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Strompreise

Wer seine aktuelle Stromrechnung mit den Vorjahresrechnungen vergleicht, wird wahrscheinlich feststellen, dass sich die Stromkosten in den letzten Jahren stetig erhöht haben - gerade, wenn man sich noch in der Grundversorgung befindet. Viele Verbraucher fragen sich, wie die hohen Strompreise entstehen.

Die Entwicklung der Strompreise

Strompreisentwicklung

Seit im Jahr 1998 das Energiewirtschaftsgesetz verabschiedet wurde, können Verbraucher ihren Stromversorger frei wählen und den Anbietern ist es möglich, auch überregional Haushalte mit Strom und Ökostrom zu beliefern. Die Öffnung des Energiemarktes und der dadurch entstandene Wettbewerbsdruck führten zunächst zu einer allgemeinen Senkung der Strompreise. Die Preissenkung hatte allerdings nicht lange Bestand, da die großen Energieversorger die alternativen Stromanbieter wieder verdrängten. Erst die Einführung der Bundesnetzagentur konnte Abhilfe schaffen. Sie reguliert seit 2005 den Strommarkt, indem sie jedem Stromanbieter den Zugang zum Versorgungsnetz ermöglicht.

 

Grundversorger und Alternativversorger

Trotz Liberalisierung und zunehmenden Wettbewerbs wurden die Strompreise in den vergangenen Jahren stetig erhöht: Zwischen 2010 und 2017 ist der durchschnittliche Strompreis in Deutschland um 25 Prozent gestiegen. Dabei erhöhen jedoch nicht alle Versorger ihre Preise in gleichem Umfang. Bei der Grundversorgung kam es zu einem deutlich höheren Anstieg als bei den Tarifen alternativer Stromanbieter. Letztere haben ihre Strompreise seit 2010 im Schnitt um 20 Prozent erhöht, während bei den Grundversorgern die Preise im gleichen Zeitraum fast um ein Drittel angestiegen sind. Seit 2014 sind vor allem die Preise der Alternativanbieter sogar wieder gesunken. 

So setzt sich der Strompreis zusammen

Die Stromanbieter können nur einen Teil des Strompreises beeinflussen. Der Strompreis setzt sich aus vier großen Bestandteilen zusammen: staatliche Abgaben, Steuern, Netzentgelte sowie Energieversorgung / Vertrieb. Auf die drei erstgenannten hat der Versorger keinerlei Enfluss. Die Steuern sowie die Abgaben und Umlagen muss der Stromanbieter fix für jede verbrauchte Kilowattstunde abführen. Hierzu zählt die EEG-Umlage, die erhoben wird, um die umweltschonende Erzeugung von Strom zu fördern. Sie beträgt seit Januar 2017 6,88 Cent pro Kilowattstunde. 
 

Strompreiszusammensetzung 2017

Neben der EEG-Umlage gibt es jedoch eine Reihe von weiteren Umlagen und Abgaben, etwa die Konzessionsabgabe, die die jeweilige Stadt oder Gemeinde erhält. Sie muss bezahlt werden, weil der Stromversorger öffentliche Straßen und Wege nutzt, um seine Leitungen zu verlegen und instand zu halten. Auch die Netzentgelte werden dem Stromanbieter vorgegeben. Sie werden von der Bundesnetzagentur geregelt und fließen an den Netzbetreiber für die Durchleitung von Strom im jeweiligen Netzgebiet. 

Lediglich die Kosten für die Energieversorgung und den Vertrieb  kann der Stromanbieter selbst beeinflussen – dies ist der Preisbestandteil, der die Höhe der eigenen Marge bestimmt. In günstigen Stromtarifen fällt der Anteil der Energiebeschaffung und des Vertriebs geringer aus, in teuren Tarifen, insbesondere der Grundversorgung, liegt dieser Kostenbestandteil höher.

Bestandteile des Strompreises 2010 - 2017

Bestandteile des Strompreises 2010 bis 2016

Die Stromkosten für Haushaltskunden sind seit 2010 deutlich angestiegen. Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich. So wurden seit 2010 Abgaben und Umlagen zum Teil deutlich erhöht. Zudem wurden einige neue Preisbestandteile eingeführt. Allein die EEG-Umlage wurde von 2,05 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2010 auf aktuell 6,88 Cent angehoben. Zu einem besonders hohen Anstieg kam es im Jahr 2013, als die EEG-Umlage von 3,59 Cent auf 5,28 Cent erhöht wurde. Im selben Jahr kam mit der Offshore-Haftungsumlage eine neue Umlage hinzu. Auch die durchschnittlichen Netzentgelte stiegen in diesem Jahr deutlich. So kam es zu Anfang 2013 zu einem regelrechten Preissprung bei den Stromkosten.

Zu einem Preissprung kam es 2017 zwar nicht, dennoch ist der durchschnittliche Strompreis im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Steuern, Umlagen und Abgaben machen mittlerweile 55 Prozent unseres Strompreises aus. Vor allem die EEG-Umlage ist angestiegen, während die Offshore-Haftungsumlage gesunken ist. Minimal gesunken im Vergleich zum Vorjahr ist auch die KWK-Umlage, mit der Anlagen gefördert werden, die sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Sie betrug 2016 0,445 Cent pro Kilowattstunde, 2017 liegt sie bei 0,438 Cent.Auch die Netzentgelte sind noch einmal kräftig erhöht worden, von durchschnittlich 7,06 Cent pro Kilwattstunde auf 7,48 Cent pro Kilowattstunde. 

Wie werden sich die Strompreise in Zukunft entwickeln?

Durch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes will die Bundesregierung dem Anstieg der Strompreise Einhalt gewähren. Weiterhin steigen werden jedoch voraussichtlich die Netzentgelte, denn der Bau der Stromautobahnen von Nord nach Süd ist ein Milliardenprojekt, für das die Stromkunden mitbezahlen müssen.

Die Bestandteile des Strompreises in der Übersicht

Netzentgelt
Jeder Stromversorger muss Netzentgelt an den jeweiligen Netzbetreiber für Instandhaltung, Betrieb und den Ausbau des Stromnetzes entrichten. Die Höhe des Entgeltes wird durch die Bundesnetzagentur reguliert und jedes Jahr neu festgelegt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die damit verbundene Erweiterung der Übertragungs- und Verteilnetze führen in vielen Regionen Deutschlands zu hohen Netznutzungskosten. Die Netzentgelte variieren je nach Versorgungsgebiet, unter anderem weil nicht jede Region gleich stark am Ausbau der Erneuerbaren beteiligt ist.
EEG-Umlage
Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert. So erhalten Stromproduzenten für jede Kilowattstunde Ökostrom, die sie ins Netz einspeisen, eine Einspeisevergütung vom Netzbetreiber. Die Netzbetreiber verkaufen den eingespeisten Ökostrom wiederum an der Strombörse. Die Differenz zwischen den niedrigen Börsenpreisen und der Einspeisevergütung wird dann auf die Stromkunden umgelegt.
Offshore-Haftungsumlage
Die Offshore-Haftungsumlage ist eine Art Risikoversicherung für die Netzbetreiber. Mit der Umlage werden eventuelle Mehrkosten, die durch den Ausbau der Offshore-Windkraft entstehen, gedeckt. Die Zusatzkosten für die Netzbetreiber ergeben sich unter anderem, wenn Offshore-Windparks verspätet ans Netz angeschlossen werden. Denn die Betreiber der Anlagen erhalten auch dann eine Vergütung, wenn ihr Strom nicht zum Verbraucher geleitet werden kann, da die Netze noch nicht ausgebaut sind. 
Strom-NEV-Umlage
Die Umlage nach §19 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) wird auch Sonderkundenumlage genannt. Mit ihr werden Kosten ausgeglichen, die entstehen, wenn sich stromintensive Unternehmen von einem Teil der Netzentgelte befreien lassen. Diese Kosten werden auf die anderen Letztverbraucher umgelegt. 
KWK-Umlage
Die KWK-Umlage dient der Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Sie wird mittels eines Aufschlags auf die Netzentgelte erhoben. 
Konzessionsabgabe
Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt, das Energieversorgungsunternehmen an die jeweilige Stadt oder Kommunen zahlen. Dafür erhalten sie das Recht, öffentliche Straßen und Wege für das Verlegen und den Betrieb der Stromleitungen zu nutzen. Die Höhe der Konzessionsabgabe hängt von der Größe der Stadt bzw. Kommune ab. 
Stromsteuer
Verbraucher zahlen mit der Stromrechnung für jede verbrauchte Kilowattstunde an elektrischer Energie eine Stromsteuer. Die Stromsteuer ist damit eine sogenannte Verbrauchssteuer, die 1999 durch das „Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform“ von der damaligen rot-grünen Bundesregierung neu eingeführt wurde. Sie ist auch unter der Bezeichnung „Ökosteuer“ bekannt und soll einen Anreiz zum Stromsparen bieten. Die Einnahmen fließen zum überwiegenden Teil in die Rentenkasse. Einige Unternehmen, die besonders viel Strom verbrauchen, zahlen weniger: Die reduzierten Steuersätze gelten unter anderem für den Fahrstrom von Bahnen sowie für das produzierende Gewerbe.
Mehrwertsteuer/ Umsatzsteuer
Die Mehrwertsteuer, auch Umsatzsteuer genannt, ist die wohl bekannteste Steuer hierzulande, da sie auf jedem Kassenbon und auf jeder Rechnung auftaucht. Wie dem Namen bereits zu entnehmen ist, wird diese Steuer auf den Mehrwert erhoben, der beim Verkauf von Waren oder Dienstleistungen entsteht. Händler und Dienstleister müssen diese an den Staat abführen und können die Summe anschließend auf den Kunden umlegen. Auch Stromanbieter sind folglich dazu verpflichtet, die aktuell anfallenden 19 Prozent des Strom-Warenwerts an Mehrwertsteuer an den Staat zu entrichten. Stromkunden bekommen die Bruttosumme für den verbrauchten Strom dann über die Stromrechnung ausgewiesen. 
Beschaffung / Vertrieb
Stromanbieter können die Kosten, die sie für die Beschaffung der Strommengen für ihre Kunden benötigen, auf den Strompreis aufschlagen; ebenso die Kosten, die für den Vertrieb anfallen. Dieser Bestandteil des Strompreises ist der einzige, den die Versorger selbst festlegen können – er bestimmt daher über die mögliche Gewinnmarge. Günstige Stromanbieter halten diesen Anteil gering, während in teureren Tarifen der Teil für Beschaffung und Vertrieb von Strom höher angesetzt wird. 

Strompreise vergleichen

Wer seine Stromkosten reduzieren möchte, hat die Möglichkeit seinen Stromanbieter zu wechseln - und das nicht nur im Falle einer Strompreiserhöhung durch den aktuellen Versorger. Der Strompreisvergleich mit Hilfe des Stromrechners ist einfach und unkompliziert: Man muss nur seine Postleitzahl und den ungefähren Jahresverbrauch angeben und schon werden alle am Wohnort verfügbaren Tarife übersichtlich angezeigt. Hat sich ein Tarif mit einem günstigen Strompreis gefunden, kann man direkt online den Wechselantrag ausfüllen. Durch einen Anbieterwechsel kann man seine Stromkosten um mehrere hundert Euro im Jahr senken. 

Um Stromkunden die Suche nach verbraucherfreundlichen Tarifen zur erleichtern, wird der Stromvergleich anhand von automatischen Voreinstellungen durchgeführt. So werden etwa Dauer der Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, Zahlweise sowie Dauer und Umfang der Preisgarantien beim Strompreisvergleich berücksichtigt.

Ökostrompreise vergleichen

Natürlich können die Einstellungen beim Strompreisvergleich verändert und die Tarifauswahl den eigenen Wünschen angepasst werden. So können umweltbewusste Verbraucher, die sich für Stromtarife aus erneuerbaren Energien interessieren, den Menüpunkt Ökostromtarife anwählen. Sie erhalten anschließend nur verfügbare Tarife für Ökostrom. Mit der Wahl eines nachhaltigen Ökostromtarifs können Verbraucher den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Der Preis für Ökostrom ist dabei heutzutage oftmals niedriger als für sogenannten grauen Strom. 

Preisgarantien

Wenn staatliche Abgaben und Umlagen oder die Netzentgelte erhöht werden, legen die Stromanbieter diese oftmals auf die Verbraucher um. Für Stromkunden gilt zu beachten, dass nur bei Tarifen mit Preisgarantie die Erhöhung von staatlichen Abgaben oder Steuern keinen Einfluss auf den Strompreis hat. Tarife mit einer Preisfixierung schließen diese vom Stromanbieter selbst nicht beeinflussbaren Faktoren aus. Das heißt, wenn beispielsweise die EEG-Umlage steigt, erhöht sich in diesen Tarifen der Strompreis für die Kunden. In diesem Fall hat man jedoch ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht.

Stromverbrauch senken und sparen

Je größer ein Haushalt ist, desto höher ist natürlich auch der Stromverbrauch. Dabei verbraucht jedoch jeder einzelne in einem Haushalt mit mehr Personen deutlich weniger als in einem Single-Haushalt. Während der Durchschnittsverbrauch in einem Ein-Personen-Haushalt zwischen 1.500 und 2.000 Kilowattstunden liegt, verbraucht ein Zwei-Personen-Haushalt im Schnitt 2.300 bis 3.500 Kilowattstunden jährlich. Der tatsächliche Verbrauch hängt von vielen Faktoren ab, etwa von Art und Alter der verwendeten Elektrogeräte. Auch unser Nutzerverhalten beeinflusst stark, wie hoch am Ende des Jahres unsere Stromrechnung ausfällt. Wessen Verbrauch deutlich über dem Durchschnitt liegt, hat in der Regel viel Potenzial, seinen Energieverbrauch zu senken und Strom zu sparen

Durchschnittlicher Stromverbrauch in kWh

Haushaltsgrößedurchschnittlicher Stromverbrauchzu hoher Verbrauch
1 Person1.500 - 2.000über 2.200
2 Personen2.300 - 3.500über 3.800
3 Personen3.700 - 4.500über 5.000
4 Personen4.600 - 5.500über 6.000

Berechnen Sie hier den Stromverbrauch Ihres Geräts pro Tag

Ihre Angaben


Leistungsaufnahme: Watt
Dauer: Stunden

Ihr Ergebnis


Stromverbrauch: kWh
Kosten: Euro