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Photovoltaik

Was ist Photovoltaik und wie wird die Technologie genutzt? Was muss ich als Betreiber einer Solaranlage beachten? Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Photovoltaik beantworten wir in unserem Ratgeber.

Was ist Photovoltaik?

Unter Photovoltaik versteht man die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Photovoltaik wird bereits seit 1958 in der Raumfahrt eingesetzt. Mittlerweile wird Photovoltaik weltweit genutzt, um nachhaltigen Strom zu gewinnen. Solarenergie gehört zu den erneuerbaren Energien. Bis Ende 2017 wurden weltweit Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 400 Gigawatt installiert. Dabei sticht China mit einer installierten Leistung von 131 Gigawatt als Spitzenreiter heraus. Laut der Internationalen Energie Agentur (IEA) wird die global installierte Leistung der Photovoltaikanlagen in vier Jahren mehr als doppelt so hoch sein wie die weltweite Kernkraftleistung.

Das Wichtigste zuerst

  1. Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen.
  2. Rund sechs Prozent des erzeugten Stroms in Deutschland stammen aus Photovoltaikanlagen.
  3. Die Kosten für eine Komplettanlage werden immer günstiger. Eine Photovoltaikanlage ist bereits ab 5.400 Euro erhältlich.
  4. Die im EEG festgelegte Einspeisevergütung pro Kilowattstunde wird immer geringer. Aktuell liegt sie bei 12,20 Cent pro kWh.
  5. Eine PV-Anlage lohnt sich für den Eigenverbrauch.
  6. Wer den Solarstrom hauptsächlich selbst verbraucht, sollte einen Stromspeicher installieren.

Photovoltaik in Deutschland

Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung in DeutschlandDeutschlandweit sind rund 1,5 Millionen Photovoltaikanlagen installiert. Im Jahr 2017 wurden rund sechs Prozent des Bruttostroms in Deutschland in Photovoltaikanlagen erzeugt. Der Solarstrom stammt dabei sowohl aus gewerblich genutzten Solarparks, als auch aus privaten Anlagen auf Hausdächern. Von 2002 bis 2013 wuchs der Zubau von Solaranlagen an und somit wurde auch immer mehr Solarstrom ins Stromnetz eingespeist. Grund dafür waren die hohen staatlichen Vergütungssätze, die im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt sind. Das EEG wurde eingeführt, um den Ausbau von Ökostrom zu fördern. Das Gesetz wurde bisher bereits sieben Mal erneuert und mit jeder Neuerung sank unter anderem die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen. Aufgrund der sinkenden Vergütungssätze wurde der Solarboom, der bis 2013 anhielt, eingedämmt. Trotzdem wuchs die Menge an eingespeistem Solarstrom von 2013 auf 2017 um rund 24,5 Prozent an.

Eigenverbrauch

Wer seine Photovoltaikanlage bereits zwischen dem 01.01.2009 und 31.03.2012 in Betrieb genommen hat, erhält nicht nur für den eingespeisten Strom eine Einspeisevergütung, sondern auch für den selbst verbrauchten Strom.

Seit 01.04.2012 gelten neue Regelungen für den Eigenverbrauch. Wer heute eine Photovoltaikanlage in Betrieb nimmt, erhält für den selbst verbrauchten Strom keine Einspeisevergütung mehr, dennoch lohnt sich der Eigenverbrauch für Anlagenbetreiber. Der selbst erzeugte Strom ist nämlich viel billiger als der Strom aus dem Netz. Wer selbst Strom erzeugt und ihn direkt im eigenen Haushalt verbraucht, schützt sich zudem vor steigenden Strompreisen. Mit selbst erzeugtem Solarstrom sparen Verbraucher Geld und schonen die Umwelt. Je mehr Solaranlagen auf privaten Dächern gebaut werden, desto weniger müssen neue Stromtrassen gebaut werden.

Muss ich für den Eigenverbrauch die EEG-Umlage zahlen?

Je nach Anlagengröße müssen Verbraucher seit 01.01.2015 auch auf selbst verbrauchten Strom die EEG-Umlage bezahlen.
Für eine Photovoltaikanlage, die größer als 10 kWp ist, muss die EEG-Umlage bezahlt werden. Da die meisten Anlagen auf Einfamilienhäusern unter einer Leistung von 10 kWp liegen, sind sie von der EEG-Umlage befreit.

Komponenten einer Photovoltaikanlage

Eine Komplettanlage besteht aus folgenden Komponenten:

  • Solarmodule – erzeugen aus Sonnenenergie Gleichstrom.
  • Wechselrichter – wandeln den Gleichstrom in Wechselstrom um.
  • Einspeisezähler – misst den Strom, der in das Stromnetz fließt.
  • Eigenverbrauchszähler – misst den Strom, der für den Haushalt genutzt wird.
  • Kabel und Montagegestell – zur Anbringung der Module.
  • Stromspeicher (optional) – speichert den erzeugten Solarstrom.

Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage?

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage werden immer günstiger. Eine komplette Solaranlage kostet für ein kleines Dach (25 qm) etwa 5.400 Euro. Der tatsächliche Preis hängt von unterschiedlichen Preisfaktoren ab. Die Montagekosten hängen von der Dachform und von der Dacheindeckung ab. Zudem ist entscheidend, wie gut das Dach zugänglich ist. Ist es schwer zugänglich, muss ein Gerüst aufgestellt werden, dadurch entstehen zusätzliche Kosten. Die Preise für die Solarmodule und Wechselrichter variieren je nach Firmenmarke. Natürlich erhebt auch jeder Fachbetrieb für die Installation unterschiedlich hohe Preise. Hier gibt es große regionale Unterschiede. Viele Firmen bieten spezielle Photovoltaik-Rechner an, um die genauen Kosten zu ermitteln.

Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?

DachgrößeKosten pro qmKosten für Solaranlage
Kleines Dach (25 qm)ca. 216 Euroca. 5.400 Euro
Mittleres Dach (50 qm)ca. 180 Euroca. 9.000 Euro
Großes Dach (72 qm)ca. 172 Euroca. 12.900 Euro

Einspeisevergütung für Photovoltaik

Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert. Verbraucher erhalten einen Vergütungssatz für jede Kilowattstunde, die sie in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Die Vergütung ist abhängig von der Anlagengröße, dem Jahr der Inbetriebnahme und dem Installationsort. Üblicherweise gelten die Vergütungssätze ab Inbetriebnahme 20 Jahre lang. Auch wenn die Einspeisevergütung von Jahr zu Jahr sinkt, erhalten Betreiber 20 Jahre denselben festen Vergütungssatz, nämlich den, der zur Zeit der Inbetriebnahme galt.

Die Anschaffungskosten für eine Solaranlage sind in den letzten Jahren zwar immer günstiger geworden, die Vergütungssätze sind jedoch gesunken. Die Einspeisevergütung für eine Photovoltaikanlage mit bis zu 30 kWp Leistung sank von rund 57,4 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2004 auf 12,2 Cent/kWh im Jahr 2018. Deshalb lohnt es sich für Anlagenbetreiber den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen.

Aktuelle Vergütungssätze

Inbetriebnahmebis 10 kWpbis 40 kWpbis 100 kWp
01.10.201811,83 Cent/kWh11,50 Cent/kWh10,28 Cent/kWh
01.11.201811,71 Cent/kWh11,38 Cent/kWh10,17 Cent/kWh
01.12.201811,59 Cent/kWh11,27 Cent/kWh10,07 Cent/kWh
01.01.201911,47 Cent/kWh11,15 Cent/kWh9,96 Cent/kWh

Photovoltaik: Möglichkeiten der Förderung

Zusätzlich zu den staatlichen Vergütungssätzen, können Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) günstige Darlehen für den Anlagenbau beantragen. Einige Gemeinden bieten zudem regionale Fördermöglichkeiten für ihre Bürger. Fragen Sie am besten im Bürgerbüro Ihrer Gemeinde nach möglichen Zuschüssen.

Wichtig
Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, Ihre Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur anzumelden.

Kann ich die Kosten für eine PV-Anlage von der Steuer absetzen?

Anlagenbetreiber, die Strom nur für den Eigenverbrauch erzeugen, können alle Ausgaben, die durch den Betrieb der Photovoltaikanlage entstehen, als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Unter die Werbungskosten fallen die Anschaffungskosten, die laufenden Betriebskosten, Kosten für Wartung, Reparatur, Finanzierung und Versicherung.

Welches Steuermodell – Kleinunternehmer oder Vorsteuerabzug?

Wer eine Photovoltaikanlage betreibt und den Strom ins öffentliche Netz einspeist, gilt als Unternehmer, da der Strom an Dritte verkauft wird. Sobald Betreiber Gewinn erwirtschaften, müssen sie Einkommensteuer abführen. Wer sich als Kleinunternehmer anmeldet, muss weder Umsatzsteuer auf selbst verbrauchten noch auf eingespeisten Strom bezahlen. Kleinunternehmer erhalten die Mehrwertsteuer, die beim Anlagenkauf erhoben wird, nicht zurück. Unternehmer, die den Vorsteuerabzug nutzen, erhalten zwar die Mehrwertsteuer zurück, müssen aber die Mehrwertsteuer auf den übers Jahr erzeugten Strom abführen. Beide Steuermodelle haben ihre Vor- und Nachteile. Informieren Sie sich am besten bei einem Steuerberater, welches Modell für Sie passend ist.

Reinigung der Photovoltaikanlage

Obwohl die Solarmodule zum Teil auf natürlicher Weise von Regen und Schnee gereinigt werden, reichen Regengüsse nicht aus, um hartnäckige Verschmutzungen zu entfernen. Sie können spezielle Reinigungsunternehmen beauftragen oder die Reinigung selbst übernehmen. Sie sollten die Reinigung der Module nur selbst übernehmen, wenn Ihre Photovoltaik-Anlage gut erreichbar ist. Ist ein Gerüst notwendig und die Absturzgefahr hoch, empfiehlt es sich einen professionellen Reinigungsdienst zu beauftragen.

Wenn Sie die Photovoltaik-Anlage selbst reinigen möchten, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Verwenden Sie niemals Hochdruckreiniger, da sie die empfindlichen Glasbestandteile Ihre Anlage zerstören könnten.
  • Benutzen Sie sanfte Reinigungsmittel – vermeiden Sie säurehaltige oder ätzende Inhaltsstoffe.
  • Verwenden Sie möglichst kalkarmes Wasser, um Schlieren und Kalkstreifen zu vermeiden.
  • Benutzen Sie weiche Schwämme oder Bürsten, vermeiden Sie Stahlwolle oder harte Bürsten, damit die Oberflächen nicht zerkratzt werden.

Photovoltaik-Versicherung

Eine separate PV-Versicherung lohnt sich vor allem für Großanlagen, die gewerblich genutzt werden. Sie sollte alle Schäden abdecken, die bei einer Solaranlage entstehen können. Grundlage für eine Photovoltaik-Versicherung ist eine sogenannte Elektronikversicherung. Der Versicherungsschutz sollte sehr umfangreich sein und alle Sachschäden durch Kurzschluss, Brand, Wasser, Vorsatz Dritter, sowie Konstruktions- oder Materialfehler und Schäden durch Naturereignisse (Sturm etc.) beinhalten. Optional können Sie sich noch gegen Diebstahl absichern.

Wohngebäudeversicherung oder Haftpflichtversicherung

Photovoltaikanlagen auf dem Hausdach können in eine bestehende Gebäudeversicherung integriert werden. Hier werden Schäden durch Sturm, Hagel, Feuer und Blitzschlag abgedeckt. Normalerweise ist die Aufnahme in eine bestehende Versicherung nicht teuer. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie Ihre PV-Anlage in Ihre Haftpflichtversicherung aufnehmen. Für den Fall, dass ein Passant von einem herabfallenden Solarmodul verletzt wird, greift die Haftpflicht. Klären Sie mit Ihrem Versicherungsberater, ob Ihre private Haftpflichtversicherung ausreicht oder ob Sie als Gewerbetreibender gelten und eine Betreiber-Haftpflichtversicherung abschließen müssen.

Photovoltaik-Speicher

Gerade für Anlagenbetreiber, die den Solarstrom selbst verbrauchen, lohnt sich ein Stromspeicher. Denn gerade mittags, wenn die meiste Sonnenenergie erzeugt wird, ist niemand zu Hause, der den Strom verbrauchen kann. Deshalb sollte der Strom gespeichert werden. Die beiden häufigsten verwendeten Technologien sind Speicher mit Lithium-Ionen oder mit Blei. Beide Speicherarten wandeln Elektrizität in chemische Energie um. Wird der Strom aus dem Akku genutzt, wird die chemische Energie wieder zurück in Elektrizität verwandelt.

Wenn Sie sich für einen Stromspeicher entscheiden, sollten sie beachten, dass Solar-Akkus Gleichstrom speichern können. Schließen Sie deshalb die Solar-Module direkt an den Stromspeicher an, bevor der Strom durch den Wechselrichter läuft. Wenn der Wechselrichter zwischen den Modulen und dem Stromspeicher geschaltet wird, wird der Gleichstrom erst in Wechselstrom umgewandelt. Zum Speichern des Solarstroms ist diese Umwandlung aber nicht notwendig und kostet nur unnötig Energie und Geld.

Photovoltaik oder Solarthermie?

In Photovoltaikanlagen wird Strom erzeugt, mit Solarthermie wird Wärme gewonnen. Die Wärme kann je nach Anlagenart zur Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung genutzt werden. In Kombianlagen ist beides möglich. Mit einer Solarthermie-Anlage spart man 60 Prozent der Kosten für die Warmwasserbereitung und 15-30 Prozent der Heizkosten. Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten, welche Art der Solaranlage für Sie am günstigsten ist. Ob sich eine solarthermische Anlage gut in Ihr Haus integrieren lässt, hängt auch von der Art der Heizung ab. In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr über Solarthermie.

Plug & Play – Photovoltaik für den Balkon

Eine neue Art der PV-Anlagen ist besonders für Mieter interessant. Die sogenannten Plug & Play-Solaranlagen orientieren sich am Prinzip der großen PV-Anlagen sind aber wesentlich kleiner und unkomplizierter in der Installation. Ein 195-Watt-Solarmodul hat zum Beispiel eine Fläche von 1,3 Quadratmetern und wiegt nur 15 Kilogramm. Mit einem Akkubohrer kann sie auf dem Balkon, an der Fassade oder der Garage angebracht werden. Die Mini-PV-Anlagen sind nur für den Eigenverbrauch geeignet. Der erzeugte Strom darf nicht in das öffentliche Netz eingespeist werden, da die Anlagen nicht den technischen Anforderungen der Bundesnetzagentur entsprechen. Die Mini-Solaranlage muss direkt mit einer Steckdose verbunden sein. Damit garantiert kein Strom ins Netz fließt, muss eine sogenannte Rücklaufsperre eingebaut werden. Diese Sperre verhindert, dass nicht sofort verbrauchter Strom ins Netz fließt. Als Mieter sollten Sie vor der Installation einer Plug & Play-Anlage den Vermieter um Erlaubnis fragen.

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