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Teilnahmebedingungen

Energieeffizient bauen und sanieren

05.08.2019

Energieexperten aus Politik und Wirtschaft haben berechnet, dass Hausbesitzer bis zum Jahr 2020 allein durch die energetische Gebäudesanierung rund 500 Euro sparen könnten. Wir zeigen Ihnen, welche Fördermaßnahmen es für energieeffizientes Bauen und Sanieren gibt. Zudem geben wir Tipps rund um die Themen Dämmung, Energieausweis und Energieberatung.

Die gesetzliche Grundlage: Die EnEV

Die deutsche Energiesparverordnung (EnEV) legt den zulässigen Energiebedarf von Gebäuden fest. Sie enthält gesetzliche Vorgaben zu Wärmedämmung, Heizung und andere Anlagetechniken. Beispielsweise müssen Öl- oder Gasheizungen, die vor 1978 eingebaut wurden, ausgetauscht werden. Auch Heizungs- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen sowie frei zugängliche Dachgeschoße müssen verpflichtend gedämmt werden. Wer gegen die Verordnung verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

 

Der Energieausweis

Der Energieausweis gibt Auskunft über den energetischen Zustand eines Hauses und ist inzwischen Pflicht für Vermieter. Es gibt zwei Arten: den Bedarfsausweis und den Verbrauchsausweis. Der Bedarfsausweis gibt Auskunft über den Energiebedarf eines Gebäudes. Dabei werden die physikalischen Eigenschaften unter standardisierten Rahmenbedingungen berechnet. Ein Bedarfsausweis kostet zwischen 400 und 500 Euro. Dagegen ist der Verbrauchsausweis bereits für 50 bis 100 Euro erhältlich.

Wer braucht welchen Energieausweis?

Bedarfsausweis:

Kosten: 400 € bis 500 €

Gilt für:

  • Neubauten gebaut nach dem Jahr 2008
  • Stromanbieter
  • Altbauten mit weniger als fünf Wohnungen ohne Wärmeschutzverordnungsstandard von 1977

Verbrauchsausweis:

Kosten: 60 € bis 100 €

Gilt für:

  • Altbauten mit weniger als fünf Wohnungen, die dem Wärmeschutzverordnungsstandard von 1977 entsprechen
  • Altbauten mit mindestens fünf Wohnungen

Förderungen für energetisches Bauen und Sanieren
 

KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine Förderbank. Verbraucher können bei der KfW Kredite für energetisches Bauen und Sanieren beantragen. Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme für Alt-und Neubauten an. Neben Komplettsanierungen können auch Einzelmaßnahmen wie energiesparende Fenster oder Dämmungen gefördert werden, die miteinander kombinierbar sind. Die KfW gewährt Kredite und Tilgungszuschüsse. Wer sein Haus aus eigenen Mitteln finanziert, kann direkte Zuschüsse beantragen, die nicht zurückbezahlt werden müssen.

Wichtig ist, dass der Kredit vor Sanierungsbeginn beantragt werden muss. Eine rückwirkende Förderung ist nicht möglich. Wer sich für KfW-Kredite interessiert, sollte zum Finanzberater seiner Bank gehen. Dieser prüft, ob eine KfW-Förderung möglich ist und leitet den Antrag anschließend an die KfW weiter. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Banken als Kooperationspartner infrage kommen.

Was ist ein KfW-Effizienzhaus?

Für Altbauten hat die KfW verschiedene Energie-Standards entwickelt: die KfW-Effizienzhäuser. Die Effizienzhäuser werden mit Zahlen gekennzeichnet, die die Prozentwerte der Energieeffizienz angeben. Ein KfW-Effizienzhaus 55 beispielsweise unterschreitet die EnEv-Vorgaben für den Primärenergiebedarf eines Neubaus um 45 Prozent. Somit stellt die KfW höhere Ansprüche an die Energieeffizienz von Häusern als die Energieeinsparverordnung. Je niedriger die Kennzahl, desto höher ist die KfW-Förderung. Die höchste Förderung erhält ein KfW-Effizienzhaus 55. Verbraucher erhalten hier einen Tilgungszuschuss von 2.500 Euro, das heißt sie müssen von ihrem KfW-Kredit bis zu 2.500 Euro weniger zurückzahlen.

BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist eine Bundesbehörde. Das BAFA bezuschusst unter anderem den Einbau von Biomasse-Heizungen, Solarthermie oder Wärmepumpen bei Alt- und Neubauten. Auch Energieberatungen können von dem Bundesamt gefördert werden. Die Förderanträge können bis spätestens sechs Monate nach Inbetriebnahme gestellt werden. Im Gegensatz zur KfW müssen die Förderanträge nicht über einen Bankberater abgewickelt werden, sondern können direkt beim Bundesamt beantragt werden. Während es sich bei der KfW um Kredite und Tilgungszuschüsse handelt, werden die Fördergelder der BAFA direkt ausbezahlt und müssen nicht zurückgezahlt werden. Zur BAFA-Förderung können Ergänzungskredite der KfW beantragt werden.

Energieeffizient bauen und sanieren: Erste Schritte


Die Energieberatung

Wer sein Haus energieeffizient sanieren will oder einen Energieausweis benötigt, sollte einen Energieberater aufsuchen. Verschiedene Stellen bieten eine Energieberatung an. Ein Energieberater untersucht das Wohnobjekt und stellt dabei Kennzahlen wie etwa den Jahres-Primärenergiebedarf auf. Er misst die Energieeffizienz des Gebäudes und schlägt anschließend Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung vor. Zudem wird ermittelt, ob Einbauten wie Solarthermie, Photovoltaik oder Mini-Blockheizkraftwerke sinnvoll sind. Bei einer Energieberatung gibt es unterschiedliche Leistungspakete. Der Preis bemisst sich nach dem Beratungsumfang und der Größe des Hauses. Bei einem Einfamilienhaus beläuft sich der Preis im Schnitt zwischen 550 und 800 Euro. Für Mehrfamilienhäuser muss mit Kosten ab 1.000 Euro gerechnet werden.

Was macht ein Energieberater?

Aufgaben:

  • Erstellt Energiediagnose
  • Ermittelt Primärenergiebedarf
  • Erstellt Energieausweis
  • Erstellt Sanierungskonzept
  • Muss Beleg ausstellen, dass EnEV-Angaben eingehalten werden

Anlaufstellen:

  • Bauplanungsbüros
  • Verbraucherzentralen
  • Stromanbieter
  • Energieagenturen

Wichtige Begriffe für energetisches Bauen und Sanieren

Primärenergiebedarf

Unter anderem ermittelt der Energieberater den jährlichen Primärenergiebedarf eines Gebäudes. Der Primärenergiebedarf beinhaltet sowohl den Endenergiebedarf (= jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasser) als auch die Energie, die zur Gewinnung von Brennstoffen wie Öl, Gas oder Holz benötigt wird. Auch die Umweltauswirkungen der einzelnen Energieträger werden hierfür berücksichtigt. Dabei haben regenerative Brennstoffe wie etwa Holzpellets eine bessere Ökobilanz als beispielsweise Erdgas. So kann es sein, dass ein Altbau mit schlechter Dämmung und einer Holzheizung beim Primärenergiebedarf besser davonkommt als ein gut gedämmtes Haus mit einer Gasheizung. Dennoch dient Verbrauchern der Endenergiebedarf als bessere Orientierung, wenn es um die jährlichen Kosten geht. Bei den Bedarfsangaben handelt es sich lediglich um Richtwerte, die vom tatsächlichen Energieverbrauch abweichen können. Um sich von der KfW fördern zu lassen, muss der Primärenergiebedarf ermittelt werden. Für die KfW-Effizienzhäuser werden unterschiedlich hohe Bedarfsmengen verlangt.

Thermografie

Viele Verbraucher kennen die bunten Infrarotaufnahmen von Häusern, aber was genau dahinter steckt, wissen die wenigsten. Anhand von Wärmebildkameras kann man sehen, wo das Gebäude am meisten Wärme verliert. Die Oberflächentemperaturen werden farblich dargestellt. Die Farbskala reicht von blau, grün, gelb bis rot. Rot deutet hierbei auf Wärmeverlust hin und gelb signalisiert, dass die Dämmung ausbaufähig ist. Grüne oder blaue Flächen hingegen zeigen einen guten Dämmzustand an. Meistens sind vor allem Fenster und Türen tiefrot, was auf schlecht isolierte Fenster- und Türrahmen hinweist. Aber nicht nur Wärmeverluste, sondern auch Feuchtigkeit und Bauschäden können durch das Verfahren sichtbar gemacht werden.

Eine Wärmebildkamera ist in etwa so groß wie eine normale Videokamera. Sie kann Gebäudetemperaturen messen, ohne die Oberflächen zu berühren. Am besten gelingen die Bildaufnahmen im Winter. Denn um die Wärmeabstrahlung des Gebäudes sicher zu erfassen, muss zwischen Innenraum und Außenluft ein Temperaturunterschied von mindestens 15 Grad bestehen. Bei Niederschlag oder Nebel kann die Messung nicht durchgeführt werden. Zudem dürfen die Außenwände nicht noch von der Sonne aufgewärmt sein. Vor einer Messung sollte das Haus gleichmäßig beheizt werden und die Fenster müssen mindestens eine Stunde zuvor geschlossen worden sein. Auch während der Thermografie müssen alle Fenster und Türen geschlossen bleiben. Grundsätzlich sollten die Aufnahmen sowohl außen als auch innen stattfinden. Nur so können Wärmeverluste und Ursachen für Schimmelbildung eindeutig identifiziert werden. Manche Thermografen bieten Messungen aus der Luft an, diese sind aber für glasierte Ziegel oder hinterlüftete Fassaden nicht geeignet. Es empfiehlt sich, die Thermografie im Rahmen einer Energieberatung durchzuführen und diese von der BAFA fördern zu lassen. Pro Wärmebild erhalten Hausbesitzer 25 Euro Zuschuss, maximal sind insgesamt 100 Euro Förderung für die Messung möglich. Da es mittlerweile auch viele unseriöse Angebote für Thermografieverfahren gibt, sollten Verbraucher auf ein paar Dinge achten:

Thermografie-Checkliste

  • Achten Sie auf die Qualifizierung des Thermografen (Liste beim Bundesverband für angewandte Thermografie
  • Verbinden Sie die Messung mit einer BAFA-geförderten Energieberatung
  • Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt: Winter, trocken, kein Wind; Temperaturunterschied zwischen innen und außen mindestens 15°C
  • Rechnen Sie mit einem Zeitaufwand von ungefähr zwei Stunden
  • Muss Beleg ausstellen, dass EnEV-Angaben eingehalten werden
  • Heizen Sie alle Räume ausreichend vor dem Messtermin
  • Halten Sie Baupläne und Baubeschreibungen für eventuelle Rückfragen bereit
  • Die anschließende Auswertung sollte alle Daten wie Temperatur, Witterung und so weiter enthalten
  • Die Auswertung muss auch für Laien verständlich sein
  • Der Bericht sollte mit Sanierungsempfehlungen abschließen
Wärmedurchgangskoeffizient oder U-Wert

Wer sein Haus dämmen möchte, kommt am Wärmedurchgangskoeffizienten oder U-Wert nicht vorbei. Mit dem U-Wert lässt sich messen, wie viel Wärme ein Mauerwerk, ein Dach oder ein anderes Bauteil durchlässt. Angegeben wird der U-Wert in Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Die Formel ist dementsprechend: W/(m²∙K). Je höher der Wärmedurchgangskoeffizient, desto schlechter ist die Dämmeigenschaft des jeweiligen Materials. Im Umkehrschluss bedeutet dies, je niedriger der U-Wert ist, desto besser ist die Dämmung.

Um den U-Wert eines Bauteils zu bestimmen, werden die Außen- und Innentemperatur und die Oberflächentemperatur des Gebäudeteils benötigt. Ein Temperaturunterschied von 15 Grad zwischen innen und außen ist dabei ideal. Für Außenwände und Dächer gibt die Energieeinsparverordnung einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²∙K) vor. Verbraucher dürfen diesen Wert also nach der Sanierung nicht überschreiten. Mittlerweile gibt es zwar Online- Rechner, um den U-Wert zu berechnen, dennoch sollten die Berechnungen von einem Fachmann durchgeführt werden. Auch hier empfiehlt es sich, den Energieberater zurate zu ziehen.

Die Dämmung

Die richtige Dämmung ist und bleibt das A und O einer energieeffizienten Sanierung. Es gibt verschiedene Arten der Dämmung und verschiedene Dämmstoffe. Nicht jedes Dämmmaterial passt zu jedem Gebäude. Bevor ein Haus saniert wird, sollte ein Energieberater die passende Dämmart und die geeigneten Materialen bestimmen. Um ein Gebäude energieeffizienter zu machen, müssen nicht alle Teile des Gebäudes gleichzeitig gedämmt werden. Schon eine Dachdämmung alleine kann helfen, Heizkosten zu sparen: Denn über ein unzureichend gedämmtes Dach gehen bis zu 30 Prozent der Heizwärme verloren.

Dämmmaterialien

Grundsätzlich kann zwischen Dämmstoffen aus synthetischen und aus nachwachsenden Rohstoffen unterschieden werden. In welcher Form der Dämmstoff verwendet werden soll, hängt vom Einsatzort ab. Um Hohlschichten zu dämmen, eignen sich etwa Einblasstoffe wie Zelluloseflocken am besten. Kellerdecken und Außenwände werden üblicherweise mit Dämmplatten isoliert. In feuchten Räumen, zum Bespiel im Keller, sollten synthetische Materialien verwendet werden, da sie besonders feuchtigkeitsabweisend sind. So kann Schimmelbildung vermieden werden. Dämmwolle sollte hier nicht verbaut werden, da sie Dämmstoffe eher dazu neigt, Feuchtigkeit zu ziehen.

Synthetische Dämmstoffe:

  • Calziumsilikat
  • Mineralwolle
  • Polystyrolschaum
  • Zelluloseflocken

Ökologische Dämmstoffe:

  • Holzwolle
  • Zellulosefasern
  • Hanf
  • Flachs
  • Schafwolle

Dämmmethoden

1. Fassadendämmung

Die drei häufigsten Methoden der Fassadendämmung sind

  • das Wärmeverbundsystem (WDVS)
  • die Kerndämmung
  • und die hinterlüftete Vorhangfassade.

Für Putz- oder Ziegelfassaden eignen sich Wärmedämmverbundsysteme am besten. Diese bestehen meist aus Mineralfasern oder Hartschaum und werden direkt auf die Mauer geklebt und mit Dübeln befestigt.

Bei einem Hohlschichtmauerwerk befindet sich zwischen Innenwand und Außenmauer ein Hohlraum. Hier wird die sogenannte Kerndämmung angewendet. Der Dämmstoff wird zwischen die beiden Wände eingebracht. Dafür eignen sich Einblasdämmstoffe wie Zelluloseflocken oder Steinwollegranulat am besten. Die losen Baustoffteilchen werden durch einen Schlauch in den Hohlraum geblasen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass lediglich ein paar kleine Löcher in die Wand gebohrt werden müssen und kein Gerüst benötigt wird. Bei der Vorhangfassade wird auf die Außenwand eine zweite Fassade montiert. Die Dämmung wird zwischen die Außenmauer und die vorgehängte Fassade eingebracht. Zwischen dem Dämmmaterial und der vorgehängten Fassade muss ein Spalt frei bleiben, damit die Luft zirkulieren kann. Bei dieser Art der Dämmung ist die Fassade gut vor Witterungseinflüssen geschützt. Die Vorhangfassade benötigt jedoch bei gleicher Dämmstoffdicke mehr Platz als ein Wärmeverbundsystem.

2. Dachdämmung

Bei der Dachdämmung kommt es auf die Art des Daches an. Bei einem Spitzdach kann entweder das Dach selbst oder die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist seit Januar 2012 von der EnEV vorgeschrieben. Die gängigsten Methoden der Dachdämmung sind die Zwischensparrendämmung, die Aufsparrendämmung und die Geschoßdeckendämmung.

Im folgenden Video von energieheld werden die drei häufigsten Methoden der Dachdämmung erklärt. Zudem werden Kosten und Fördermöglichkeiten aufgezeigt:

3. Kellerdämmung

Über einen ungedämmten Keller gehen durchschnittlich fünf bis zehn Prozent Heizenergie verloren. Eine Kellerdämmung kann die Energieverluste um mehr als fünf Prozent reduzieren. Auch hier gibt es verschiedene Dämmmethoden. Soll der Keller beheizt oder sogar bewohnt werden, empfiehlt es sich, Wände und Boden zu dämmen. Wenn die Kellerräume nicht beheizt werden, reicht eine Kellerdeckendämmung. Bei diesem Verfahren werden Dämmstoffplatten von unten an die Kellerdecke geklebt.

Wird der Keller als Wohnraum genutzt, muss meist die Aufbodendämmung vorgenommen werden. Hier wird eine zusätzliche Dämmschicht über dem Keller aufgetragen, was zur Folge hat, dass Türen, Durchgangshöhen und Treppenstufen angepasst werden müssen. Um die Außenwände des Kellers nachträglich zu dämmen, muss die sogenannte Perimeterdämmung angewendet werden. Hierbei müssen die Kellerwände bis zum Fundament freigelegt werden. Diese Maßnahme ist sehr kostspielig, da spezielle verrottungsresistente Dämmstoffe benötigt werden, die der Feuchtigkeit und dem Erddruck standhalten.

Fragen zur Dämmung

Steigt bei gedämmten Häusern die Gefahr für Schimmelbildung?

Viele Verbraucher befürchten, dass durch eine Dämmung die Luft nicht mehr ausreichend zirkuliert und sich dadurch zwangsläufig Schimmel bildet. Aber das entspricht nicht der Wahrheit, denn Schimmel ist besonders in nicht gedämmten Wohnhäusern vorzufinden. Der Grund: Durch schlechte Wärmedämmung sind Raumwände häufig sehr kalt, dadurch schlägt sich Feuchtigkeit nieder und Schimmel entsteht. Besonders in Ecken und an verstellten Außenwänden sammelt sich das kondensierte Wasser.

Die Schimmelgefahr steigt, wenn die Fenster erneuert werden, die Wände aber ungedämmt bleiben. Denn die neuen Fensterdichtungen lassen kaum Luftaustausch zu. So kann feuchte Luft nicht mehr entweichen und Schimmel setzt sich in den Fensternischen fest. Wer also neue Fenster bekommt, das Haus aber nicht gedämmt wird, muss deutlich öfter lüften als zuvor. Deshalb empfehlen Energieberater üblicherweise eine Kombination von Wärmedämmung und Fenstertausch, wenn es der finanzielle Rahmen zulässt. Null-Energie-Häuser oder Passivhäuser sind in der Regel so gut isoliert, dass kein Luftaustausch mehr durch Gebäuderitzen oder andere Schwachstellen stattfindet. Deshalb werden hier Lüftungsanlagen eingebaut, um die feuchte Luft aus dem Gebäude zu transportieren.

Stimmt es, dass Dämmung zu Algenwachstum an der Fassade führt?

Auch die Algenbildung wird oft als Problem bei Dämmmaßnahmen genannt. Durch eine gute Dämmung dringt kaum mehr warme Raumluft nach außen. Deshalb sind Fassaden im Winter sehr kalt und stärker von feuchter Witterung betroffen. So bilden sich bei Außenwänden, die wenig Sonne abbekommen und lange feucht bleiben, häufig Algen. Es entstehen unschöne grüne Rückstände an Häuserfassaden. Da Algen weder die Bausubstanz angreifen noch gesundheitsschädlich sind, stören sie jedoch nur das ästhetische Bild.

Vermeiden lässt sich die Algenbildung durch möglichst glatte Außenwände und ausreichend Dachüberstand. Ein bisschen grüner Schimmer auf der Fassade sollte aber niemanden davon abhalten, sein Haus zu dämmen und damit Kohlendioxid und Geld einzusparen.

Besteht bei gedämmten Gebäuden erhöhte Brandgefahr?

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass gut gedämmte Häuser schneller brennen. Dies liegt an dem häufig verwendeten Dämmmaterial Polystyrol. Schaumpolystyrol ist nichts anderes als Styropor und brennt tatsächlich sehr leicht. Wichtig ist, dass die Dämmung sachgemäß ausgeführt wird. Dann wird das Styropor mit nicht brennbaren Mineralfasern verkleidet, um die schnelle Ausbreitung von Feuer zu verhindern. Eine Putzschicht schützt die Dämmung zusätzlich vor den Flammen. In dieser Kombination ist die Fassade nur schwer entflammbar. Verbraucher, die dennoch Bedenken haben, sollten auf schwerer entzündliche Dämmmaterialen wie zum Beispiel Mineralwolle zurückgreifen.

Von den kursierenden Vorurteilen sollten sich Verbraucher nicht abschrecken lassen, denn letztlich überwiegen bei einer Dämmung die Vorteile. So verringert eine gute Dachdämmung nicht nur die Heizkosten, sondern sorgt auch im Sommer für angenehme Temperaturen, da sie nicht nur gegen Kälte sondern auch vor Hitze schützt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Dämmung ist, dass sie auch den Schallschutz verbessert. Zudem steigert sie wie jede andere Sanierungsmaßnahme auch den Wert der Immobilie.

Welche Vorteile hat eine Dämmung?

Von den kursierenden Vorurteilen sollten sich Verbraucher nicht abschrecken lassen, denn letztlich überwiegen bei einer Dämmung die Vorteile. So verringert eine gute Dachdämmung nicht nur die Heizkosten, sondern sorgt auch im Sommer für angenehme Temperaturen, da sie nicht nur gegen Kälte sondern auch vor Hitze schützt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Dämmung ist, dass sie auch den Schallschutz verbessert. Zudem steigert sie wie jede andere Sanierungsmaßnahme auch den Wert der Immobilie.

Vorteile einer Dämmung:

  • Kälte- und Hitzeschutz
  • Verringerung der Heizkosten
  • Schallschutz
  • Wertsteigerung der Immobilie

Wer über die Dämmung hinaus sein Zuhause klimafreundlicher machen möchte, kann beispielsweise eine Solarthermie-Anlage installieren, sein Haus mit einem Mini-Blockheizkraftwerk ausstatten oder in ein Passivhaus umwandeln. Mehr Informationen erhalten Sie in unseren Ratgebern Solarthermie und Blockheizkraftwerk & Passivhaus.

Download: Fördermittel klimafreundlich bauen und sanieren


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