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Gaspreise

Die internationalen Gaspreise und auch die Erdgaspreise sind seit Jahren sehr niedrig. Doch die Verbraucher profitieren nur bedingt von den gesunkenen Einkaufspreisen. Viele Haushalte zahlen zu viel für ihr Gas, insbesondere, wenn sie sich noch in der Grundversorgung befinden. Denn diese ist deutlich höher als andere Gastarife. Es lohnt sich deshalb, Gaspreise zu vergleichen.

Die wichtigsten Informationen zu den Gaspreisen

  • Gaspreise setzen sich aus Ausgaben der Anbieter, staatlichen Abgaben, Steuern und Netzentgelten zusammen
  • Alternative Gastarife sind meist günstiger als die der Grundversorger, da sich deren Tarife an Schwankungen im Energiemarkt anpassen.
  • Mit einem jährlichen Gaswechsel mit CHECK24 können Sie bis zu 750 Euro sparen.

Die Entwicklung der Gaspreise

Seit 2006 können Verbraucher ihren Gasanbieter frei wählen. Nach der Öffnung des Gasmarkts sind zu den Grundversorgern alternative Anbieter hinzugekommen, deren Tarife meist deutlich günstiger sind. Aufgrund des großen Wettbewerbs zwischen den Gasanbietern bemühen sich die Versorger um günstige Tarife – durch einen Gaspreisvergleich können Verbraucher ihre Jahresrechnung reduzieren.

Steigen und Sinken der Gaspreise

Gaspreisentwicklung September 2011 bis September 2018

Gasanbieter sind oftmals an langfristige Lieferverträge gebunden und geben die gesunkenen Gaspreise nur zum Teil an ihre Kunden weiter. Hier lässt sich ein deutlicher Unterschied zwischen Grundversorgern und alternativen Gasanbietern erkennen: Seit 2014 sind die Gaspreise der Alternativanbieter stark gesunken, während es bei den Grundversorgungstarifen nicht zu vergleichbaren Preissenkungen gekommen ist. Der Gaspreis der Grundversorger bewegt sich auf einem deutlich höheren Niveau. Wenn Sie während der Vertragslaufzeit mit einer Preiserhöhung konfrontiert werden, können Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und zu einem günstigeren Gasanbieter wechseln. Falls Sie sich vor Preiserhöhungen schützen wollen, wählen Sie einen Tarif mit Preisgarantie.

Kopplung des Öl- und Gaspreises 

Vor der Liberalisierung des Gasmarktes war der Gaspreis an den Ölpreis gebunden. Diese Kopplung ist in ein paar Fällen weiterhin aufrecht, hat jedoch immer weniger Auswirkungen auf Gastarife für Privatkunden. Heute ist die Ölpreisbindung zu einem großen Teil aufgehoben. Vielmehr bestimmt heute der Spotmarkt die Gaspreise. Und dieser ist derzeit im Umbruch: Das Pipeline-Gas konkurriert auf dem internationalen Gasmarkt mit Flüssiggas. Flüssiggas wiederum drängt immer mehr auf den Markt. Zudem werden vor allem in den USA große Mengen an Erdgas durch die Fracking-Technologie gewonnen. Das große Angebot beeinflusst die Gaspreisentwicklung auf dem internationalen Gasmarkt maßgeblich und bedeutet für Konsumenten günstigere Tarife.

Die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis geht zurück auf die 1960er Jahre. Die Vereinbarung zwischen Gasproduzenten, -versorgern und Gasimporteuren sollte eine Art Garantie darstellen, dass sich die Investitionen in den Ausbau der Pipelines und Förderanlagen auch rentiert, da Gas sich damals noch nicht als Energiequelle etabliert hatte. Aufgrund der Ölpreisbindung erfolgte eine Anpassung der Gaspreise an die Ölpreise im Normalfall mit viertel- oder halbjährlicher Verzögerung. Seit einigen Jahren nimmt die Bedeutung ölpreisgebundener Gaslieferverträge ab. 

Wie entwickeln sich die Gaspreise für Privathaushalte?

Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts ist der jährliche Gasverbrauch um rund elf Prozent gestiegen. Verbraucher mussten 2017 für Gas mehr zahlen als noch 2010. Das haben Berechnungen von CHECK24 ergeben.

  • Gaspreise Gasverbrauch HaushaltDer jährliche Gasverbrauch deutscher Privathaushalte war 2017 knapp elf Prozent höher als 2010: Der Verbrauch stieg von 254 Mrd. auf 281 Mrd. kWh.
  • Der Gaspreis ist nach Berechnungen von CHECK24 gleichzeitig um vier Prozent gesunken.
  • Trotz gesunkener Preise, aufgrund des gestiegenen Verbrauchs, mussten deutsche Privathaushalte 0,96 Mrd. Euro pro Jahr bzw. sechs Prozent mehr für Gas zahlen. Das sind 16,78 Mrd. Euro statt 15,82 Mrd. Euro.
  • Mit Tarifen alternativer Gasanbieter hätten deutsche Privathaushalte Kosten in Höhe von rund 2,24 Mrd. Euro sparen können.

Wie entwickeln sich die Gaspreise zukünftig?

Die zukünftige Entwicklung der Gaspreise hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und ist schwer vorherzusagen. Experten rechnen jedoch auch in den kommenden Jahren mit niedrigen Gaspreisen. In den USA und Australien hält der Fracking-Boom an. Zudem nimmt die Verflüssigung von Erdgas zu. Das derzeit anhaltend große Angebot an Erdgas beeinflusst die Gaspreisentwicklung günstig. Ob und in welcher Höhe die Gasanbieter dies an die Haushalte weitergeben, bleibt abzuwarten. Verbraucher sind auf der sicheren Seite, wenn sie regelmäßig die Gaspreise vergleichen und zu Anbietern wechseln, die sinkende Kosten an ihre Kunden weitergeben.

Heizbedarf und Heizkosten Gas vs. Heizöl

Die Grafik veranschaulicht, dass der Heizbedarf im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Von September 2017 bis Januar 2018 mussten Verbraucher zehn Prozent weniger Energie zum Heizen aufwenden als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Die Heizkosten für eine Famile, die mit Gas heizt, sanken in der aktuellen Heizperiode von 718 Euro auf 646 Euro. Das sind zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Heizkosten von Heizöl- und Gaskunden unterscheiden sich derzeit kaum noch. Heizen mit Gas ist aktuell rund drei Prozent billiger als mit Heizöl. In der Heizperiode 2016/17 zahlten Kunden mit Gasheizung noch sechs Prozent mehr als vergleichbare Haushalte mit Ölheizung.

Gaspreiszusammensetzung

Wie der Strompreis setzt sich auch der Gaspreis aus verschiedenen Bestandteilen zusammen, auf die der Energieanbieter nur zum Teil Einfluss hat. Den größten Anteil am Gaspreis haben die Kosten für Beschaffung und Vertrieb. Dies ist der sogenannte Wettbewerbsanteil, den die Gasanbieter selbst beeinflussen können und aus dem sich auch die Marge für die Versorger ergibt. Ein weiterer Bestandteil sind die Netzentgelte. Diese müssen für die Nutzung der Gasnetze bezahlt werden. Sie variieren von Netzgebiet zu Netzgebiet. Insgesamt sind die Netzentgelte seit 2009 relativ konstant geblieben. Den dritten großen Anteil an den Gaspreisen haben die staatlich veranlassten Preisbestandteile. Hierzu zählt neben Gas- und Mehrwertsteuer die Konzessionsabgabe, die die Netzbetreiber an die Kommunen zahlen müssen. Der Anteil, der den Gasanbietern nicht von Staat und Regulierungsbehörden vorgegeben wird, also die Kosten für Gasbeschaffung, Vertrieb und sonstige Kosten, machen gut die Hälfte des Gaspreises aus. Er unterscheidet sich zum Teil stark zwischen den einzelnen Versorgern, die in einer bestimmten Region Tarife anbieten. Mit einem Gasvergleich können Verbraucher den günstigsten Gasanbieter an ihrem Wohnort finden.

Die Bestandteile des Gaspreises in der Übersicht

Netzentgelt
Die Netznutzungsentgelte oder kurz Netzentgelte sind eine Gebühr, die die Gasversorger an die Netzbetreiber entrichten müssen. Mit dem Netzentgelt werden der Betrieb, die Instandhaltung und der Ausbau der Netze finanziert, durch die das Gas zu den Verbrauchern transportiert wird. Die Höhe der Netzentgelte wird jährlich durch die Bundesnetzagentur festgelegt und variiert von Region zu Region. So sind in ländlichen Versorgungsgebieten die Netznutzungsentgelte oftmals höher als in Städten, in denen die Kosten auf mehrere Abnehmer verteilt werden können.
Abrechnung, Messung, Messstellenbetrieb
Auch für die Messeinrichtung, also den Gaszähler, sowie dessen Betrieb und die Abrechnung fallen Kosten an. Diese machen momentan zwei Prozent des durchschnittlichen Gaspreises aus. Die Höhe der Kosten für Abrechnung, Messung und Messstellenbetrieb werden nicht vom Gasanbieter bestimmt, sondern behördlich festgelegt.
Konzessionsabgabe
Für das Verlegen und den Betrieb von Gasleitungen nutzen die Gasversorger öffentliche Straßen und Wege. Das Recht für die Nutzung erhalten sie von der jeweiligen Stadt oder Kommune. Diese erhalten dafür eine Gebühr von den Gasanbietern, die sogenannte Konzessionsabgabe. Die Höhe der Konzessionsabgabe hängt von der Größe der jeweiligen Kommune sowie von der Verbrauchsart ab, also ob das Gas lediglich für Kochen und Warmwasser oder etwa auch zum Heizen verwendet wird.
Gassteuer
Nach dem Energiesteuergesetz fällt für den Verbrauch von Erdgas als Heizstoff eine Steuer an, die in den Bundeshaushalt fließt. Die Gassteuer wird jedoch nicht direkt beim Verbraucher erhoben, sondern aus verwaltungstechnischen Gründen beim Gasversorger. Dieser wiederum legt die Steuer über den Gaspreis auf den Verbraucher um. Für Haushaltskunden beträgt die Gassteuer 0,55 Cent pro Kilowattstunde.
Mehrwertsteuer / Umsatzsteuer
Für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen müssen Händler die sogenannte Mehrwert- oder Umsatzsteuer an den Staat abführen. Die Belieferung von Verbrauchern mit Erdgas unterliegt dem regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Die Steuer wird auf den Gesamtpreis erhoben, also auch auf den Gassteueranteil.
Energiebeschaffung / Vertrieb
Die Kosten für die Beschaffung von Erdgas und dessen Vertrieb machen den größten Anteil des Gaspreises aus. Zugleich ist es der einzige Preisbestandteil, den die Gasanbieter selbst bestimmen können. Die Gaspreisentwicklung auf dem Markt sorgt in den vergangenen Jahren für günstige Einkaufskonditionen für die Versorger. Da der Anteil für Energiebeschaffung und Vertrieb für die mögliche Gewinnmarge des Versorgers maßgeblich ist, werden bei günstigen Gastarifen für die Verbraucher die Kosten für Energiebeschaffung und Vertrieb deutlich geringer angesetzt als in teuren Tarifen, beispielsweise der Grundversorgung.

 

 

So setzt sich der Gaspreis 2018 zusammen

Wie können Sie Gaspreise vergleichen?

Ein Gasanbieterwechsel kann die Gaskosten deutlich reduzieren. Für einen Gasvergleich geben Sie einfach Postleitzahl und Ihren Jahresverbrauch in den Gasrechner ein. Schon erhalten Sie eine preislich sortierte Übersicht über alle Tarife, die an Ihrem Wohnort verfügbar sind. Beim Gaspreisvergleich können Sparfüchse vor allem mit Boni die Gasrechnung beeinflussen, wenn diese angeboten werden. Üblicherweise gibt es zwei Arten: Den Sofortbonus, den Wechsler bereits wenige Wochen nach Lieferbeginn erhalten. Daneben gibt es einen Neukundenbonus für Wechsler, die zuvor noch nicht vom jeweiligen Gasanbieter beliefert wurden. Beide Boni können erheblich zum Sparpotenzial durch einen Gasanbieterwechsel beitragen. Dazu müssen Sie einfach darauf achten, dass der Vergleichsrechner Boni zulässt. Wer lieber Gastarife ohne Boni wünscht, eine besonders lange Preisgarantie präferiert oder noch weitere Suchkriterien des Vergleichsrechners verändern möchte: Sie können die Voreinstellungen im Gasvergleich mit nur wenigen Klicks Ihren individuellen Wünschen anpassen und sich die entsprechenden Tarife angezeigen lassen.

Haben Sie sich nach dem Gaspreisvergleich für einen Wunschanbieter entschieden, kann der Wechselantrag direkt online ausgefüllt und abgeschickt werden. Bei der Suche nach dem richtigen Gasanbieter kann man sich auch an Kundenbewertungen orientieren.

Ökogaspreise vergleichen

Natürlich ist es auch möglich, die Suche auf klimafreundliches Ökogas zu beschränken. Das Angebot an Ökogastarifen wächst stetig. Hier muss zwischen Biogas und sogenannten Klimatarifen unterschieden werden. Während ersteres zu einem Teil oder komplett aus Biomasse gewonnen wird, erhält man bei einem Klimagastarif herkömmliches Erdgas. Der Gasanbieter gleicht jedoch den CO2-Ausstoß an anderer Stelle aus, indem er beispielsweise für jede verbrauchte Kilowattstunde seiner Kunden Klimaschutzprojekte unterstützt. Viele Versorger bieten mittlerweile Ökogas an, das nicht teurer ist als herkömmliche Gastarife.

Die Vorteile des TÜV-geprüften Gasvergleichs

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Tarifvergleich und der Anbieterwechsel vollzogen.

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Priorität hat.

Eine Beispielrechnung

Auf der letzten Gasrechnung steht ein Jahresverbrauch von 360 m³, der Brennwert der Heizung beträgt 8,0 und die Zustandszahl 0,95. Diese Zahlen geben Sie in den Rechner ein. Der vom Gasverbrauchsrechner ermittelte Gasverbrauch pro Jahr beträgt dann 2.736,00 Kilowattstunden pro Jahr.

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Gasverbrauch pro Jahr:
Gasverbrauch Ø pro Tag:
Kosten pro Jahr (bei Ø 5,9 Cent/kWh):
Aktuelle Auszeichnungen

Testsieger EnergievergleichsportaleTestsieger Energievergleichsportale
Im aktuellen Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien hat der Strom- und Gasvergleich von CHECK24 bereits zum zweiten Mal den ersten Platz belegt. In den Teilkategorien Nutzerfreundlichkeit und Transparenz erreichte CHECK24 hierbei jeweils den Testsieg der untersuchten Vergleichsportale. Zudem wurden die Preise für Strom und Gas mit "sehr gut" bewertet.
 

Bestes Vergleichsportal 2018Bestes Vergleichsportal 2018
In einer Kundenbefragung des Statistik-Portals Statista und TESTBILD hat CHECK24 in allen der abgefragten Kriterien „Benutzerfreundlichkeit“, „Beratung“, „Einsparpotenzial“ sowie „Anbieterauswahl“ für Strom & Gas den ersten Platz belegt. 

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