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Fassadendämmung, Dachdämmung & Kellerdämmung

27.01.2021

Die richtige Dämmung ist und bleibt das A und O einer energieeffizienten Sanierung. Es gibt verschiedene Arten der Dämmung und verschiedene Dämmstoffe. Nicht jedes Dämmmaterial passt zu jedem Gebäude. Bevor ein Haus saniert wird, sollte ein Energieberater die passende Dämmart und die geeigneten Materialen bestimmen. Um ein Gebäude energieeffizienter zu machen, müssen nicht alle Teile des Gebäudes gleichzeitig gedämmt werden. Schon eine Dachdämmung alleine kann helfen, Heizkosten zu sparen: Denn über ein unzureichend gedämmtes Dach gehen bis zu 30 Prozent der Heizwärme verloren.

Welche Vorteile hat eine Dämmung?

Von den kursierenden Vorurteilen sollten sich Verbraucher nicht abschrecken lassen, denn letztlich überwiegen bei einer Dämmung die Vorteile.

Vorteile einer Dämmung:

  • Kälte- und Hitzeschutz
  • Verringerung der Heizkosten
  • Schallschutz
  • Wertsteigerung der Immobilie

Wer über die Dämmung hinaus sein Zuhause klimafreundlicher machen möchte, kann beispielsweise eine Solarthermie-Anlage installieren, sein Haus mit einem Mini-Blockheizkraftwerk ausstatten oder in ein Passivhaus umwandeln.

Dämmmaterialien

Grundsätzlich kann zwischen Dämmstoffen aus synthetischen und aus nachwachsenden Rohstoffen unterschieden werden. In welcher Form der Dämmstoff verwendet werden soll, hängt vom Einsatzort ab. Um Hohlschichten zu dämmen, eignen sich etwa Einblasstoffe wie Zelluloseflocken am besten. Kellerdecken und Außenwände werden üblicherweise mit Dämmplatten isoliert. In feuchten Räumen, zum Bespiel im Keller, sollten synthetische Materialien verwendet werden, da sie besonders feuchtigkeitsabweisend sind. So kann Schimmelbildung vermieden werden. Dämmwolle sollte hier nicht verbaut werden, da sie Dämmstoffe eher dazu neigt, Feuchtigkeit zu ziehen.

Synthetische Dämmstoffe:

  • Calziumsilikat
  • Mineralwolle
  • Polystyrolschaum
  • Zelluloseflocken

Ökologische Dämmstoffe:

  • Holzwolle
  • Zellulosefasern
  • Hanf
  • Flachs
  • Schafwolle

Dämmmethoden

1. Fassadendämmung

Die drei häufigsten Methoden der Fassadendämmung sind

  • das Wärmeverbundsystem (WDVS)
  • die Kerndämmung
  • und die hinterlüftete Vorhangfassade.

Für Putz- oder Ziegelfassaden eignen sich Wärmedämmverbundsysteme am besten. Diese bestehen meist aus Mineralfasern oder Hartschaum und werden direkt auf die Mauer geklebt und mit Dübeln befestigt.

Bei einem Hohlschichtmauerwerk befindet sich zwischen Innenwand und Außenmauer ein Hohlraum. Hier wird die sogenannte Kerndämmung angewendet. Der Dämmstoff wird zwischen die beiden Wände eingebracht. Dafür eignen sich Einblasdämmstoffe wie Zelluloseflocken oder Steinwollegranulat am besten. Die losen Baustoffteilchen werden durch einen Schlauch in den Hohlraum geblasen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass lediglich ein paar kleine Löcher in die Wand gebohrt werden müssen und kein Gerüst benötigt wird. Bei der Vorhangfassade wird auf die Außenwand eine zweite Fassade montiert. Die Dämmung wird zwischen die Außenmauer und die vorgehängte Fassade eingebracht. Zwischen dem Dämmmaterial und der vorgehängten Fassade muss ein Spalt frei bleiben, damit die Luft zirkulieren kann. Bei dieser Art der Dämmung ist die Fassade gut vor Witterungseinflüssen geschützt. Die Vorhangfassade benötigt jedoch bei gleicher Dämmstoffdicke mehr Platz als ein Wärmeverbundsystem.

2. Dachdämmung

Bei der Dachdämmung kommt es auf die Art des Daches an. Bei einem Spitzdach kann entweder das Dach selbst oder die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist seit Januar 2012 von der EnEV vorgeschrieben. Die gängigsten Methoden der Dachdämmung sind die Zwischensparrendämmung, die Aufsparrendämmung und die Geschoßdeckendämmung.

3. Kellerdämmung

Über einen ungedämmten Keller gehen durchschnittlich fünf bis zehn Prozent Heizenergie verloren. Eine Kellerdämmung kann die Energieverluste um mehr als fünf Prozent reduzieren. Auch hier gibt es verschiedene Dämmmethoden. Soll der Keller beheizt oder sogar bewohnt werden, empfiehlt es sich, Wände und Boden zu dämmen. Wenn die Kellerräume nicht beheizt werden, reicht eine Kellerdeckendämmung. Bei diesem Verfahren werden Dämmstoffplatten von unten an die Kellerdecke geklebt.

Wird der Keller als Wohnraum genutzt, muss meist die Aufbodendämmung vorgenommen werden. Hier wird eine zusätzliche Dämmschicht über dem Keller aufgetragen, was zur Folge hat, dass Türen, Durchgangshöhen und Treppenstufen angepasst werden müssen. Um die Außenwände des Kellers nachträglich zu dämmen, muss die sogenannte Perimeterdämmung angewendet werden. Hierbei müssen die Kellerwände bis zum Fundament freigelegt werden. Diese Maßnahme ist sehr kostspielig, da spezielle verrottungsresistente Dämmstoffe benötigt werden, die der Feuchtigkeit und dem Erddruck standhalten.

Fragen zur Dämmung

Steigt bei gedämmten Häusern die Gefahr für Schimmelbildung?

Viele Verbraucher befürchten, dass durch eine Dämmung die Luft nicht mehr ausreichend zirkuliert und sich dadurch zwangsläufig Schimmel bildet. Aber das entspricht nicht der Wahrheit, denn Schimmel ist besonders in nicht gedämmten Wohnhäusern vorzufinden. Der Grund: Durch schlechte Wärmedämmung sind Raumwände häufig sehr kalt, dadurch schlägt sich Feuchtigkeit nieder und Schimmel entsteht. Besonders in Ecken und an verstellten Außenwänden sammelt sich das kondensierte Wasser.

Stimmt es, dass Dämmung zu Algenwachstum an der Fassade führt?

Auch die Algenbildung wird oft als Problem bei Dämmmaßnahmen genannt. Durch eine gute Dämmung dringt kaum mehr warme Raumluft nach außen. Deshalb sind Fassaden im Winter sehr kalt und stärker von feuchter Witterung betroffen. So bilden sich bei Außenwänden, die wenig Sonne abbekommen und lange feucht bleiben, häufig Algen. Es entstehen unschöne grüne Rückstände an Häuserfassaden. Da Algen weder die Bausubstanz angreifen noch gesundheitsschädlich sind, stören sie jedoch nur das ästhetische Bild. Vermeiden lässt sich die Algenbildung durch möglichst glatte Außenwände und ausreichend Dachüberstand.

Besteht bei gedämmten Gebäuden erhöhte Brandgefahr?

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass gut gedämmte Häuser schneller brennen. Dies liegt an dem häufig verwendeten Dämmmaterial Polystyrol. Schaumpolystyrol ist nichts anderes als Styropor und brennt tatsächlich sehr leicht. Wichtig ist, dass die Dämmung sachgemäß ausgeführt wird. Dann wird das Styropor mit nicht brennbaren Mineralfasern verkleidet, um die schnelle Ausbreitung von Feuer zu verhindern. Eine Putzschicht schützt die Dämmung zusätzlich vor den Flammen. In dieser Kombination ist die Fassade nur schwer entflammbar. Verbraucher, die dennoch Bedenken haben, sollten auf schwerer entzündliche Dämmmaterialen wie zum Beispiel Mineralwolle zurückgreifen.

Wärmedurchgangskoeffizient oder U-Wert

Wer sein Haus dämmen möchte, kommt am Wärmedurchgangskoeffizienten oder U-Wert nicht vorbei. Mit dem U-Wert lässt sich messen, wie viel Wärme ein Mauerwerk, ein Dach oder ein anderes Bauteil durchlässt. Angegeben wird der U-Wert in Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Die Formel ist dementsprechend: W/(m²∙K). Je höher der Wärmedurchgangskoeffizient, desto schlechter ist die Dämmeigenschaft des jeweiligen Materials. Im Umkehrschluss bedeutet dies, je niedriger der U-Wert ist, desto besser ist die Dämmung.

Um den U-Wert eines Bauteils zu bestimmen, werden die Außen- und Innentemperatur und die Oberflächentemperatur des Gebäudeteils benötigt. Ein Temperaturunterschied von 15 Grad zwischen innen und außen ist dabei ideal. Für Außenwände und Dächer gibt die Energieeinsparverordnung einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²∙K) vor. Verbraucher dürfen diesen Wert also nach der Sanierung nicht überschreiten. Mittlerweile gibt es zwar Online- Rechner, um den U-Wert zu berechnen, dennoch sollten die Berechnungen von einem Fachmann durchgeführt werden. Auch hier empfiehlt es sich, den Energieberater zurate zu ziehen.


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