Pferdehaftpflicht im Vergleich
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Pferdehaftpflichtversicherung
Das Wichtigste zusammengefasst
- Eine Pferdehaftpflicht sichert Pferdehalter gegen Schäden an Dritten durch das eigene Pferd ab
- Schäden in Millionenhöhe können mit der passenden Pferdehaftpflicht abgedeckt werden
- Flurschäden, private Kutschfahrten und mehr können je nach Tarif abgesichert werden
Inhaltsverzeichnis
- Pferdehaftpflicht
- Was ist versichert? Alles zum Leistungsumfang
- Kosten und Beiträge
- Vertragsänderungen durchführen
- Pferdehaftpflicht-Vergleich mit CHECK24
Pferdehaftpflicht

Eine Pferdehaftpflichtversicherung schützt gegen berechtigte Personen-, Sach- sowie Vermögensschäden und hilft, unberechtigte Haftungsansprüche abzuwehren – auch vor Gericht.
In Deutschland müssen Sie gesetzlich für Schäden haften, die Sie schuldhaft an Dritten verursachen. Als Pferdebesitzer sind Sie deshalb stellvertretend für Unannehmlichkeiten sowie Unfälle, die durch Ihr Tier verursacht werden, verantwortlich. Die Pferdehaftpflicht kommt für diese Schäden auf und schützt Sie vor den finanziellen Konsequenzen.
Ist die Pferdehaftpflicht eine Pflichtversicherung?
Eine Pferdehaftpflichtversicherung ist keine Pflichtversicherung. Ihr Abschluss ist jedoch dringend zu empfehlen angesichts der gesetzlichen Ersatzpflicht bei Schäden durch das Pferd sowie dessen Kraft. Ein Abschluss ist jedoch überaus sinnvoll zur Vermeidung von hohen Kosten infolge eines Unfalls.
Was ist versichert? Alles zum Leistungsumfang
Bei der Wahl der richtigen Pferdehaftpflichtversicherung sollten Sie darauf achten, dass bestimmte Leistungsdetails durch den Versicherungsumfang abgedeckt sind. Die folgenden allgemeinen Tarifdetails sollten unbedingt darin enthalten sein.
Ausschlüsse beachten
Beim Abschluss einer Pferdehaftpflicht ist es wichtig, ein Augenmerk darauf zu legen, welche Leistungen in welcher Höhe übernommen werden beziehungsweise komplett von der Police ausgeschlossen sind.
Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?
Eine Pferdehaftpflicht sollte grundsätzlich eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro enthalten. Diese Summe kommt zustande, da durch Pferde verursachte Schäden hohe Kosten verursachen können. Wenn Ihr Tier beispielsweise auf die Straße läuft, kann durch einen Autounfall schnell sowohl ein teurer Sachschaden entstehen als auch eine Person schwer verletzt werden.
Allgemeine Tarifdetails
Spezielle Tarifdetails
Diese Tarifdetails sind nicht zwingend im Versicherungsschutz enthalten. Je nach persönlichem Bedarf ist es dennoch sinnvoll, sich gegen entsprechende Risiken zusätzlich abzusichern.
Stockmaß
Das Stockmaß beschreibt die Körpergröße von Pferden ausgehend vom Widerrist. Es dient der Unterteilung in Klein- sowie Großpferde, der Abgrenzung verschiedener Rassen und bestimmt die Prämie der Pferdehaftpflichtversicherung.
Der Zweck des Stockmaßes
Die Unterteilung in Klein- und Großpferde durch das Stockmaß ist ein wichtiges Kriterium im Pferdesport. Denn für Ponys und Großpferde werden größenbedingt unterschiedliche Turniere mit verschiedenen Anforderungen veranstaltet. Als Großpferde - gemeinhin als Pferd bezeichnet - gelten Tiere, die größer als 148 cm sind. Kleinpferde, auch Ponys genannt, dürfen dementsprechend höchstens 148 cm groß sein. Trägt das Pony Hufeisen, darf es über ein Stockmaß von bis zu 149 cm verfügen. Außerdem spielt das Stockmaß für die Pferdezucht eine große Rolle. Viele Zuchtverbände erlassen rassespezifische Größenvorgaben. Können diese von einem Pferd nicht erfüllt werden, wird es nicht zur Zucht zugelassen. Im Kontext der Pferdehaftpflichtversicherung ist das Stockmaß ebenfalls von Bedeutung. Die meisten Anbieter von Pferdehaftpflichtversicherungen setzen auf das Stockmaß zur Bestimmung der Prämien, die für die Absicherung eines Pferdes erhoben werden. Da bei Ponys zudem ein geringeres Schadensrisiko als bei Reitpferden besteht, profitieren Besitzer von Kleinpferden häufig von einer günstigeren Ponyversicherung.
Widerristhöhe
Da das Stockmaß den Abstand zwischen Widerrist und Hufsohle darstellt, wird es auch als Widerristhöhe bezeichnet. Der Widerrist ist der Bereich des Pferdes, der den Übergangspunkt vom Pferderücken zum Hals darstellt. Er ist der höchste Punkt, wenn die Tiere ihren Kopf gesenkt haben.
Stockmaß beim Pferd messen

Das Stockmaß bezeichnet nicht nur die Größe des Pferdes, sondern auch das Messgerät, mit dem diese erhoben wird. Die Messvorrichtung besteht aus einem Stab mit Messskala und einem beweglichen Arm, der in einem 90 Grad Winkel am Stab angebracht ist. Für eine genaue Messung haben viele Stockmaße ebenfalls eine Wasserwaage integriert. Um die Widerristhöhe mit einem Stockmaß zu bestimmen, wird der Stab auf Höhe des Widerristes gerade neben das aufrecht stehende Pferd gestellt und der daran befestigte Arm nach unten geschoben, bis er auf dem Widerrist aufliegt. Nun kann die Größe anhand der Skala abgelesen werden. Neben einem Stockmaß kann auch ein Zollstock in Kombination mit einer Wasserwaage verwendet werden. Die Wasserwaage wird hierbei gerade auf den Widerrist des Pferdes gelegt und anschließend der Abstand von der Hufsohle bis zur Wasserwaage mit dem Zollstock gemessen. Selbiges ist mit einem Lasermessgerät oder einer Schnur möglich. Für Letztere wird jedoch zusätzlich ein Maßband benötigt. Wo genau beim Messen der Widerristhöhe angesetzt werden muss, sehen Sie rechts auf dem Bild.
Stockmaß verschiedener Pferderassen
Je nach Pferderasse kann das Stockmaß beträchtlich variieren. Während beispielsweise die Rasse der Falabella im kleinsten Fall nur eine Widerristhöhe von 30 cm aufweist, kann das Shire Horse mit einem Stockmaß von bis zu 205 cm rund siebenmal so groß werden. Das Stockmaß ist also ein wichtiges Unterscheidungsmaß für die verschiedenen Pferderassen. Zu beachten ist, dass Stuten in der Regel über ein geringeres Stockmaß verfügen als Hengste.
| Pferderasse | Stockmaß (cm) | Beschreibung |
|---|---|---|
| Haflinger | 138-155 | Mit einem Stockmaß von durchschnittlich 140 cm gilt der Haflinger als Pony. Einige Unterrassen, wie Edelblut- oder Sporthaflinger, können jedoch auch über 148 cm groß werden und zählen somit zu den Großpferden. |
| Shire Horse | 163-205 | Das Shire Horse ist die größte Pferderasse der Welt und damit den Großpferden zuzuordnen. |
| Friese | 155-175 | Das Stockmaß einer Friesenstute sollte mindestens 155 cm betragen. Ein Hengst sollte mindestens 160 cm groß sein. Der Friese gilt folglich als Großpferd. |
| Isländer | 130-150 | Die meisten Isländer zählen zu den Kleinpferden. Neuere Züchtungen können jedoch größer als 148 cm werden und somit unter die Großpferde fallen. |
| Tinker | 135-160 | Je nach individueller Körpergröße können Tinker sowohl den Klein- als auch den Großpferden zugeordnet werden. |
| Hannoveraner | 160-185 | Der Hannoveraner gehört zu den stärksten Warmblütern der Welt. Er zählt zu den Großpferden. |
| Quarter Horse | 145-165 | Ob das Quarter Horse den Klein- oder Großpferden untergeordnet wird, hängt von der individuellen Größe ab. |
| Englisches Vollblut | 150-170 | Das Englische Vollblut wurde ursprünglich für den Rennsport gezüchtet. Es gehört zu den Großpferden. |
| Araber | 140-165 | Der Araber gilt als älteste Pferderasse der Welt. Das genaue Stockmaß und damit auch die Einordnung in Klein- und Großpferd unterscheidet sich je nach Unterrasse (beispielsweise Anglo Araber oder Vollblutaraber). |
| Trakehner | 160-170 | Die älteste deutsche Pferderasse Trakehner zählt zu den Großpferden. |
Ponyversicherung

Viele Menschen verwenden die Begriffe Pony, Kleinpferd und Fohlen synonym. Dabei gibt es jedoch klare Unterschiede und ein spezifisches Kriterium, mit dem sich Ponys definieren lassen. Ponys sind Pferde, deren Stockmaß maximal 148 Zentimeter beträgt. Mit einem Stockmaß wird traditionellerweise die Größe eines Pferdes gemessen. Entscheidend ist die Höhe vom Boden bis zum Widerrist des Tieres. Der Widerrist ist der höchste Körperpunkt eines Säugetieres bei gesenktem Kopf.
Alle Pferde, deren Stockmaß kleiner als 148 Zentimeter ist, gelten als Ponys. Die bekanntesten sind wohl Isländer und Shetlandponys. Als Fohlen wird umgangssprachlich ein Hauspferd bezeichnet, welches sein erstes Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Der Begriff Kleinpferd wird im Grunde nur in Deutschland verwendet und umfasst Pferde mit einem Stockmaß zwischen 130 und 147,3 Zentimetern. Der berühmte Haflinger fällt in dieses Maß und wird deshalb meist auch als Kleinpferd bezeichnet.
Die Versicherungswirtschaft verwendet die Begriffe Pony und Kleinpferd synonym, um zwischen Ponys und Pferden zu unterscheiden. Das spielt vor allem beim Abschluss einer Pferdehaftpflichtversicherung eine wichtige Rolle, da eine Haftpflichtversicherung für ein Pferd in der Regel teurer ist als für ein Pony. Eine Ponyversicherung ist letztlich nichts anderes als eine Pferdehaftpflicht für Ponys.
Eine Ponyhaftpflicht deckt Schäden in Millionenhöhe
Für Pferde besteht keine gesetzliche Versicherungspflicht. Dennoch sollten Pferde- und Ponyhalter zum eigenen finanziellen Schutz eine Pferdehaftpflicht abschließen – das gilt insbesondere für gewerbliche Pferdehalter. Gemäß der allgemeinen Tierhalterhaftpflicht müssen Pferdehalter selbst dann für Schäden zahlen, wenn Sie im Grunde keine Schuld trifft. Eine Pferdehaftpflicht deckt Vermögens-, Sach- und Personenschäden in Millionenhöhe ab. Das ist auch sinnvoll, da Pferde Fluchttiere sind und teure Schäden verursachen können.
Ein Pony ist zwar nicht ganz so kräftig wie ein ausgewachsenes Pferd, kann aber deshalb nicht weniger Schaden anrichten – vor allem, da Ponys bei Kindern sehr beliebt sind. Ein Reitunfall, bei dem sich ein Kind schwer verletzt, kann teure Rentenzahlungen und Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. Im Versicherungsfall übernimmt der Versicherer die Kosten bis zur vereinbarten Versicherungssumme und sichert Ihnen damit Ihre Existenz. Eine Pferdehaftpflicht wird für Ponys, Reitpferde, Fohlen, Gnadenbrot- und Aufzuchtpferde in verschiedenen Tarifvarianten angeboten. Um eine leistungsstarke und günstige Pferde- oder Ponyversicherung zu finden, sollten Sie unseren Online-Rechner nutzen.
Haftpflichtversicherungen für Ponys und Pferde vergleichen
Wenn Sie mithilfe unseres Vergleichsrechners Pferdehaftpflichtversicherungen vergleichen, sparen Sie sich nicht nur viel Zeit, sondern meistens auch Geld. Zu Beginn müssen Sie nur die Anzahl der zu versichernden Pferde eingeben und auf „vergleichen" drücken. Kurz darauf bekommen Sie übersichtlich eine Vielzahl von Versicherungen angezeigt. Wenn Sie nun beispielsweise ein Pony versichern möchte, können Sie auf der linken Seite die Anzahl der Ponys wählen. Zudem lassen sich verschiedene Tarifmerkmale verändern, um die Suche zu individualisieren und Geld zu sparen.
Wenn Sie zum Beispiel eine jährliche Zahlweise vereinbaren oder anstatt eines Einjahres- einen Dreijahresvertrag abschließen, können Sie bares Geld sparen. Nach der Eingabe bekommen Sie Tarife angezeigt, die Ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Die Details der Angebote lassen sich mit der „Tarife vergleichen"-Funktion transparent machen und gegenüberstellen. Der Ponyversicherung-Vergleich ist ebenso unverbindlich und kostenlos wie unser TÜV-geprüfter Kundenservice. Haben Sie eine günstige Ponyhaftpflichtversicherung gefunden, können Sie sich das Angebot zuschicken lassen oder direkt online abschließen. Einfacher und schneller ist der Abschluss einer Pferdeversicherung kaum vorstellbar.
Wenn Sie sich nicht nur gegen Drittschäden, sondern auch gegen eigene Unfallrisiken absichern möchten, empfiehlt es sich, eine Reiterunfallversicherung abzuschließen. Pferdeunfälle sind nicht zu unterschätzen und können richtig ins Geld gehen.
Kosten und Beiträge
Eine Pferdehaftpflichtversicherung ist bereits ab 4,16 Euro im Monat oder für 49,92 Euro pro Jahr erhältlich.
Die Kosten einer Pferdehaftpflicht setzen sich zusammen aus:
- der Anzahl der versicherten Pferde
- dem Pferdetyp (Reitpferd, Pony, Gnadenbrotpferd oder Fohlen)
- dem Leistungsumfang des jeweiligen Tarifs
- der Höhe der Selbstbeteiligung
- der Höhe der Versicherungssumme (oder Deckungssumme)
Pferdehaftpflicht von der Steuer absetzen
Die Pferdehaftpflicht gehört zur Kategorie der sonstigen Aufwendungen. Sie kann demnach, wie auch andere Sachversicherungen, von der Steuer abgesetzt werden.
Vertragsänderungen durchführen
Bei Vertragsänderungen wie einer gewünschten Erweiterung des Versicherungsschutzes können Sie beim Versicherer nachfragen, ob diese speziellen Tarifdetails in den aktuellen Tarif eingebunden werden können. Sofern dies nicht möglich ist, kann der Vertrag je nach Tarif flexibel gekündigt werden. Über CHECK24 können Sie im Anschluss bequem einen anderen Tarif der Pferdehaftpflicht mit dem gewünschten Versicherungsumfang abschließen.
Pferdehaftpflicht-Vergleich mit CHECK24
Nutzen Sie jetzt den Pferdehaftpflichtversicherung-Vergleich von CHECK24 und finden Sie so den passenden Versicherungsschutz für sich und Ihr Pferd. Wenige Eingaben genügen und der Online-Rechner listet Ihnen überschaubar diejenigen Tarife auf, die Ihren Versicherungsbedarf optimal decken. Mit den Filtermöglichkeiten links neben der Tarifliste können Sie Ihre Pferdehaftpflicht weiter individualisieren.
Wünschen Sie eine eingehende Beratung oder haben Sie Fragen zur Pferdehaftpflichtversicherung? Dann stehen Ihnen unsere Versicherungsexperten gerne zur Verfügung – per Telefon oder via E-Mail.
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