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Was ist Ökogas?

Der Begriff Ökogas wird üblicherweise verwendet, um Gastarife zu kennzeichnen, die den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren oder vermeiden. Es ist jedoch kein vom Gesetzgeber oder einer öffentlichen Stelle definiertes Wort und kann daher auch zu Marketingzwecken missbraucht werden. Umweltbewusste Verbraucher sollten daher mit Hilfe dieser Informationen einen kurzen Blick auf die Angaben des Ökogasanbieters werfen, bevor sie sich für einen Tarif entscheiden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, klimaschonendes Gas zu beziehen: Biogas oder sogenannte Klimatarife.

Die Energiewende in Deutschland ist nicht nur in der Politik ein allgegenwärtiges Thema. Sie beschäftigt auch Gas- und Stromkunden, die ihren Haushalt auf eine klimafreundliche Energieversorgung umstellen möchten. Um ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten, interessieren sich immer mehr Menschen für Ökogas. Oftmals sind Ökotarife nicht teurer als herkömmliche Gastarife und erweisen sich deshalb als günstige Alternative für Ihren Geldbeutel. Dennoch sollten Sie beim Ökogas Vergleich auch die Entwicklung der Preise der Ökogas-Anbieter im Auge behalten. Seit 2014 sind die Gaspreise der Alternativanbieter enorm gesunken, jedoch sind die Grundversorger hier nicht mitgezogen. Der monatliche Grundpreis ist hier jedoch weniger am Schwanken als der tatsächliche Preis pro verbrauchte kWh. Dieser wird für Ende 2017 mit 6,9 Cent prognostiziert.

Das Wichtigste zuerst
  1. Durch einen Wechsel zu einem nachhaltigen Anbieter, können Sie einen Beitrag zur Energiewende leisten. Je mehr Kunden einen Ökogastarif wählen, desto mehr Ökogas müssen die Versorger in das Netz einspeisen.
  2. Ein Ökogasvergleich gibt einen Überblick über günstige und umweltfreundliche Gastarife. Wenn Sie ein passendes Angebot gefunden haben, ist der Anbieterwechsel schnell und unkompliziert vollzogen.
  3. Bei Ökogas haben Sie die Auswahl zwischen Klima- und Biogastarifen. Sie können das Suchergebnis entsprechend filtern und sich beispielsweise nur Angebote von Biogasversorgern anzeigen lassen.

Ökogas vergleichen

Klimafreunde unter den Gaskunden können auch bei der Gasversorgung inzwischen umweltfreundlich heizen. Immer mehr Gasversorger bieten inzwischen Gas aus regenerativen Mitteln an. Auf Seiten des Verbrauchers ändert sich durch einen Wechsel zu einem Ökogastarif rein gar nichts – die Heizung funktioniert genauso wie zuvor. Lediglich die zu zahlenden monatlichen Abschläge gehen künftig an den neuen Ökogasanbieter. Je mehr Kunden auf das ökologische Gas umstellen, desto mehr Ökogas muss der Gasanbieter ins Netz einspeisen, um den Verbrauch der Haushalte zu decken. Mit jedem Ökogasvertrag steigt daher die Menge an umweltfreundlichem Gas im Netz – der Umweltnutzen ist enorm. Einfach einen Preisvergleich durchführen und günstige, umweltfreundliche Tarife finden. Nutzen Sie die bewährten Sucheinstellungen der Stiftung Warentest. Der Anbieterwechsel ist dann ganz einfach: Tarif aussuchen und die fehlenden Angaben ergänzen – dann wird der Ökogasanbieter mit dem Wechsel beauftragt. Mehr müssen Sie nicht unternehmen, denn die restlichen Formalitäten übernimmt der neue Gasanbieter.

Biogas und Klimagas

Mit dem Begriff Ökogas verbinden viele Biogas, das umweltschonend erzeugt wird und klimafreundlich verbrennt. Wenn also von der Ökogas-Produktion die Rede ist, ist in der Regel genau genommen die Erzeugung von regenerativen Energien gemeint. Doch da Ökogas kein geschützter Begriff ist und für verschiedene Arten von Erd- und Biogas steht, ist es für Gaskunden schwierig zu unterscheiden, ob es sich tatsächlich umweltschonend erzeugtes Gas handelt. Wer keinem Etikettenschwindel unterliegen möchte, sollte darauf achten, dass es grundsätzlich zwei Möglichkeiten gibt, klimafreundliche Ökoenergie zu beziehen. Ökogasanbieter stellen entweder Tarife für Biogas oder sogenannte Klimatarife bereit. Im Ökogasvergleich kann man auswählen, ob nur nach jeglichem Ökogas gesucht werden oder die Suche auf Biogastarife beschränkt werden soll.

Biogas: grüne Enegie vom Acker

BiogasanlageIn Biogasanlagen wird klimaschonendes Gas aus Pflanzen,

Gülle oder Bioabfall hergestellt.

Biogas entsteht durch die Vergärung von Biomasse. Energiepflanzen und Reste aus der Landwirtschaft oder Nahrungsherstellung landen in einer Biogasanlage und werden zu Gas. Bei der Verbrennung von Biogas wird nur der CO2-Anteil wieder freigesetzt, der zuvor von den Pflanzen aufgenommen wurde. Dadurch kann Biogas klimaneutral genutzt werden. Da Biogas aufwändig gewonnen und aufbereitet werden muss, ist es im Vergleich zu normalem Erdgas noch relativ teuer. Meist werden daher Tarife angeboten, die nur einen bestimmten Anteil Biogas aufweisen. Der Rest der Erdgaslieferungen besteht aus gewöhnlichem fossilem Erdgas.

Aber die Biogas-Produktion hat auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, da der Anbau von Energiepflanzen häufig mit Monokulturen und dem Anbau von genmanipulierten Pflanzen einhergeht. Diese Art der Landwirtschaft steht im Kontrast zur ökologischen Energieversorgung mit Biogas. Kritiker bemängeln an der Nutzung von Biogas, dass der Einsatz von Dünger und der Betrieb von Traktoren Treibhausgase freisetzen. Außerdem werden landwirtschaftliche Flächen verbraucht oder im schlimmsten Fall Wälder abgeholzt, um die Energiepflanzen anzubauen. In Deutschland ist die am häufigsten verwendete Energiepflanze Mais. Biogas, das aus Pflanzenresten, Gülle und Bioabfällen gewonnen wird, die ohnehin anfallen, gilt als umweltfreundlicher als solches aus extra angebauten Energiepflanzen. Manche Gasanbieter geben an, woher sie ihr Biogas beziehen. Dennoch überwiegen die umweltschonenden Aspekte von Biogas. Dieses ist im Gegensatz zu Erdgas eine regenerative Energiequelle und damit können begrenzte fossile Brennstoffe eingespart werden.

Klimatarife: ein Ausgleich fürs Heizen

Verbraucher, die einen Klimatarif abschließen, erhalten herkömmliches Erdgas. Jedoch gleicht der Gasanbieter den CO2-Ausstoß an anderer Stelle wieder aus, beispielsweise durch die Finanzierung von Klimaschutzprojekten. Der Vorteil: Die CO2-Einsparung kann dort erfolgen, wo dies zu geringeren Kosten möglich ist als durch Biogas. Klimatarife sind daher häufig günstiger. Und für das Weltklima ist es egal, wo und auf welche Weise das CO2 vermieden wird. Viele Gasversorger stellen diesen Ausgleich her, indem sie in die Wiederaufforstung des Regenwaldes investieren, da dort eine hohe Menge an Kohlendioxid gebunden wird.

Wichtig ist allerdings, dass mit den Zuschüssen aus den Klimatarifen Projekte angestoßen werden, die ohne diese Finanzierung nicht realisiert worden wären. Wird in einer Fabrik die Energieeffizienz gesteigert, so wird nur dann CO2 gespart, wenn nicht ohnehin eine Modernisierung geplant war. Sonst verpufft der Klima-Effekt. Abgewickelt wird diese Art der CO2-Vermeidung über Zertifikate, die der Gasanbieter bei Projektträgern kauft, zum Beispiel im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls. Sie gelten jeweils für eine bestimmte CO2-Menge.

Auf einen Blick: Biogas und Klimagas

Biogas 

Aus was Biogas hergestellt wird
  • Vergärung von organischen Stoffen (Abfall)
  • Entstehung von Gas mit hohem Methananteil
  • Aufbreitung des Gases auf Erdgasqualität
  • Einspeisung ins Erdgasnetz

Klimagas

Aus was Klimagas hergestellt wird
  • Verbrennung von herkömmlichem Erdgas
  • Ausgleich des CO2-Ausstoßes (z. B.
    Unterstützung von Klimaschutzprojekten)

Ökogas Zertifikate

Bei Ökostrom sind sie gang und gäbe, bei Ökogas hingegen noch kaum verbreitet: Zertifikate und Gütesiegel unabhängiger Institutionen, die dokumentieren, dass der Anbieter seine Umweltversprechen auch einhält. Das liegt vor allem daran, dass der Gasmarkt später liberalisiert wurde als der Stromsektor. Ökogas-Kunden müssen sich daher stärker auf die Angaben und die Glaubwürdigkeit des Versorgers verlassen. Wie bei Ökostrom gibt es aber mittlerweile auch für Ökogastarife Gütesiegel und Zertifikate, die von unabhängigen Institutionen vergeben werden.

Klimatarife

Klimatarife unterstützen Projekte zur CO2-Vermeidung
und entlasten so die Umwelt.

Die WWF und andere Umweltorganisationen haben für Klimatarife einen Gold Standard entwickelt, der die Vermeidung von CO2 und die Einhaltung bestimmter sozialer Kriterien garantiert. So werden beispielsweise Projekte unterstützt, bei denen Arbeitsplätze gesichert werden. Bisher werden nur Klimatarife zertifiziert, für Biogastarife besteht bislang keine einheitliche Zertifizierung. Interessierte Verbraucher müssen hier auf die langjährige Erfahrung von Gasanbietern vertrauen. Die Gasanbieter Lichtblick und Naturstrom garantieren beispielsweise, dass sie nur Biogas vertreiben, welches ohne Massentierhaltung und Genpflanzen produziert wurde.

Die verschiedenen Prüforganisationen des TÜV zertifizieren ebenfalls Ökogas. Allerdings steht nicht jedes TÜV-Ökolabel für ein klimaneutrales Gasprodukt, es sind beispielsweise auch Gütesiegel für einen klimaneutralen Gastransport erhältlich. Das Gas selbst verbrennt dann aber nicht CO2-frei. VER+ (Verified Emission Reduction) heißt ein Standard, den der TÜV SÜD für CO2-Minderungsprojekte entwickelt hat und der - ähnlich wie der Verified Carbon Standard - klimaneutrales Gas sichert. Zudem vergibt der TÜV auch Gütesiegel für Biogas-Tarife.

Klimafreundliches Ökogas auch für Gewerbe erhältlich

Wer seinen Betrieb auf sauberes Gas umstellen und gleichzeitig Kosten einsparen möchte, sollte zunächst nach günstigen Tarifen für Gewerbegas suchen. Dazu einfach die Postleitzahl seines Betriebs in den Gasrechner eingeben. Sofort werden nur Gasversorger angezeigt, die den jeweiligen Unternehmensstandort liefern. Der Vergleichsrechner ist zunächst auf einen jährlichen Gasverbrauch von 35.000 kWh voreingestellt. Sie können die Einstellungen zum Jahresverbrauch jedoch jederzeit individuell anpassen. Um beim Gaspreisvergleich ausschließlich Ökogas-Tarife angezeigt zu bekommen, ist anschließend das Suchergebnis auf ausschließlich Ökotarife zu beschränken und zusätzlich die Auswahl, "Klima" oder "Biogas" zu treffen. Nun sind Sie nur noch einen Klick vom günstigen Gas entfernt. Der Gaspreisvergleich zeigt nun nur gewerbliche Tarife an. Dabei können auch Gewerbekunden von Bonusangeboten eines neuen Anbieters profitieren. In Kombination mit Sonder- oder Neukundenbonus können mehrere hundert Euro im Jahr gespart werden. Wer seinen Betrieb umweltfreundlicher machen möchte, kann also ganz leicht auch klimaneutrales Erdgas oder klimaneutrales Ökogas beziehen.

Einspeisung von Biogas ins deutsche Erdgasnetz – Bundesländer im Vergleich

Verbraucher, die einen Klimagastarif abschließen, beziehen herkömmliches, also fossiles Erdgas. Damit Biogas ins Erdgasnetz eingespeist werden kann, muss es in speziellen Anlagen entsprechend aufbereitet werden. Dort wird dem Biogas unter anderem Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff entzogen. Bei dem aufbereiteten Biogas spricht man von Biomethan oder Bioerdgas. Dieses besitzt dieselben stofflichen Eigenschaften wie herkömmliches Erdgas. Anlagen zur Biomethanaufbereitung befinden sich in allen Bundesländern, mit Ausnahme des Stadtstaats Bremen – doch es gibt große regionale Unterschiede.

Die TOP 3

Einspeisung von Biogas ins deutsche Erdgasnetz
  1. Sachsen-Anhalt
    Fast 20% des Biogases, das ins deutsche Erdgasnetz eingespeist wird, stammen aus Sachsen-Anhalt. Damit liegt das vergleichsweise kleine Bundesland mit Abstand an der Spitze.

  2. Mecklenburg-Vorpommern
    Auch das nordöstlichste Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist ein Vorreiter in Sachen Biomethanaufbereitung. Hier entstehen 12,7% unseres Biogases.

  3. Niedersachsen und Brandenburg
    Platz drei teilen sich zwei Bundesländer: Niedersachsen und Brandenburg, die jeweils einen Anteil von 12,5% an der Gesamteinspeisekapazität haben. Als landwirtschaftlich geprägter Flächenstaat weist Niedersachsen ideale Bedingungen für Biogaskraftwerke und -aufbereitungsanlagen auf. Dass mit Brandenburg ein weiteres östliches Bundesland auf dem Treppchen steht, zeigt die Vorreiterrolle, die dem Osten Deutschlands in Sachen Biomethanaufbereitung zukommt.

Wieviel Biogas speisen die anderen Bundesländer ins Erdgasnetz ein?

Auch in Bayern wird relativ viel Biomethan aufbereitet: Die bayerischen Anlagen stellen 10,5% der Gesamtkapazität aller Aufbereitungsanlagen. Im Mittelfeld liegen Nordrhein-Westfalen mit 6,8%, Hessen (6,4%) und Baden-Württemberg (5,9%). Aus Sachsen stammen 4,4%, aus Thüringen 3,6% des ins deutsche Erdgasnetz eingespeisten Biogases.

Eine erwartungsgemäß geringe Rolle spielen die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie das kleine Saarland. Hier wird jeweils weniger als ein Prozent des Biogases produziert, mit dem deutsche Verbraucher, die einen Biogastarif abschließen, beliefert werden. Auch Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein haben mit 1,6 bzw. 2,6% einen recht kleinen Teil der Gesamtkapazität aller Aufbereitungsanlagen.

So kommt das saubere Gas ins Haus

In Deutschland heizen 44% mit Erdgas und davon 17% mit Ökogas.

Der Gasanbieter verspricht Ökogas, am Gasanschluss muss bei einem Wechsel in einen grünen Tarif aber nichts geändert werden. Das heißt, es strömt weiter dasselbe Gas aus der Leitung wie vorher. Wie passt das zusammen? 

Ganz einfach: Es ändert sich die Einspeisung. Wenn ein Kunde Ökogas bestellt, landet mehr Ökogas im Netz. Der einzelne Kunde erhält zwar dieselbe Gasmischung wie zuvor. Er sorgt aber dafür, dass sein Anbieter in Höhe seines Verbrauchs Ökogas kaufen und in das Gasnetz einspeisen muss. Gleichzeitig verringert sich die Menge an konventionellem Erdgas und die weltweiten CO2-Emissionen sinken - und zwar um exakt so viel, wie dem Verbrauch des Ökogas-Kunden entspricht. Jeder Kunde, der Ökogas bezieht, leistet also einen Beitrag zum Klimaschutz.

Bislang werden 44 Prozent der Gebäude in Deutschland mit Gas beheizt, davon jedoch nur 17 Prozent mit Ökogas. Hier ist also noch viel Luft nach oben!

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