klimagas: ein Ausgleich fürs Heizen

Verbraucher, die einen Tarif mit Klimagas (Klimatarif) abschließen, erhalten herkömmliches Erdgas. Jedoch gleicht der Gasanbieter den CO2-Ausstoß an anderer Stelle wieder aus, beispielsweise durch die Finanzierung von Klimaschutzprojekten. Der Vorteil: Die -Einsparung kann dort erfolgen, wo dies zu geringeren Kosten möglich ist als durch Biogas. Klimatarife sind daher häufig günstiger. Und für das Weltklima ist es egal, wo und auf welche Weise das CO2 vermieden wird. Viele Gasversorger stellen diesen Ausgleich her, indem sie in die Wiederaufforstung des Regenwaldes investieren, da dort eine hohe Menge an Kohlendioxid gebunden wird.

Wichtig ist allerdings, dass mit den Zuschüssen aus den Klimatarifen Projekte angestoßen werden, die ohne diese Finanzierung nicht realisiert worden wären. Wird in einer Fabrik die Energieeffizienz gesteigert, so wird nur dann CO2 gespart, wenn nicht ohnehin eine Modernisierung geplant war. Sonst verpufft der Klima-Effekt. Abgewickelt wird diese Art der CO2-Vermeidung über Zertifikate, die der Gasanbieter bei Projektträgern kauft, zum Beispiel im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls. Sie gelten jeweils für eine bestimmte CO2-Menge.

Auf einen Blick: Biogas und Klimagas

Biogas 

Aus was Biogas hergestellt wird
  • Vergärung von organischen Stoffen (Abfall)
  • Entstehung von Gas mit hohem Methananteil
  • Aufbreitung des Gases auf Erdgasqualität
  • Einspeisung ins Erdgasnetz

Klimagas

Aus was Klimagas hergestellt wird
  • Verbrennung von herkömmlichem Erdgas
  • Ausgleich des CO2-Ausstoßes (z. B.
    Unterstützung von Klimaschutzprojekten)

Ökogas Zertifikate

Bei Ökostrom sind sie gang und gäbe, bei Ökogas hingegen noch kaum verbreitet: Zertifikate und Gütesiegel unabhängiger Institutionen, die dokumentieren, dass der Anbieter seine Umweltversprechen auch einhält. Das liegt vor allem daran, dass der Gasmarkt später liberalisiert wurde als der Stromsektor. Ökogas-Kunden müssen sich daher stärker auf die Angaben und die Glaubwürdigkeit des Versorgers verlassen. Wie bei Ökostrom gibt es aber mittlerweile auch für Ökogastarife Gütesiegel und Zertifikate, die von unabhängigen Institutionen vergeben werden.

Klimatarife

Klimatarife unterstützen Projekte zur CO2-Vermeidung
und entlasten so die Umwelt.

Die WWF und andere Umweltorganisationen haben für Klimatarife einen Gold Standard entwickelt, der die Vermeidung von CO2 und die Einhaltung bestimmter sozialer Kriterien garantiert. So werden beispielsweise Projekte unterstützt, bei denen Arbeitsplätze gesichert werden. Bisher werden nur Klimatarife zertifiziert, für Biogastarife besteht bislang keine einheitliche Zertifizierung. Interessierte Verbraucher müssen hier auf die langjährige Erfahrung von Gasanbietern vertrauen. Die Gasanbieter Lichtblick und Naturstrom garantieren beispielsweise, dass sie nur Biogas vertreiben, welches ohne Massentierhaltung und Genpflanzen produziert wurde.

Die verschiedenen Prüforganisationen des TÜV zertifizieren ebenfalls Ökogas. Allerdings steht nicht jedes TÜV-Ökolabel für ein klimaneutrales Gasprodukt, es sind beispielsweise auch Gütesiegel für einen klimaneutralen Gastransport erhältlich. Das Gas selbst verbrennt dann aber nicht CO2-frei. VER+ (Verified Emission Reduction) heißt ein Standard, den der TÜV SÜD für CO2-Minderungsprojekte entwickelt hat und der - ähnlich wie der Verified Carbon Standard - klimaneutrales Gas sichert. Zudem vergibt der TÜV auch Gütesiegel für Biogas-Tarife.

Klimafreundliches Ökogas auch für Gewerbe erhältlich

Wer seinen Betrieb auf sauberes Gas umstellen und gleichzeitig Kosten einsparen möchte, sollte zunächst nach günstigen Tarifen für Gewerbegas suchen. Dazu einfach die Postleitzahl seines Betriebs in den Gasrechner eingeben. Sofort werden nur Gasversorger angezeigt, die den jeweiligen Unternehmensstandort liefern. Der Vergleichsrechner ist zunächst auf einen jährlichen Gasverbrauch von 35.000 kWh voreingestellt. Sie können die Einstellungen zum Jahresverbrauch jedoch jederzeit individuell anpassen. Um beim Gaspreisvergleich ausschließlich Ökogas-Tarife angezeigt zu bekommen, ist anschließend das Suchergebnis auf ausschließlich Ökotarife zu beschränken und zusätzlich die Auswahl, "Klima" oder "Biogas" zu treffen. Nun sind Sie nur noch einen Klick vom günstigen Gas entfernt. Der Gaspreisvergleich zeigt nun nur gewerbliche Tarife an. Dabei können auch Gewerbekunden von Bonusangeboten eines neuen Anbieters profitieren. In Kombination mit Sonder- oder Neukundenbonus können mehrere hundert Euro im Jahr gespart werden. Wer seinen Betrieb umweltfreundlicher machen möchte, kann also ganz leicht auch klimaneutrales Erdgas oder klimaneutrales Ökogas beziehen.

Einspeisung von Biogas ins deutsche Erdgasnetz – Bundesländer im Vergleich

Verbraucher, die einen Klimagastarif abschließen, beziehen herkömmliches, also fossiles Erdgas. Damit Biogas ins Erdgasnetz eingespeist werden kann, muss es in speziellen Anlagen entsprechend aufbereitet werden. Dort wird dem Biogas unter anderem Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff entzogen. Bei dem aufbereiteten Biogas spricht man von Biomethan oder Bioerdgas. Dieses besitzt dieselben stofflichen Eigenschaften wie herkömmliches Erdgas. Anlagen zur Biomethanaufbereitung befinden sich in allen Bundesländern, mit Ausnahme des Stadtstaats Bremen – doch es gibt große regionale Unterschiede.

Die TOP 3

Einspeisung von Biogas ins deutsche Erdgasnetz
  1. Sachsen-Anhalt
    Fast 20% des Biogases, das ins deutsche Erdgasnetz eingespeist wird, stammen aus Sachsen-Anhalt. Damit liegt das vergleichsweise kleine Bundesland mit Abstand an der Spitze.

  2. Mecklenburg-Vorpommern
    Auch das nordöstlichste Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist ein Vorreiter in Sachen Biomethanaufbereitung. Hier entstehen 12,7% unseres Biogases.

  3. Niedersachsen und Brandenburg
    Platz drei teilen sich zwei Bundesländer: Niedersachsen und Brandenburg, die jeweils einen Anteil von 12,5% an der Gesamteinspeisekapazität haben. Als landwirtschaftlich geprägter Flächenstaat weist Niedersachsen ideale Bedingungen für Biogaskraftwerke und -aufbereitungsanlagen auf. Dass mit Brandenburg ein weiteres östliches Bundesland auf dem Treppchen steht, zeigt die Vorreiterrolle, die dem Osten Deutschlands in Sachen Biomethanaufbereitung zukommt.

Wieviel Biogas speisen die anderen Bundesländer ins Erdgasnetz ein?

Auch in Bayern wird relativ viel Biomethan aufbereitet: Die bayerischen Anlagen stellen 10,5% der Gesamtkapazität aller Aufbereitungsanlagen. Im Mittelfeld liegen Nordrhein-Westfalen mit 6,8%, Hessen (6,4%) und Baden-Württemberg (5,9%). Aus Sachsen stammen 4,4%, aus Thüringen 3,6% des ins deutsche Erdgasnetz eingespeisten Biogases.

Eine erwartungsgemäß geringe Rolle spielen die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie das kleine Saarland. Hier wird jeweils weniger als ein Prozent des Biogases produziert, mit dem deutsche Verbraucher, die einen Biogastarif abschließen, beliefert werden. Auch Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein haben mit 1,6 bzw. 2,6% einen recht kleinen Teil der Gesamtkapazität aller Aufbereitungsanlagen.

So kommt das saubere Gas ins Haus

In Deutschland heizen 44% mit Erdgas und davon 17% mit Ökogas.

Der Gasanbieter verspricht Ökogas, am Gasanschluss muss bei einem Wechsel in einen grünen Tarif aber nichts geändert werden. Das heißt, es strömt weiter dasselbe Gas aus der Leitung wie vorher. Wie passt das zusammen? 

Ganz einfach: Es ändert sich die Einspeisung. Wenn ein Kunde Ökogas bestellt, landet mehr Ökogas im Netz. Der einzelne Kunde erhält zwar dieselbe Gasmischung wie zuvor. Er sorgt aber dafür, dass sein Anbieter in Höhe seines Verbrauchs Ökogas kaufen und in das Gasnetz einspeisen muss. Gleichzeitig verringert sich die Menge an konventionellem Erdgas und die weltweiten CO2-Emissionen sinken - und zwar um exakt so viel, wie dem Verbrauch des Ökogas-Kunden entspricht. Jeder Kunde, der Ökogas bezieht, leistet also einen Beitrag zum Klimaschutz.

Bislang werden 44 Prozent der Gebäude in Deutschland mit Gas beheizt, davon jedoch nur 17 Prozent mit Ökogas. Hier ist also noch viel Luft nach oben!

Aktuelle Auszeichnungen
Testsieger Energievergleichsportale
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Im aktuellen Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien hat der Strom- und Gasvergleich von CHECK24 bereits zum zweiten Mal den ersten Platz belegt. In den Teilkategorien Nutzerfreundlichkeit und Transparenz erreichte CHECK24 hierbei jeweils den Testsieg der untersuchten Vergleichsportale. Zudem wurden die Preise für Strom und Gas mit "sehr gut" bewertet.
 

 

Bestes Vergleichsportal 2018Bestes Vergleichsportal 2018
In einer Kundenbefragung des Statistik-Portals Statista und TESTBILD hat CHECK24 in allen der abgefragten Kriterien „Benutzerfreundlichkeit“, „Beratung“, „Einsparpotenzial“ sowie „Anbieterauswahl“ für Strom & Gas den ersten Platz belegt. 

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