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Strompreise Strom auf dem Land ist teurer als in der Stadt

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Verbraucher auf dem Land zahlen häufig mehr für Strom als Stadtbewohner. Familien in den ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zahlen durchschnittlich etwa 97 Euro mehr im Jahr als Familien in der Stadt.

Teure Strompreise auf dem Land
Verbraucher auf dem Land zahlen mehr für Strom als Stadtbewohner.
Für 5.000 Kilowattstunden Strom bezahlen Stadtbewohner in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 1.451 Euro. Landbewohner kostet die gleiche Menge Strom im Durchschnitt 97 Euro mehr – ein Plus von sieben Prozent. Vergleichsweise hoch sind die Unterschiede auch in Schleswig-Holstein mit einem Plus von 32 Euro und Baden-Württemberg mit 27 Euro mehr im Jahr. Ein möglicher Grund für die Preisunterschiede sind die Netznutzungsentgelte. Sie machen rund ein Viertel des Strompreises aus. „In ländlichen Regionen werden die Netznutzungsentgelte durch die geringere Einwohnerdichte auf weniger Schultern verteilt“, sagt Dr. Oliver Bohr, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Außerdem werden Investitionen in die Energiewende vor allem auf dem Land getätigt und die Kosten dafür anteilig auf die Stromkunden des örtlichen Verteilernetzes umgelegt.“ Über alle Bundesländer hinweg ist Strom in ländlichen Regionen rund ein Prozent teurer als in den Städten. „Die Mehrbelastung von Verbrauchern in ländlichen Gebieten ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Prozent zurückgegangen“, sagt Dr. Oliver Bohr.

In Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Hessen und dem Saarland ist das Phänomen sogar umgekehrt  Landbewohner zahlen hier günstigere Strompreise als die Stadtbewohner.