CHECK24 - Ihr Versicherungsmakler - mehr Informationen
Sie sind hier:
CHECK24 Stromvergleich
4.9 / 5
23.067 Bewertungen
(letzte 12 Monate)

Ökostrom

Stecker aus GrasÖkostrom ist elektrische Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne oder Biomasse gewonnen wird. Im Rahmen der Energiewende wird der Ökostrom-Anteil am deutschen Strommix sukzessive ausgebaut, um eine nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten. Leisten Sie selbst einen Beitrag zur Energiewende und wechseln Sie jetzt zu Ökostrom!

Den Wunsch, grünen Strom zu beziehen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, haben zahlreiche Stromkunden. Viele Verbraucher befürchten jedoch, dass sie bei einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter mehr bezahlen müssen als für herkömmlichen Strom. Diese Befürchtungen sind unbegründet, denn zahlreiche Stromtarife von Ökostromanbietern sind mittlerweile deutlich günstiger als die örtliche Grundversorgung. Wer die Stromtarife der inzwischen rund 1.000 Ökostromanbieter vergleicht, kann bis zu 430 € sparen.

Echter Ökostrom

Ist die Herstellung von Ökostrom aus Wind und Sonne wirklich nachhaltig?
Im Gegensatz zu herkömmlichem Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken wird bei der Produktion von Ökostrom in Windkraft- und Solaranlagen kein Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben. Die Produktion von Windkraftanlagen ist jedoch nicht emissionsfrei, da Materialien wie Beton und Stahl mit hohem Energieaufwand verarbeitet werden. Erst zwei bis sechs Monate nach Inbetriebnahme gleicht sich dieser Energieverbrauch wieder aus und eine klimaneutrale Ökostromgewinnung ist gewährleistet.
Ist Ökostrom aus Biomasse klimaneutral?
Ja, denn Biomasse besteht aus rein ökologischen Erzeugnissen, wie zum Beispiel Holzpellets oder pflanzlichem Treibgut. Bei ihrer Verbrennung wird zwar CO2 ausgestoßen, allerdings nur der Anteil an Kohlendioxid, den die Pflanzen während des Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen haben. Deshalb wird Strom, der beim Verbrennen von Biomasse entsteht, als klimaneutral bezeichnet. Gleich wie er produziert wird, Ökostrom hilft den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre nachhaltig zu verringern und den Klimawandel zu verlangsamen.
Ökostromerzeugung in Deutschland – Wie geht es weiter?
2015 war ein Rekordjahr in Sachen Ökostrom: Noch nie wurden in Deutschland so viele erneuerbare Energien produziert und verbraucht. So stammt insgesamt ein Drittel des Stroms aus Windkraft-, Solar-, Biogas- und Wasserkraftanlagen. Der grüne Strom wächst seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 stetig. Im Jahr 2000 betrug der Anteil regenerativer Energiequellen nur sechs Prozent, im ersten Halbjahr 2015 bereits 32,5 Prozent. Die Bundesregierung hat sich das Klimaziel gesetzt, bis 2025 den Ökostromanteil auf 40 bis 45 Prozent zu erhöhen. 2035 soll dann mehr als die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen.

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Unter den Angeboten gibt es viele Abstufungen: So vertreiben manche Stromanbieter ausschließlich Ökostrom, während andere Versorger neben Strom aus fossilen Quellen auch grüne Energie anbieten. Immer mehr Ökostromanbieter erzeugen Strom in eigenen Anlagen. So müssen sie keinen Ökostrom aus dem Ausland, etwa aus norwegischen Wasserkraftwerken beziehen und fördern den Ökostromausbau vor Ort. Wer im Vergleich nach nachhaltigem Ökostrom sucht, findet Anbieter, die einen besonderen Beitrag zur Energiewende leisten. Einige Ökostromanbieter fördern auch Kunden dabei, Photovoltaikanlagen oder Mini-Blockheizkraftwerke in ihre eigenen vier Wände zu integrieren.

In Deutschland stammt der meiste Ökostrom aus Windkraftanlagen an Land, gefolgt von Biomasse und Solarenergie. 

 

Strom aus erneuerbaren Energien 2016.

Ökostromzertifikate - Nachweis für den Klimaschutz

Bei der Entscheidung für Ökostrom zeigt der Verbraucher, dass er den Ausbau erneuerbarer Energie und die Energiewende unterstützen möchte. Mit speziellen Zertifikaten können die Stromanbieter den tatsächlichen Umweltnutzen ihrer Tarife nachweisen. Die Vergabe der verschiedenen Zertifikate ist an jeweils unterschiedliche Anforderungen geknüpft. Die Ökostromzertifikate mit den strengsten Kriterien sind derzeit das "Grüner Strom Label" und das "ok-Power"-Siegel. Sie werden von unabhängigen Vereinen vergeben und verlangen neben der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen, dass der Stromanbieter in neue Öko-Kraftwerke investiert. Wer solche Stromtarife sucht, setzt bei den Filtereinstellungen das Häkchen bei Ökostrom und wählt zusätzlich nur nachhaltige Tarife aus.

 

Ökostromanteile im Stommix

Deutscher Strommix: ÖkostromanteileDie Stromquellen lassen sich anhand der häuslichen Steckdose nicht identifizieren. Auch Ökostrom kommt aus dem normalen Stromnetz, in welches alle Kraftwerke ihre Erzeugnisse einspeisen. Im Prinzip erhalten also alle Haushalte denselben Strommix.

Allerdings ist die Wahl eines Ökostromtarifs für die Umwelt trotzdem ein Sieg: Nur wenn Ökostrom geliefert werden soll, wird dieser auch in das Stromnetz eingespeist. Je mehr Verbraucher nachhaltig erzeugten Strom anfordern, desto mehr erhöht sich dessen Anteil im Stromnetz und der Anteil fossiler Energiequellen sinkt. In den vergangenen Jahren hat sich so der Grünstrom-Anteil mehr als verdoppelt.

 

Ökostromanbieter: die günstige Alternative zum Grundversorger – auch für Gewerbe

Gewerbekunden haben die Möglichkeit, für ihr Unternehmen spezielle Tarife abzuschließen, die auf den höheren Bedarf zugeschnitten sind. Wer in seinem Betrieb Kosten senken und gleichzeitig das Klima schonen möchte, kann dabei auch auf Ökostrom umsatteln, denn viele Tarife für Gewerbestrom sind auch in einer Ökovariante erhältlich. Individualisieren Sie einfach de Einstellungen des Stromrechners und setzen Sie ein „Ja“ bei Ökostrom. So erhalten Sie nur klimafreundliche Gewerbetarife. Mit ein paar Klicks machen Sie so Ihre Firma grüner und sparen gleichzeitig Kosten. Wenn der Jahresverbrauch Ihres Gewerbes 100.000 kWh im Jahr übersteigt, können Sie zu unserem Industriestromvergleich wechseln.

Viele Ökostromtarife sind günstiger als die Tarife in der Grundversorgung. Aber der Preis alleine sollte nicht entscheiden: Verbraucher sollten vor allem auf die Herkunft des Stroms achten. Hierbei helfen verschiedene Gütesiegel und Zertifikate.

Bundesländer im Vergleich ─ Die Top 3 Ökostromproduzenten

  1. Mecklenburg-Vorpommern: 63,3 Prozent
    In dem an der Ostsee gelegenen Bundesland sorgen vor allem Windräder für saubere Energie (Windstromanteil: 35,8 %). Die Küstenlage bietet einen idealen Standort für zahlreiche Windkraftanlagen. Auch die geringe Besiedelung begünstigt den Bau großflächiger Windparks. In der von Landwirtschaft geprägten Region stellt neben Windenergie Biogas (16,2%) die zweitgrößte Ökostromquelle dar. 
  2. Thüringen: 54,9 Prozent
    Auch hier ist die Windenergie (19,2 %) die vorherrschende Energiequelle. Aber auch Solarenergie (11,3 %) macht einen großen Teil der Erzeugung aus. Auch Thüringen gehört zu den dünn besiedelten Bundesländern, dadurch können viele Freiflächen für Solar- und Windkraftanlagen genutzt werden. Die Thüringer Landesregierung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2040 den Energiebedarf komplett mit Ökostrom abzudecken. Dafür soll unter anderem der Anteil der Windenergie verdreifacht werden. Hier soll die Nutzung von Windrädern in Waldgebieten eine Rolle spielen.
  3. Sachsen-Anhalt: 48,3 Prozent Der Ökostrom stammt hauptsächlich aus Windkraft (26,9 %) und Sonnenenergie (7,1 %). Ähnlich wie in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern bietet die geringe Bevölkerungsdichte viel Raum für grüne Kraftwerke. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 die regenerative Stromerzeugung um 35 Prozent zu steigern

 

Infografik zur Ökostromerzeugung in Deutschland

 

Ökostrom: Weitere Top-Erzeuger

Auch Bayern (36,2 %), Hessen (40,9 %) und Schleswig-Holstein (43,3 %) haben in der Ökostromerzeugung die Nase vorne. In Bayern wird der grüne Strom vor allem aus Biogas (25,4 %), Wasserkraft (12,8 %) und Sonnenenergie (11,8 %) produziert. Aufgrund der ausgeprägten landwirtschaftlichen Nutzung spielt Biomasse aus Energiepflanzen (z.B. Mais) eine große Rolle in der bayerischen Stromgewinnung. Zudem machen die zahlreichen Seen und Flüsse Bayern zum perfekten Standort für Wasserkraftwerke. Die Küstenlage Schleswig-Holsteins begünstigt die Windstromerzeugung (24,4 %) im nördlichsten Bundesland Deutschlands. Zusätzlich sorgt das ausgeprägte Agrarwesen für einen hohen Biogasanteil (8,8 %). In Hessen stammt der Strom größtenteils aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen.
 

Die „kleinen“ Ökostromerzeuger

Mit 2,8 Prozent Grünstromanteil liegt der Stadtstaat Berlin auf dem letzten Platz im Stromerzeuger-Ranking. Mit 892 km² Fläche gehört Berlin zu den kleinsten Bundesländern mit einer gleichzeitig sehr hohen Bevölkerungsdichte, dementsprechend wenige Freiflächen stehen für den Bau grüner oder konventioneller Kraftwerke zur Verfügung. Das Saarland ist das viertkleinste Bundesland. Auch hier wird entsprechend wenig Grau- oder Ökostrom (6,4 %) erzeugt. Auch in Nordrhein-Westfalen fällt der Anteil an erneuerbaren Energien mit 8,4 Prozent relativ gering aus. Doch anders als in Berlin oder im Saarland liegt dies in NRW nicht an der mangelnden Grundfläche, sondern am sehr hohen Kohlestromanteil. So wird mehr als die Hälfte des Stroms aus Braun- und Steinkohle erzeugt. Bis 2025 hat sich die nordrhein-westfälische Landesregierung zum Ziel gesetzt, den Ökostromanteil auf 30 Prozent zu steigern.