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Unfallversicherung für Kinder

Für Kinder bieten die Unfallversicherer spezielle Tarife an, um den Nachwuchs vor den Folgen eines Unfalls abzusichern. Solche Tarife lassen sich meist bis zu einem Alter von 15 oder 16 Jahren und maximal bis zur Volljährigkeit abschließen. Danach wird der Vertrag häufig auf einen normalen Erwachsenentarif umgestellt.

Ein Mindestalter gibt es in der Regel nicht. Sie können Ihr Kind daher bereits ab dem Tag der Geburt als Baby versichern. Wenn es anfängt zu krabbeln und selbstständig seine Umwelt zu erkunden, steigt die Gefahr für einen Unfall. Spätestens dann sollten Sie eine Unfallversicherung abschließen, um Ihren Nachwuchs von Anfang an zu schützen.

Unfallgefahr: Kinder toben in der Wohnung

Unfallversicherung Kinder: Unfallrisiko bei Kindern (Unfallstatistik 2019) Sie toben herum und sind ständig in Bewegung – Kinder sind meist sehr aktiv. Dabei können sie Gefahren noch nicht richtig einschätzen und haben daher ein höheres Verletzungsrisiko als Erwachsene. Schnell ist ein Kind vom Stuhl gefallen oder beim Klettern vom Spielgerüst abgestürzt. Meist gehen solche Missgeschicke zum Glück glimpflich aus.

Doch was ist, wenn es einmal zu einem größeren Unfall mit bleibenden Gesundheitsschäden kommen sollte?

Über die gesetzliche Unfallversicherung sind Kinder und Babys nur unzureichend abgesichert. Der gesetzliche Schutz greift nur, falls sich ein Unfall beim Besuch eines Kindergartens, einer Kindertagesstätte oder in der Schule ereignen sollte. Auch der Hin- und Rückweg ist versichert.

Die meisten Unfälle passieren jedoch in der Freizeit. Laut Daten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ereignet sich weniger als jeder dritte Unfall in der Kita oder Schule, wo der gesetzliche Schutz gilt. Mehr als zwei Drittel der Unfälle entfallen auf die restliche Zeit.

Kinder verletzen sich häufig – besonders Jungen

Innerhalb eines Jahres verletzen sich 16,5 Prozent aller Kinder im Alter von 1 bis 17 Jahren so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Jungen sind dabei mit knapp 19 Prozent deutlich häufiger betroffen als Mädchen (14 Prozent). Nach einer Hochrechnung der Bundesarbeits­gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) mussten allein im Jahr 2019 rund 1,9 Millionen Kinder nach einem Unfall zum Arzt.

Daher ist eine private Unfallversicherung für Kinder und Babys sinnvoll, um die finanziellen Folgen von bleibenden Unfallschäden abzusichern. Denn der Schutz der gesetzlichen Unfallkasse greift in vielen Fällen nicht.

Einschätzung + Unfallrisiko von Kindern

Diese Leistungen bieten spezielle Kindertarife

Die wichtigste Leistung einer privaten Unfallversicherung ist die Einmalzahlung bei bleibenden Gesundheitsschäden – die Invaliditätsleistung. Mit dem Geld können anfallende Kosten nach einem Unfall beglichen werden – etwa für Spezial­behandlungen, die eine Krankenversicherung nicht übernimmt, oder für nötige Umbauten in der Wohnung oder im Haus.

Wie hoch die Invaliditätsleistung ausfällt, hängt von der vereinbarten Grundsumme (Versicherungssumme) ab. Daneben bestimmen die Gliedertaxe des Tarifs, der Grad der Behinderung (Invaliditätsgrad) sowie die gewählte Progression, welche Summe die Versicherung im Leistungsfall zahlt.

Von diesen Faktoren hängt die Höhe der Leistung ab:

  • Grundsumme

    Beim Abschluss einer Unfallversicherung wählt man eine Grundsumme. Sie dient als Berechnungsgrundlage für die Höhe der Einmalzahlung im Leistungsfall. Beim Abschluss einer Unfallversicherung für Kinder sollten Eltern darauf achten, dass die Einmalzahlung im Leistungsfall hoch genug ausfällt. Wir empfehlen für Kinder eine Versicherungssumme von mindestens 75.000 Euro.

    Unfallversicherung Kinder: Beispiele für Auszahlungssummen

  • ​Gliedertaxe und Invaliditätsgrad

    Die Gliedertaxe gibt für jeden Körperteil und jedes Sinnesorgan an, zu welchem Invaliditätsgrad ein Verlust führt. Dieser Invaliditätsgrad wird in Prozent angegeben und hängt vom jeweiligen Tarif ab.

    Bei einem Verlust von mehreren Körperteilen oder Sinnesorganen werden die einzelnen Invaliditätsgrade addiert – bis zu einer Vollinvalidität von 100 Prozent.

    Beispiel: Verlust von Arm und Fuß

    Für den Verlust eines Arms sieht die Gliedertaxe einen Invaliditätsgrad von 70 Prozent vor, für den Verlust eines Fußes 40 Prozent. Es ergibt sich theoretisch eine Invalidität von 110 Prozent. Praktisch besteht eine Vollinvalidität in Höhe von 100 Prozent, da dies der höchstmögliche Invaliditätsgrad ist.

  • Progression

    Vereinbart man bei der Unfallversicherung eine Progression, erhöht sich die Versicherungsleistung bei schweren Gesundheitsschäden. Meist kann man zwischen einer Progression von 225, 350 und 500 Prozent wählen. Häufig macht sich eine Progression erst ab einem Invaliditätsgrad von 25 Prozent bemerkbar.

    Wir empfehlen für Kinder eine Progression in Höhe von 350 Prozent. Bei einer Grundsumme von 65.000 Euro und einer Progression in Höhe von 350 Prozent würde die Versicherung damit bei einer Vollinvalidität eine Einmalzahlung von 227.500 Euro leisten.

Sinnvolle Zusatzleistungen für Kinder

Neben der Einmalzahlung bietet eine Unfallversicherung je nach Tarif weitere Zusatzleistungen. Wir empfehlen, für Kinder vor allem eine monatliche Unfallrente sowie eine Todesfallsumme zu vereinbaren.

Wichtige Zusatzleistungen, die für Kinder und Babys sinnvoll sein können:

  • Monatliche Unfallrente

    Wird eine Unfallrente vereinbart, zahlt die Versicherung bei schweren Behinderungen eine lebenslange, monatliche Rente aus. Dies soll helfen, bei einer Behinderung die Lebenshaltungskosten zumindest zu einem Teil zu decken. Meist wird die Rente ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent gezahlt – also bei schweren Behinderungen. Wir empfehlen für Kinder eine monatliche Unfallrente in Höhe von mindestens 500 Euro.

  • Todesfallsumme

    Mit einer Todesfallsumme können bei einem tödlichen Unfall die Kosten für eine Beerdigung bezahlt werden.

    Bei einer Unfallversicherung für Kinder ist eine Todesfallsumme von 5.000 Euro sinnvoll, um Beerdigungskosten abzudecken.

  • Schutz bei Infektionskrankheiten nach Zeckenbiss

    Der Versicherungsschutz sollte auch bei Infektionskrankheiten nach einem Zeckenbiss greifen. Führt ein Zeckenbiss etwa zu bleibenden Schäden nach einer Infektion mit Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), würde die Unfallversicherung zahlen.

  • Schutz bei Impfschäden

    Gute Tarife leisten auch bei Impfschäden. Dann sind Kinder abgesichert, falls es im Einzelfall doch einmal zu schweren Nebenwirkungen nach einer Schutzimpfung – etwa gegen Masern oder Tetanus – kommen sollte.

  • Schutz bei Vergiftungen

    Vergiftungen – etwa durch Reinigungsmittel oder giftige Pflanzen – kommen gerade bei kleinen Kindern immer wieder vor, wenn sie ihr Umfeld erkunden. Daher sollte der Unfalltarif möglichst auch bei einer Vergiftung leisten.

  • Leistung für Bergungskosten

    Bei der Suche und Bergung nach einem Unfall – etwa beim Skifahren in den Bergen – können hohe Kosten anfallen. Beinhaltet die Versicherung Leistungen für Bergungskosten, übernimmt sie die Such-, Bergungs- und Rettungskosten bis zu einer maximalen Höhe.

  • Leistung für kosmetische Operationen

    Leistet der Tarif für kosmetische Operationen, übernimmt die Versicherung auch notwendige kosmetische OPs – um zum Beispiel entstandene Narben zu verkleinern – und Zahnersatz bis zu festgelegten Höchstsummen.

  • Leistung für Rooming-in

    Muss ein Kind stationär im Krankenhaus behandelt werden, zahlt ein Tarif mit Leistungen für Rooming-in die Kosten für die Unterbringung von Mutter oder Vater – meist im selben Zimmer. Die Leistung der Unfallversicherung wird dann unabhängig davon gezahlt, ob die gesetzliche Krankenversicherung solche Kosten übernimmt.

   

Unfallversicherung für Kinder und Babys – unsere Empfehlungen:

  • Grundsumme: min. 75.000 €
  • Progression: min. 350 %
  • wichtige Zusatzleistungen prüfen
  • Unfallrente: min. 500 € monatlich
  • Todesfallsumme: 5.000 €

Testsieger: Die zehn besten Kinderunfallversicherungen im Test

Für den Unfallversicherungs-Vergleich von CHECK24 überprüfen wir die Qualität jedes angebotenen Tarifs. Dafür werten wir jeden Tarif in den Bereichen Auszahlung je Körperteil, weitere Tarifinhalte sowie Service aus.

In jedem Bereich vergeben unsere Experten nach genau festgelegten Kriterien Punkte. Aus der Gesamtzahl der Punkte ermitteln wir eine CHECK24-Tarifnote. So können Sie schnell erkennen, wie leistungsstark die einzelnen Tarife sind.

Für Kinder haben wir die zehn besten Tarife für ein Muster-Beispiel ermittelt.

Das Beispiel beruht dabei auf diesen Vorgaben: Kind, 2 Jahre, Grundsumme von 75.000 €, Progression von 350 %, 10 € Krankenhaus­tagegeld, 500 € monatliche Unfallrente sowie 5.000 € Todesfallsumme.

Tarifnote Tarif Leistungs-Details Kosten
Tarifnote
2,4
gut
Gothaer

Gothaer
Spar M

  • Auszahlung je Körperteil hoch
  • Kosmetische OP 10.000 €
  • Inkl. Vergiftung/Impfschäden/Infektion
  • Top bewertet
  • Unterlagen sofort
2,90 €
monatlich
Tarifnote
2,2
gut
Janitos

Janitos
Basic (Trend-Gliedertaxe)

  • Auszahlung je Körperteil hoch
  • Kosmetische OP 20.000 €
  • Inkl. Vergiftung/Impfschäden/Infektion
3,51 €
monatlich
Tarifnote
2,8
befriedigend
Prokundo

Prokundo
Easy

  • Auszahlung je Körperteil hoch
  • Kosmetische OP 25.000 €
  • Inkl. Vergiftung
  • Jederzeit kündbar
3,94 €
monatlich
Tarifnote
1,2
sehr gut
Gothaer

Gothaer
Basis XL

  • Auszahlung je Körperteil sehr hoch
  • Kosmetische OP 15.000 €
  • Inkl. Vergiftung/Impfschäden/Infektion
  • Sehr gut für Kleinkinder
  • Top bewertet
  • Unterlagen sofort
3,95 €
monatlich
Tarifnote
3,1
befriedigend
Neodigital

Neodigital
NEO S

  • Auszahlung je Körperteil niedrig
  • Kosmetische OP 10.000 €
  • Inkl. Vergiftung
  • Jederzeit kündbar
  • Unterlagen sofort
  • Geld & Zeit sparen und dabei die Umwelt schützen
4,13 €
monatlich
Tarifnote
1,2
sehr gut
Gothaer

Gothaer
Klassik XL

  • Auszahlung je Körperteil sehr hoch
  • Kosmetische OP 50.000 €
  • Inkl. Vergiftung/Impfschäden/Infektion
  • Sehr gut für Kleinkinder
  • Top bewertet
  • Unterlagen sofort
4,59 €
monatlich
Tarifnote
2,5
gut
CosmosDirekt

CosmosDirekt
Basis

  • Auszahlung je Körperteil hoch
  • Kosmetische OP 15.000 €
  • Inkl. Vergiftung und Infektion
  • Jederzeit kündbar
4,71 €
monatlich
Tarifnote
2,4
gut
Konzept & Marketing

Konzept & Marketing
fine 2.0

  • Auszahlung je Körperteil hoch
  • Kosmetische OP 30.000 €
  • Inkl. Vergiftung/Impfschäden/Infektion
4,86 €
monatlich
Tarifnote
2,4
gut
Neodigital

Neodigital
NEO M

  • Auszahlung je Körperteil hoch
  • Kosmetische OP 20.000 €
  • Inkl. Vergiftung
  • Jederzeit kündbar
  • Unterlagen sofort
  • Geld & Zeit sparen und dabei die Umwelt schützen
4,86 €
monatlich
Tarifnote
1,6
gut
Janitos

Janitos
Balance (Top-Gliedertaxe)

  • Auszahlung je Körperteil sehr hoch
  • Kosmetische OP 75.000 €
  • Inkl. Vergiftung/Impfschäden/Infektion
4,91 €
monatlich
Stand: 21.02.2024

Mit dem CHECK24-Vergleich direkt zur passenden Kinderunfallversicherung

Die Kosten einer Unfallversicherung für Kinder hängen vor allem vom Alter und dem gewünschten Versicherungsumfang ab. Im CHECK24-Vergleich ist eine Unfall­versicherung für ein 10-jähriges Kind mit einer Grundsumme von 75.000 Euro und einer Progression von 350 Prozent bereits ab 2,63 € monatlich erhältlich (inklusive 10 € Krankenhaus­tagegeld, 500 € Unfallrente und 5.000 € Todesfallsumme).

Nutzen auch Sie den CHECK24-Vergleich, um eine günstige Unfallversicherung für den individuellen Absicherungsbedarf Ihres Kindes abzuschließen. Mit unserem Online-Rechner vergleichen Sie 240 verschiedene Tarife – ganz einfach und bequem! Dabei können Sie bis zu 97 Prozent bei den Beiträgen sparen!

 

Persönliche Beratung

Haben Sie noch eine Frage zur Kinderunfallversicherung? Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail – unsere Experten für die Unfallversicherung beraten Sie gerne persönlich.

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