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Unfallversicherung

Unfallstatistik 2013Egal ob Sie beim Putzen stürzen oder beim Heimwerken von der Leiter fallen: Ein Unfall ist schnell geschehen und kann schlimmstenfalls lebenslange gesundheitliche und finanzielle Folgen haben.

Mehr als zwei Drittel aller Unfälle geschehen im Haushalt und in der Freizeit. Hier sind Sie nicht über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Denn diese leistet nur bei Unfällen in Arbeit, Schule, Uni sowie auf den Hin- und Heimwegen.

Um rundum gegen die Risiken eines Unfalls abgesichert zu sein, sollten Sie eine zusätzliche private Unfallversicherung abschließen. Der private Unfallschutz steht Ihnen bei schwerwiegenden Unfällen finanziell zur Seite. Die Kapitalzahlung der vereinbarten Summe kann einen möglichen Lohnausfall kompensieren oder teure Reha-Maßnahmen finanzieren. Geleistet wird übrigens nicht nur bei Unfällen im privaten Bereich, sondern auch bei Arbeitsunfällen. In letzterem Fall beziehen Sie Leistungen von der privaten sowie der gesetzlichen Unfallversicherung.

Häufige Fragen

Was ist eine private Unfallversicherung?

Eine private Unfallversicherung sichert Sie gegen die finanziellen Folgen eines schwerwiegenden Unfalls ab. Geboten wird ein weltweiter Versicherungsschutz – und das rund um die Uhr. Abhängig von der Schwere des Unfalls können Sie mit der von der Versicherung ausgezahlten Summe zum Beispiel Krankenhausaufenthalte, Arztkosten und bei Bedarf den behindertengerechten Umbau Ihres Zuhauses bezahlen.

Auf Wunsch können Sie verschiedene Zusatzleistungen in Ihren Versicherungsschutz einschließen – zum Beispiel ein Krankenhaustagegeld, eine Todesfallsumme oder eine monatliche Unfallrente. Je nach Tarif werden auch Bergungskosten übernommen sowie die Kosten für kosmetische Operationen infolge des Unfalls.

Für wen ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Eine private Unfallversicherung ist für jeden sinnvoll. Sie schließt die Lücke zum gesetzlichen Unfallschutz und schützt vor hohen finanziellen Belastungen. Dies ist wichtig, da sich über 70 Prozent der Unfälle in der Freizeit ereignen und somit nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen.

Vor allem für Familien und Kinder, die viel im In- und Ausland unterwegs sind, ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung wichtig. Das gilt auch für begeisterte Taucher und Personen mit anderen gefährlichen Hobbies, wie beispielsweise Motorrad- oder Rennradfahrer.

Zudem sollten sich auch Personengruppen, die überhaupt keinen gesetzlichen Unfallschutz genießen, privat absichern. Dazu zählen etwa Selbstständige und Freiberufler sowie Rentner und nicht erwerbstätige Menschen, die zu Hause ihre Kinder betreuen.

Wie hoch sollen die Invaliditätssumme und die Progression gewählt sein?

Die Invaliditätssumme – auch Grundsumme oder Versicherungssumme genannt – und der Progressionsfaktor bestimmen den Betrag, der Ihnen im Falle einer Invalidität ausbezahlt wird. Die tatsächliche Auszahlungssumme hängt wiederum von Ihrem Invaliditätsgrad ab, der in der sogenannten Gliedertaxe geregelt ist.

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Invaliditätssumme ausreichend hoch gewählt ist. Als Invaliditätssumme empfehlen wir das Dreifache Ihres Bruttojahreseinkommens.

Der Progressionsfaktor bestimmt, das Wievielfache der Invaliditätssumme Ihnen im Versicherungsfall ausbezahlt wird. Dabei können Sie nach Belieben zwischen 225 Prozent, 350 Prozent und 500 Prozent wählen. Wir empfehlen eine Progression von mindestens 225 Prozent.

Wie kann ich meine bestehende Unfallversicherung wechseln?

Ihre private Unfallversicherung wechseln können Sie ganz einfach in drei Schritten:

Sie wählen Ihren Tarif aus
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Gibt es spezielle Tarife für Kinder oder Familien?

Sowohl einzelne Personen als auch Personengruppen können mit einer privaten Unfallversicherung individuell versichert werden. Gerade Kinder haben aufgrund ihres Erkundungsdrangs und ihrer Unerfahrenheit oft ein erhöhtes Unfallrisiko. Um Ihren Nachwuchs abzusichern, können Sie eine eigene Unfallversicherung für Kinder abschließen. Möchten Sie zusätzlich auch sich selbst und Ihren Partner absichern, ist eine Familienunfallversicherung eine gute Option. Für Personen in fortgeschrittenem Alter werden spezielle Tarife für Senioren angeboten, die auf deren Bedürfnisse abgestimmt sind.

Gibt es Tarife für unterschiedliche Berufe?

Beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung ist die genaue Angabe Ihres Berufs erforderlich für die Beitragsberechnung. Zur Risikoberechnung wird zwischen zwei Berufsgruppen unterschieden:

  • handwerklich / körperlich tätig
  • Bürotätigkeit / nicht körperlich tätig

Für bestimmte risikoreiche Berufe bieten manche Versicherer auch spezielle Tarife an.

Unabhängig von Ihrem Beruf empfehlen wir einen Progressionsfaktor von mindestens 225 Prozent, damit Sie ausreichend abgesichert sind.

Da die private wie auch die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Gesundheitsschäden infolge von Unfällen leistet, ist es sinnvoll, sich für den Fall einer Berufsunfähigkeit – zum Beispiel infolge einer schweren Krankheit – mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern.

Wichtig bei der Tarifauswahl einer privaten Unfallversicherung

Wer eine private Unfallversicherung abschließt, ist bei schwerwiegenden Unfällen rundum abgesichert – sowohl im privaten Bereich als auch bei Arbeitsunfällen. Bei der Tarifwahl sollten Sie folgende Punkte beachten:

Grundsumme

Die Grundsumme – auch Versicherungssumme oder Invaliditätssumme genannt –  ist die Berechnungsgrundlage für die Einmalzahlung im Schadensfall. Wir empfehlen als Grundsumme mindestens das Dreifache Ihres Bruttojahreseinkommens.

Wie hoch die Invaliditätsleistung nach einem schwerwiegenden Unfall bei einer Teil- oder Vollinvalidität tatsächlich ausfällt, hängt daneben auch von der Gliedertaxe, dem Invaliditätsgrad und der gewählten Progression ab. 

Progression

Die Progression legt fest, das Wievielfache der Grundsumme Sie im Versicherungsfall ausbezahlt bekommen. Sie können nach Belieben zwischen 225 Prozent, 350 Prozent und 500 Prozent wählen. Unsere Empfehlung ist eine Progression von mindestens 225 Prozent.

Ein Beispiel: Sie haben als Grundsumme 100.000 Euro gewählt und als Progressionsfaktor 225 Prozent. Bei einer Vollinvalidität würden Sie 225.000 Euro von der Versicherung ausgezahlt bekommen.

Lebenslange monatliche Unfallrente

Auf Wunsch können Sie beim Vertragsabschluss eine monatliche Unfallrente vereinbaren. Dann zahlt Ihre private Unfallversicherung nach einem schwerwiegenden Unfall zusätzlich zur einmaligen Auszahlungssumme monatlich eine Rente in der vereinbarten Höhe aus. Voraussetzung für die Auszahlung ist ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent.

Wir empfehlen die monatliche Unfallrente, wenn Sie nicht bereits anderweitig – zum Beispiel durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung – ausreichend abgesichert sind.

Todesfallsumme

Ebenfalls optional können Sie eine Todesfallsumme in den Schutz Ihrer privaten Unfallversicherung einschließen. Die Todesfallleistung wird bei einem Unfalltod an Ihre Angehörigen ausbezahlt. Damit die Bestattungskosten abgedeckt sind, empfehlen wir eine Todesfallsumme von mindestens 5.000 Euro.

Krankenhaustagegeld pro Tag

Auf Wunsch können Sie auch ein Krankenhaustagegeld vereinbaren. Dieses wird für jeden Tag gezahlt, den Sie unfallbedingt im Krankenhaus verbringen. Hierbei können Sie zwischen 10 und 50 Euro pro Tag wählen.

Das Krankenhaustage- und Genesungsgeld können Sie nach Belieben verwenden, zum Beispiel für die Zuzahlung für den Krankenhausaufenthalt und Medikamente.

Mögliche Zusatzleistungen

Je nach Tarif können verschiedene Zusatzleistungen in Ihrer privaten Unfallversicherung enthalten sein:

  • Bergung und Transport
  • Kosmetische Operationen
  • Zahnbehandlung und Zahnersatz
  • Auszahlung bei Impfschäden
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