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Strompreise Flexibler Strompreis noch Zukunftsmusik

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Der Preis für Strom an der Börse schwankt erheblich. Ist ein Überangebot vorhanden, können die Preise ins Negative fallen. Verbraucher könnten von dynamischen Tarifen profitieren.

flexibler Strompreis
Verbraucher könnten von einem flexiblen Strompreis profitieren.
Fast alle deutschen Haushalte befinden sich in Stromtarifen mit einem Festpreis und einer Mindestlaufzeit. Egal ob Tag oder Nacht, egal ob gerade viel oder wenig Strom ins Netz eingespeist wird – die Verbraucher zahlen bei diesen Tarifen immer gleich viel für Strom. Dynamische Tarife sollen das ändern, und Verbraucher motivieren, Strom gezielt dann zu verbrauchen, wenn der Strompreis günstig ist. Beispielsweise nachts, wenn die Nachfrage nach Strom gering ist oder im Sommer mittags, wenn besonders viel Solarstrom ins Netz eingespeist wird. Durch dynamische Tarife könnten unter Umständen hohe Einsparungen von über 100 Euro möglich werden, beispielsweise bei Familien mit einem hohen Jahresverbrauch oder Besitzer eines E-Autos.
 

Dynamische Tarife nur mit Smart Metern möglich

Erste Pilotprojekte sind bereits gestartet. Für die stundengenaue Abrechnung sind jedoch zwingend intelligente Strromzähler nötig. Und diese sind momentan erst vereinzelt in deutschen Haushalten vertreten. Für kleine Haushalte ohne Smart Meter, die nur einen geringen Stromverbrauch aufweisen, ist ein Wechsel zu einem dynamischen Vertrag nicht sinnvoll. Die Grundgebühr des Smart Meters ist dafür zu hoch. Und viele Verbraucher wünschen sich Planungs- und Versorgungssicherheit. Deshalb sind viele große Stromversorger noch skeptisch.

"Auch wenn bereits einige Stadtwerke in Pilotprojekte ihren Kunden flexible Strompreise anbieten, stehen wir hier am Anfang der Entwicklung."
Sprecher des Stadtwerke-Verbands VKU