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Ökogas

Die Energiewende in Deutschland ist nicht nur in der Politik ein allgegenwärtiges Thema, sondern beschäftigt auch Gas- und Stromkunden, die ihren Haushalt auf eine klimafreundliche Energieversorgung umstellen möchten. Um ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten, interessieren sich immer mehr Kunden für Ökogas. Oftmals sind Ökogastarife nicht teurer als herkömmliche Gastarife.

Ökogas vergleichen

Wer Ökoenergie beziehen möchte, muss lediglich seinen jährlichen Gasverbrauch und seine Postleitzahl in den Ökogas-Vergleichsrechner eingeben. Schon werden im Suchergebnis alle Gasversorger angezeigt, die Bio- oder Klimagastarife anbieten. So einfach kann der Gasanbieterwechsel vollzogen und ein persönlicher Beitrag zur Energiewende geleistet werden.

Immer mehr Ökogasanbieter

Klimafreunde unter den Gaskunden können auch bei der Gasversorgung inzwischen umweltfreundlich heizen, denn immer mehr Gasversorger bieten ihren Kunden  inzwischen klimafreundliches Ökogas an. Auf Seiten des Kunden ändert sich durch einen Gasanbieterwechsel zu Ökogas rein gar nichts – die Heizung funktioniert genauso wie zuvor. Lediglich die zu zahlenden monatlichen Abschläge gehen künftig an den neuen Anbieter. Je mehr Kunden auf das Ökogas umstellen, desto mehr Ökogas muss sein Gasanbieter ins Netz einspeisen, um den Verbrauch des Kunden zu decken. Mit jedem Ökogasvertrag steigt daher die Menge an umweltfreundlichem Gas im Netz – der Umweltnutzen ist enorm. Einfach einen Preisvergleich durchführen und günstige Tarife für Ökogas finden. Der Anbieterwechsel ist dann ganz einfach: Tarif aussuchen und einfach die fehlenden Angaben ergänzen – dann wird der Ökogasanbieter mit dem Wechsel beauftragt. Mehr muss der Gaskunde nicht unternehmen, denn die restlichen Formalitäten übernimmt der neue Ökogasanbieter. 

Biogas und Klimagas

Ökogas ist nicht gleich Ökogas

Mit dem Begriff Ökogas verbinden viele Biogas, das umweltschonend erzeugt wird und klimafreundlich verbrennt. Wenn also von Ökogas-Produktion die Rede ist, ist in der Regel genau genommen die Erzeugung von Biogas gemeint. Doch da Ökogas kein geschützter Begriff ist und für verschiedene Arten von Erd- und Biogas steht, ist es für Gaskunden schwierig zu unterscheiden, ob es sich tatsächlich umweltschonend erzeugtes Gas handelt. Wer keinem Etikettenschwindel unterliegen möchte, sollte darauf achten, dass es grundsätzlich zwei Möglichkeiten gibt, klimafreundliche Ökoenergie zu beziehen.

Ökogasanbieter stellen entweder Tarife für Biogas oder sogenannte Klimatarife bereit. Im Ökogasvergleich kann man auswählen, ob nur nach jeglichem Ökogas gesucht werden oder die Suche auf Biogastarife beschränkt werden soll. Biogas entsteht durch die Vergärung von Biomasse. Bei der Verbrennung von Biogas wird nur der CO2- Anteil wieder freigesetzt, der zuvor von den Pflanzen aufgenommen wurde. Aber die Biogas-Produktion hat auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, da der Anbau von Energiepflanzen häufig mit Monokulturen und dem Anbau von genmanipulierten Pflanzen einhergeht. Diese Art der Landwirtschaft steht im Kontrast zur ökologischen Energieversorgung mit Biogas. Dennoch überwiegen die umweltschonenden Aspekte von Biogas, da Biogas im Gegensatz zu Erdgas eine regenerative Energiequelle ist und damit begrenzte fossile Brennstoffe eingespart werden können.

Verbraucher, die einen Klimatarif abschließen, erhalten herkömmliches Erdgas. Jedoch gleicht der Gasanbieter den CO2-Ausstoß an anderer Stelle wieder aus, beispielsweise durch die Finanzierung von Klimaschutzprojekten. Viele Gasversorger stellen diesen Ausgleich her, indem sie in die Wiederaufforstung des Regenwaldes investieren, da dort eine hohe Menge an Kohlendioxid gebunden wird.
 

Auf einen Blick: Biogas und Klimagas

Biogas 

Biogas
  • Vergärung von Biomasse
  • Entstehung von Gas mit hohem Methananteil
  • Aufbreitung des Gases auf Erdgasqualität
  • Einspeisung ins Erdgasnetz 

Klimagas

Klimagas
  • Verbrennung von herkömmlichem Erdgas
  • Ausgleich des CO2-Ausstoßes (z. B.
    Unterstützung von Klimaschutzprojekten)

Ökogas Zertifikate

Wie bei Ökostrom gibt es mittlerweile auch für Ökogastarife Gütesiegel und Zertifikate, die von unabhängigen Institutionen vergeben werden. Die WWF und andere Umweltorganisationen haben für Klimatarife einen Gold Standard entwickelt, der die Vermeidung von CO2 und die Einhaltung bestimmter sozialer Kriterien garantiert. So werden beispielsweise Projekte unterstützt, bei denen Arbeitsplätze gesichert werden. Bisher werden nur Klimatarife zertifiziert, für Biogastarife besteht bislang keine einheitliche Zertifizierung. Interessierte Verbraucher müssen hier auf die langjährige Erfahrung von Gasanbietern, wie Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom vertrauen. Die Gasanbieter Lichtblick und Naturstrom garantieren beispielsweise, dass sie nur Biogas vertreiben, das ohne Massentierhaltung und Genpflanzen produziert wurde.

Klimafreundliches Ökogas auch für Gewerbe erhältlich

Wer seinen Betrieb auf klimafreundliches Ökogas umstellen und gleichzeitig Kosten einsparen möchte, sollte zunächst nach günstigen Tarifen für Gewerbegas suchen: Dazu einfach die Postleitzahl seines Betriebs in den Gasrechner eingeben. Sofort werden nur Gasversorger angezeigt, die den jeweiligen Unternehmensstandort liefern. Der Vergleichsrechner ist zwar zunächst auf einen jährlichen Gasverbrauch von 35.000 kWh voreingestellt. Doch Sie können die Einstellungen zum Jahresverbrauch jederzeit individuell anpassen. Anschließend beschränken Sie das Suchergebnis auf ausschließlich Ökogastarife, indem Sie unter Menüpunkt „Nur Biogas- oder Klimatarife“  ein Häkchen bei „Ja“ setzen. Jetzt startet die Suche: Nach wenigen Augenblicken zeigt der Tarifrechner nur Tarife für Ökogas, die gewerblich genutzt werden können. Dabei können auch Gewerbekunden von Bonusangeboten profitieren. In Kombination mit Sonder- oder Neukundenbonus können Gewerbetreibende mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Wer seinen Betrieb umweltfreundlicher machen möchte, kann also ganz leicht auch zu Ökogas wechseln. 

Einspeisung von Biogas ins deutsche Erdgasnetz - Bundesländer im Vergleich

Verbraucher, die einen Klimagastarif abschließen, beziehen herkömmliches, also fossiles Erdgas. Damit Biogas ins Erdgasnetz eingespeist werden kann, muss es in speziellen Anlagen entsprechend aufbereitet werden. Dort wird dem Biogas unter anderem Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff entzogen. Bei dem aufbereiteten Biogas spricht man von Biomethan oder Bioerdgas. Dieses besitzt dieselben stofflichen Eigenschaften wie herkömmliches Erdgas. Anlagen zur Biomethanaufbereitung befinden sich in allen Bundesländern, mit Ausnahme des Stadtstaats Bremen – doch es gibt große regionale Unterschiede.

Die TOP 3

  1. Sachsen-Anhalt
    Fast 20% des Biogases, das ins deutsche Erdgasnetz eingespeist wird, stammen aus Anlagen in Sachsen-Anhalt. Damit liegt das vergleichsweise kleine Bundesland mit Abstand an der Spitze.

  2. Mecklenburg-Vorpommern
    Auch das nordöstlichste Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist ein Vorreiter in Sachen Biomethanaufbereitung. Hier entstehen 12,7% unseres Biogases.

  3. Niedersachsen und Brandenburg
    Platz drei teilen sich zwei Bundesländer: Niedersachsen und Brandenburg, die jeweils einen Anteil von 12,5% an der Gesamteinspeisekapazität haben. Als landwirtschaftlich geprägter Flächenstaat weist Niedersachsen ideale Bedingungen für Biogaskraftwerke und -aufbereitungsanlagen auf. Dass mit Brandenburg ein weiteres östliches Bundesland auf dem Treppchen steht, zeigt die Vorreiterrolle, die dem Osten Deutschlands in Sachen Biomethanaufbereitung zukommt.

 

 

Einspeisung von Biogas ins deutsche Erdgasnetz

Wieviel Biogas speisen die anderen Bundesländer ins Erdgasnetz ein?

Auch in Bayern wird relativ viel Biomethan aufbereitet: Die bayerischen Anlagen stellen 10,5 Prozent der Gesamtkapazität aller Aufbereitungsanlagen. Im Mittelfeld liegen Nordrhein-Westfalen mit 6,8 Prozent, Hessen (6,4 Prozent) und Baden-Württemberg (5,9 Prozent). Aus Sachsen stammen 4,4 Prozent, aus Thüringen 3,6 Prozent des ins deutsche Erdgasnetz eingespeisten Biogases.

Eine erwartungsgemäß geringe Rolle spielen die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie das kleine Saarland. Hier wird jeweils weniger als ein Prozent des Biogases produziert, mit dem deutsche Verbraucher, die einen Biogastarif abschließen, beliefert werden. Auch Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein haben mit 1,6 bzw. 2,6 Prozent einen recht kleinen Anteil an der Gesamtkapazität aller Aufbereitungsanlagen.