CHECK24 - Ihr Versicherungsmakler - mehr Informationen
Sie sind hier:
CHECK24 Gasvergleich
4.8 / 5
8.922 Bewertungen
(letzte 12 Monate)

Ökogas

Die Energiewende in Deutschland ist nicht nur in der Politik ein allgegenwärtiges Thema. Sie beschäftigt auch Gas- und Stromkunden, die ihren Haushalt auf eine klimafreundliche Energieversorgung umstellen möchten. Um ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten, interessieren sich immer mehr Menschen für Ökogas. Oftmals sind Ökotarife nicht teurer als herkömmliche Gastarife und erweisen sich deshalb als günstige Alternative für Ihren Geldbeutel. Dennoch sollten Sie beim Ökogas Vergleich auch die Entwicklung der Preise der Ökogas-Anbieter im Auge behalten. Seit 2014 sind die Gaspreise der Alternativanbieter enorm gesunken, jedoch sind die Grundversorger hier nicht mitgezogen. Der monatliche Grundpreis ist hier jedoch weniger am Schwanken als der tatsächliche Preis pro verbrauchte kWh. Dieser wird für Ende 2017 mit 6,9 Cent prognostiziert.

Ökogas vergleichen

Klimafreunde unter den Gaskunden können auch bei der Gasversorgung inzwischen umweltfreundlich heizen. Immer mehr Gasversorger bieten inzwischen Gas aus regenerativen Mitteln an. Auf Seiten des Verbrauchers ändert sich durch einen Wechsel zu einem Ökogastarif rein gar nichts – die Heizung funktioniert genauso wie zuvor. Lediglich die zu zahlenden monatlichen Abschläge gehen künftig an den neuen Ökogasanbieter. Je mehr Kunden auf das ökologische Gas umstellen, desto mehr Ökogas muss der Gasanbieter ins Netz einspeisen, um den Verbrauch der Haushalte zu decken. Mit jedem Ökogasvertrag steigt daher die Menge an umweltfreundlichem Gas im Netz – der Umweltnutzen ist enorm. Einfach einen Preisvergleich durchführen und günstige, umweltfreundliche Tarife finden. Nutzen Sie die bewährten Sucheinstellungen der Stiftung Warentest. Der Anbieterwechsel ist dann ganz einfach: Tarif aussuchen und die fehlenden Angaben ergänzen – dann wird der Ökogasanbieter mit dem Wechsel beauftragt. Mehr müssen Sie nicht unternehmen, denn die restlichen Formalitäten übernimmt der neue Gasanbieter.

Biogas und Klimagas

Was ist Ökogas?

Mit dem Begriff Ökogas verbinden viele Biogas, das umweltschonend erzeugt wird und klimafreundlich verbrennt. Wenn also von der Ökogas-Produktion die Rede ist, ist in der Regel genau genommen die Erzeugung von regenerativen Energien gemeint. Doch da Ökogas kein geschützter Begriff ist und für verschiedene Arten von Erd- und Biogas steht, ist es für Gaskunden schwierig zu unterscheiden, ob es sich tatsächlich umweltschonend erzeugtes Gas handelt. Wer keinem Etikettenschwindel unterliegen möchte, sollte darauf achten, dass es grundsätzlich zwei Möglichkeiten gibt, klimafreundliche Ökoenergie zu beziehen.

Ökogasanbieter stellen entweder Tarife für Biogas oder sogenannte Klimatarife bereit. Im Ökogasvergleich kann man auswählen, ob nur nach jeglichem Ökogas gesucht werden oder die Suche auf Biogastarife beschränkt werden soll. Biogas entsteht durch die Vergärung von Biomasse. Bei der Verbrennung von Biogas wird nur der CO2-Anteil wieder freigesetzt, der zuvor von den Pflanzen aufgenommen wurde. Aber die Biogas-Produktion hat auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, da der Anbau von Energiepflanzen häufig mit Monokulturen und dem Anbau von genmanipulierten Pflanzen einhergeht. Diese Art der Landwirtschaft steht im Kontrast zur ökologischen Energieversorgung mit Biogas. Dennoch überwiegen die umweltschonenden Aspekte von Biogas. Dieses ist im Gegensatz zu Erdgas eine regenerative Energiequelle und damit können begrenzte fossile Brennstoffe eingespart werden.
Verbraucher, die einen Klimatarif abschließen, erhalten herkömmliches Erdgas. Jedoch gleicht der Gasanbieter den CO2-Ausstoß an anderer Stelle wieder aus, beispielsweise durch die Finanzierung von Klimaschutzprojekten. Viele Gasversorger stellen diesen Ausgleich her, indem sie in die Wiederaufforstung des Regenwaldes investieren, da dort eine hohe Menge an Kohlendioxid gebunden wird.

Auf einen Blick: Biogas und Klimagas

Biogas 

Biogas
  • Vergärung von organischen Stoffen (Abfall)
  • Entstehung von Gas mit hohem Methananteil
  • Aufbreitung des Gases auf Erdgasqualität
  • Einspeisung ins Erdgasnetz

Klimagas

Klimagas
  • Verbrennung von herkömmlichem Erdgas
  • Ausgleich des CO2-Ausstoßes (z. B.
    Unterstützung von Klimaschutzprojekten)

Ökogas Zertifikate

Wie bei Ökostrom gibt es mittlerweile auch für Ökogastarife Gütesiegel und Zertifikate, die von unabhängigen Institutionen vergeben werden. Die WWF und andere Umweltorganisationen haben für Klimatarife einen Gold Standard entwickelt, der die Vermeidung von CO2 und die Einhaltung bestimmter sozialer Kriterien garantiert. So werden beispielsweise Projekte unterstützt, bei denen Arbeitsplätze gesichert werden. Bisher werden nur Klimatarife zertifiziert, für Biogastarife besteht bislang keine einheitliche Zertifizierung. Interessierte Verbraucher müssen hier auf die langjährige Erfahrung von Gasanbietern vertrauen. Die Gasanbieter Lichtblick und Naturstrom garantieren beispielsweise, dass sie nur Biogas vertreiben, welches ohne Massentierhaltung und Genpflanzen produziert wurde.

Klimafreundliches Ökogas auch für Gewerbe erhältlich

Wer seinen Betrieb auf sauberes Gas umstellen und gleichzeitig Kosten einsparen möchte, sollte zunächst nach günstigen Tarifen für Gewerbegas suchen. Dazu einfach die Postleitzahl seines Betriebs in den Gasrechner eingeben. Sofort werden nur Gasversorger angezeigt, die den jeweiligen Unternehmensstandort liefern. Der Vergleichsrechner ist zunächst auf einen jährlichen Gasverbrauch von 35.000 kWh voreingestellt. Sie können die Einstellungen zum Jahresverbrauch jedoch jederzeit individuell anpassen. Um beim Gaspreisvergleich ausschließlich Ökogas-Tarife angezeigt zu bekommen, ist anschließend das Suchergebnis auf ausschließlich Ökotarife zu beschränken und zusätzlich die Auswahl, "Klima" oder "Biogas" zu treffen. Nun sind Sie nur noch einen Klick vom günstigen Gas entfernt. Der Gaspreisvergleich zeigt nun nur gewerbliche Tarife an. Dabei können auch Gewerbekunden von Bonusangeboten eines neuen Anbieters profitieren. In Kombination mit Sonder- oder Neukundenbonus können mehrere hundert Euro im Jahr gespart werden. Wer seinen Betrieb umweltfreundlicher machen möchte, kann also ganz leicht auch klimaneutrales Erdgas oder klimaneutrales Ökogas beziehen.

Einspeisung von Biogas ins deutsche Erdgasnetz - Bundesländer im Vergleich

Verbraucher, die einen Klimagastarif abschließen, beziehen herkömmliches, also fossiles Erdgas. Damit Biogas ins Erdgasnetz eingespeist werden kann, muss es in speziellen Anlagen entsprechend aufbereitet werden. Dort wird dem Biogas unter anderem Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff entzogen. Bei dem aufbereiteten Biogas spricht man von Biomethan oder Bioerdgas. Dieses besitzt dieselben stofflichen Eigenschaften wie herkömmliches Erdgas. Anlagen zur Biomethanaufbereitung befinden sich in allen Bundesländern, mit Ausnahme des Stadtstaats Bremen – doch es gibt große regionale Unterschiede.

Die TOP 3

  1. Sachsen-Anhalt
    Fast 20 % des Biogases, das ins deutsche Erdgasnetz eingespeist wird, stammen aus Sachsen-Anhalt. Damit liegt das vergleichsweise kleine Bundesland mit Abstand an der Spitze.

  2. Mecklenburg-Vorpommern
    Auch das nordöstlichste Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist ein Vorreiter in Sachen Biomethanaufbereitung. Hier entstehen 12,7 % unseres Biogases.

  3. Niedersachsen und Brandenburg
    Platz drei teilen sich zwei Bundesländer: Niedersachsen und Brandenburg, die jeweils einen Anteil von 12,5 % an der Gesamteinspeisekapazität haben. Als landwirtschaftlich geprägter Flächenstaat weist Niedersachsen ideale Bedingungen für Biogaskraftwerke und -aufbereitungsanlagen auf. Dass mit Brandenburg ein weiteres östliches Bundesland auf dem Treppchen steht, zeigt die Vorreiterrolle, die dem Osten Deutschlands in Sachen Biomethanaufbereitung zukommt.

 

 

Einspeisung von Biogas ins deutsche Erdgasnetz

Wieviel Biogas speisen die anderen Bundesländer ins Erdgasnetz ein?

Auch in Bayern wird relativ viel Biomethan aufbereitet: Die bayerischen Anlagen stellen 10,5 % der Gesamtkapazität aller Aufbereitungsanlagen. Im Mittelfeld liegen Nordrhein-Westfalen mit 6,8 %, Hessen (6,4 %) und Baden-Württemberg (5,9 %). Aus Sachsen stammen 4,4 %, aus Thüringen 3,6 % des ins deutsche Erdgasnetz eingespeisten Biogases.

Eine erwartungsgemäß geringe Rolle spielen die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie das kleine Saarland. Hier wird jeweils weniger als ein Prozent des Biogases produziert, mit dem deutsche Verbraucher, die einen Biogastarif abschließen, beliefert werden. Auch Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein haben mit 1,6 bzw. 2,6 % einen recht kleinen Teil der Gesamtkapazität aller Aufbereitungsanlagen.