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Ökostrom

Ökostrom ist elektrische Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne oder Biomasse gewonnen wird. Im Rahmen der Energiewende wird der Ökostrom-Anteil am deutschen Strommix sukzessive ausgebaut, um eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. Leisten Sie selbst einen Beitrag zur Energiewende und wechseln Sie jetzt zu Ökostrom!

Den Wunsch, grünen Strom zu beziehen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, haben zahlreiche Stromkunden. Und günstiger Ökostrom kann dabei sogar den Geldbeutel schonen. Viele Verbraucher befürchten zwar noch immer, dass sie bei einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter mehr bezahlen müssen als für herkömmlichen Strom. Doch diese Befürchtungen sind unbegründet. Zahlreiche Stromtarife günstiger Ökostromanbieter sind mittlerweile deutlich billiger als die örtliche Grundversorgung.
 

So finden Sie günstigen Ökostrom

Würden Sie alle verfügbaren Ökostromtarife der rund 1.000 Ökostromanbieter selber online vergleichen, müssten Sie sehr viel Aufwand und Zeit aufbringen. Der Tarifrechner von CHECK24 nimmt Ihnen die Suche ab: Anhand der Postleitzahl und des Jahresverbrauchs findet er die günstigsten Angebote. Dabei zeigt er auch die Ersparnis im Vergleich zum örtlichen Grundversorger auf – bis zu 430 Euro sind jährlich möglich. 

Beim Ökostrom Vergleich ist die Option „Nur Ökostrom“ bereits automatisch auf Ja. Zudem ist die Option „Basis“ voreingestellt. Beides lässt sich jeweils mit einem Klick anpassen, wenn Sie es wünschen. 

Echter Ökostrom

Ist die Herstellung von Ökostrom aus Sonne und Wind wirklich nachhaltig?
Im Gegensatz zu herkömmlichem Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken wird bei der Produktion von Ökostrom in Windkraft- und Solaranlagen kein Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben. Die Produktion von Windkraftanlagen ist jedoch nicht emissionsfrei, da Materialien wie Beton und Stahl mit hohem Energieaufwand verarbeitet werden. Erst zwei bis sechs Monate nach Inbetriebnahme gleicht sich dieser Energieverbrauch wieder aus und eine klimaneutrale Ökostromgewinnung ist gewährleistet.
Ist Ökostrom aus Biomasse klimaneutral?
Ja, denn Biomasse besteht aus rein ökologischen Erzeugnissen, wie zum Beispiel Holzpellets oder pflanzlichem Treibgut. Bei ihrer Verbrennung wird zwar CO2 ausgestoßen, allerdings nur der Anteil an Kohlendioxid, den die Pflanzen während des Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen haben. Deshalb wird Strom, der beim Verbrennen von Biomasse entsteht, als klimaneutral bezeichnet. Gleich wie er produziert wird, Ökostrom hilft den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre nachhaltig zu verringern und den Klimawandel zu verlangsamen.
Ökostromerzeugung in Deutschland – Wie geht es weiter?
2015 war ein Rekordjahr in Sachen Ökostrom: Noch nie wurden in Deutschland so viele erneuerbare Energien produziert und verbraucht. So stammt insgesamt ein Drittel des Stroms aus Windkraft-, Solar-, Biogas- und Wasserkraftanlagen. Der grüne Strom wächst seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 stetig. Im Jahr 2000 betrug der Anteil regenerativer Energiequellen nur sechs Prozent, im ersten Halbjahr 2015 bereits 32,5 Prozent. Die Bundesregierung hat sich das Klimaziel gesetzt, bis 2025 den Ökostromanteil auf 40 bis 45 Prozent zu erhöhen. 2035 soll dann mehr als die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen.

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Unter den Angeboten gibt es viele Abstufungen: So vertreiben manche Stromanbieter ausschließlich Ökostrom, während andere Versorger neben Strom aus fossilen Quellen auch grüne Energie anbieten. Immer mehr Ökostromanbieter erzeugen Strom in eigenen Anlagen. So müssen sie keinen Ökostrom aus dem Ausland, etwa aus norwegischen Wasserkraftwerken beziehen und fördern den Ökostromausbau vor Ort. 

Wer beim Ökostrom Vergleich nach nachhaltigem grünen Strom sucht, wünscht sich üblicherweise einen Anbieter, der einen besonderen Beitrag zur Energiewende leistet. Wenn ein günstiger Ökostromanbieter dies bieten kann, und sogar weitere Leistungen für die Kunden erbringt, ergibt sich eine Win-Win-Situation für den Stromkunden und das Klima. Einige Ökostromversorger fördern ihre Kunden zusätzlich dabei, Photovoltaikanlagen oder Mini-Blockheizkraftwerke in ihre eigenen vier Wände zu integrieren. 

 

Strom aus erneuerbaren Energien 2016.

 

Ökostrom Tarife – Basis oder Nachhaltig

Bei Öko Basis Tarifen wird der Strom aus erneuerbaren Energiequellen bzw. aus Kraft-Wärme-Kopplung produziert oder der Stromlieferant verpflichtet sich, für den CO2-Ausstoß entsprechende Ausgleichsmaßnahmen durchzuführen. Anders ist es bei Öko Nachhaltig Tarifen: Sie garantieren die nachhaltige Erzeugung von Ökostrom und sind entweder mit dem OK Power-Label oder Grüner Strom-Label ausgezeichnet. Andernfalls weist der Anbieter nach, dass er anderweitig in signifikantem Umfang in die lokale Ökostromproduktion investiert. 

Sie können beim Vergleich selbst entscheiden, ob Sie lieber die Basis-Variante oder nachhaltigen Ökostrom wünschen. Basis-Ökostrom zeichnet sich üblicherweise durch einen günstigeren Arbeitspreis aus, daher weisen Öko Nachhaltig Tarife im Vergleich zu Öko Basis Tarifen ein geringeres Sparpotenzial aus. Dennoch lohnt sich der Ökostrom Preisvergleich, denn auch die nachhaltigen Tarife sind oftmals günstiger als die örtliche Grundversorgung und oft sogar günstiger als Graustromanbieter.

Öko Basis

Sparpotenzial

Öko Nachhaltig

Sparpotenzial

Grünwelt Energie

531,02 €

NaturEnergiePlus

436,71 €

Montana

494,86 €

SimplyGreen

432,96 €

immergrün! Energie

478,59 €

ENTEGA

399,31 €

E WIE EINFACH

482,06 €

BayWa

382,64 €

Idealenergie

477,57 €

Nord Stadtwerke

381,60 €

KnAUBER STROM

449,67 €

Telekom

363,16 €

SAUBER ENERGIE

445,29 €

prokon

351,31 €

NaturEnergiePlus

436,71 €

susiEnergie

327,36 €

prio energie

433,34 €

NEW

320,03 €

Simply Green

432,96 €

Enspire Energie

310,71 €

Diese Tabelle ist eine Gegenüberstellung unterschiedlicher günstiger Ökostromanbieter, die entweder Tarife auf Ökobasis oder nachhaltige Ökostromtarife anbieten und deren Sparpotenzial im Vergleich zum Grundversorger. Hier wird deutlich, dass das Sparpotenzial in jedem Fall vorhanden ist.
Die Tabelle wurde für einen Verbrauch von 3.500 kWh in 06711 Zeitz erstellt (Stand 14.11.17).

Ökostromzertifikate – Nachweis für den Klimaschutz

Bei der Entscheidung für Ökostrom zeigt der Verbraucher, dass er den Ausbau erneuerbarer Energie und die Energiewende unterstützen möchte. Mit speziellen Zertifikaten können die Stromanbieter den tatsächlichen Umweltnutzen ihrer Tarife nachweisen. Die Vergabe der verschiedenen Zertifikate ist an jeweils unterschiedliche Anforderungen geknüpft. Die Ökostromzertifikate mit den strengsten Kriterien sind derzeit das "Grüner Strom Label" und das "OK-Power"-Siegel. Sie werden von unabhängigen Vereinen vergeben und verlangen neben der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen, dass der Stromanbieter in neue Öko-Kraftwerke investiert. Wer allein solche Stromtarife sucht, setzt beim Ökostrom Preisvergleich das Häkchen bei "nachhaltig". Aber auch günstiger Ökostrom der Basis-Variante hilft dem Klima weiter, da auf diese Weise mehr grüner Strom im Netz landet. 

Ökostromanteile im Stommix

Deutscher Strommix: ÖkostromanteileIn Deutschland stammt der meiste Ökostrom aus Windkraftanlagen an Land, gefolgt von Biomasse und Solarenergie. Doch die Stromquellen lassen sich anhand der häuslichen Steckdose gar nicht identifizieren. Auch Ökostrom kommt aus dem normalen Stromnetz, in welches alle Kraftwerke ihre Erzeugnisse einspeisen. Im Prinzip erhalten also alle Haushalte denselben Strommix.

Allerdings ist die Wahl eines Ökostromtarifs für die Umwelt trotzdem ein Sieg: Nur wenn Ökostrom geliefert werden soll, wird dieser auch in das Stromnetz eingespeist. Je mehr Verbraucher nachhaltig erzeugten Strom anfordern, desto mehr erhöht sich dessen Anteil im Stromnetz und der Anteil fossiler Energiequellen sinkt. In den vergangenen Jahren hat sich so der Grünstrom-Anteil mehr als verdoppelt.

Ökostromanbieter: die günstige Alternative zum Grundversorger – auch für Gewerbe

Gewerbekunden haben die Möglichkeit, für ihr Unternehmen spezielle Tarife abzuschließen, die auf den höheren Bedarf zugeschnitten sind. Wer in seinem Betrieb Kosten senken und gleichzeitig das Klima schonen möchte, kann dabei auch auf Ökostrom umsatteln. Denn viele Tarife für Gewerbestrom sind auch in einer Ökovariante erhältlich. Individualisieren Sie beim Tarifrechner einfach die Einstellungen und setzen Sie ein „Ja“ bei Ökostrom. Sogleich zeigt der Preisrechner nur klimafreundliche Gewerbetarife an. Mit ein paar Klicks machen Sie so Ihre Firma grüner und sparen gleichzeitig Kosten. Wenn der Jahresverbrauch Ihres Gewerbes 100.000 kWh im Jahr übersteigt, können Sie zu unserem Industriestromvergleich wechseln.

Viele Tarife günstiger Ökostromanbieter stellen besonders im Vergleich zur Grundversorgung eine deutliche Ersparnis pro Jahr dar. Aber der Preis alleine sollte nicht entscheiden: Verbraucher sollten vor allem auf die Herkunft des Stroms achten. Hierbei helfen die obengenannten unterschiedlichen Gütesiegel und Zertifikate.

Ein Praxisbeispiel

Tim und Hanna machen den StromvergleichFür Tim und Hanna beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die beiden ziehen in ihre erste gemeinsame Wohnung, direkt in die Münchner Innenstadt. Bei einem Wohnungswechsel stehen immer verschiedene organisatorische Aktionen an und eine davon ist die Wahl eines neuen Stromanbieters. Da Tim und Hanna diese Wahl vor ihrem Einzug noch nicht getroffen hatten, werden sie zunächst vom Grundversorger, den Stadtwerken München beliefert. Bei ihrem veranschlagten Jahresverbrauch von 2.200 kWh, zahlt das Pärchen 717,81 € im Grundtarif. Umgerechnet sind das in etwa 60 € monatlich.
In diesem Tarif möchten Tim und Hanna nicht lange bleiben, nicht nur wegen des Preises, sondern vor allem auch weil Hanna sich in ihrer Freizeit sehr für die Umwelt engagiert und alles dafür tut, dem Klimawandel entgegen zu wirken. Schnell ist der Stromvergleich erledigt und die beiden haben dank der personalisierten Einstellung im Vergleichsrechner „Nur Ökostrom“, eine große Auswahl an umweltfreundlichen Tarifen. Da die Stadtwerke München versuchen, die gesamte Stadt irgendwann mit erneuerbaren Energien zu versorgen, bieten sie natürlich auch einen Ökostromtarif an, der das Pärchen bei gleichbleibendem Stromverbrauch 660,01 € kosten soll. Doch für Tim und Hanna ist noch ein zweiter Aspekt ausschlaggebend: der Preis. Im Tarifrechner ist das Ergebnis schnell nach Preis sortiert und kurz darauf ist die Entscheidung gefallen. Das Münchener Pärchen wird nach Ablauf der zwei-wöchigen Kündigungsfrist des Grundversorgers mit Ökostrom von Süwag beliefert. Sie sparen in ihrem ersten Jahr 161,23 € und stellen sich direkt den Erinnerungswecker, um auch im folgenden Jahr wieder eine große Summe Geld zu sparen.

VersorgerPreis jährlichPreis monatlichErsparnis zum Grundtarif
Grundversorgung Stadtwerke München717,81 €59,82 €
M-Ökostrom Stadtwerke München660,01 €55,00 €57,80 €
Süwag556,58 €46,38 €161,23 €

Stand 14. November 2017

Bundesländer im Vergleich ─ Die Top 3 Ökostromproduzenten

Ökostromerzeugung in Deutschland
  1. Mecklenburg-Vorpommern: 63,3 Prozent
    In dem an der Ostsee gelegenen Bundesland sorgen vor allem Windräder für saubere Energie (Windstromanteil: 35,8 %). Die Küstenlage bietet einen idealen Standort für zahlreiche Windkraftanlagen. Auch die geringe Besiedelung begünstigt den Bau großflächiger Windparks. In der von Landwirtschaft geprägten Region stellt neben Windenergie Biogas (16,2 %) die zweitgrößte Ökostromquelle dar.
  2. Thüringen: 54,9 Prozent
    Auch hier ist die Windenergie (19,2 %) die vorherrschende Energiequelle. Aber auch Solarenergie (11,3 %) macht einen großen Teil der Erzeugung aus. Thüringen gehört ebenfalls zu den dünn besiedelten Bundesländern, dadurch können viele Freiflächen für Solar- und Windkraftanlagen genutzt werden. Die Thüringer Landesregierung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2040 den Energiebedarf komplett mit Ökostrom abzudecken. Dafür soll unter anderem der Anteil der Windenergie verdreifacht werden. Hier soll die Nutzung von Windrädern in Waldgebieten eine Rolle spielen.
  3. Sachsen-Anhalt: 48,3 Prozent
    Der Ökostrom stammt hauptsächlich aus Windkraft (26,9 %) und Sonnenenergie (7,1 %). Ähnlich wie in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern bietet die geringe Bevölkerungsdichte viel Raum für grüne Kraftwerke. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 die regenerative Stromerzeugung um 35 Prozent zu steigern.

 

Ökostrom: Weitere Top-Erzeuger

Auch Bayern (36,2 %), Hessen (40,9 %) und Schleswig-Holstein (43,3 %) haben in der Ökostromerzeugung die Nase vorne. In Bayern wird der grüne Strom vor allem aus Biogas (25,4 %), Wasserkraft (12,8 %) und Sonnenenergie (11,8 %) produziert. Aufgrund der ausgeprägten landwirtschaftlichen Nutzung spielt Biomasse aus Energiepflanzen (z.B. Mais) eine große Rolle in der bayerischen Stromgewinnung. Zudem machen die zahlreichen Seen und Flüsse Bayern zum perfekten Standort für Wasserkraftwerke. Die Küstenlage Schleswig-Holsteins begünstigt die Windstromerzeugung (24,4 %) im nördlichsten Bundesland Deutschlands. Zusätzlich sorgt das ausgeprägte Agrarwesen für einen hohen Biogasanteil (8,8 %). In Hessen stammt der Strom größtenteils aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen.

Die „kleinen“ Ökostromerzeuger

Mit 2,8 Prozent Grünstromanteil liegt der Stadtstaat Berlin auf dem letzten Platz im Stromerzeuger-Ranking. Mit 892 Km² Fläche gehört Berlin zu den kleinsten Bundesländern mit einer gleichzeitig sehr hohen Bevölkerungsdichte, dementsprechend wenige Freiflächen stehen für den Bau grüner oder konventioneller Kraftwerke zur Verfügung. Saarland ist das viertkleinste Bundesland. Auch hier wird entsprechend wenig Grau- oder Ökostrom (6,4 %) erzeugt. Auch in Nordrhein-Westfalen fällt der Anteil an erneuerbaren Energien mit 8,4 Prozent relativ gering aus. Doch anders als in Berlin oder im Saarland liegt dies in NRW nicht an der mangelnden Grundfläche, sondern am sehr hohen Kohlestromanteil. So wird mehr als die Hälfte des Stroms aus Braun- und Steinkohle erzeugt. Bis 2025 hat sich die nordrhein-westfälische Landesregierung zum Ziel gesetzt, den Ökostromanteil auf 30 Prozent zu steigern.