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IW-Prognose EEG-Umlage steigt bis 2025 auf bis zu 10 Cent

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Die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien könnte bis zum Jahr 2025 zwischen 7,5 bis 10 Cent pro Kilowattstunde (kWh) kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), wie Dow Jones Newswire am Mittwoch berichtete. Derzeit zahlen Stromkunden eine EEG-Umlage von 6,35 Cent pro kWh mit ihrer Stromrechnung.
 

Stromkosten zu hoch: Der Hartz-IV-Regelsatz reicht nicht aus.
Stromkunden müssen in den kommenden Jahren mit einer steigenden EEG-Umlage und damit höheren Stromkosten rechnen..
Gründe für den deutlichen Anstieg der EEG-Umlage in den kommenden Jahren sehen die IW-Experten in der deutlichen Verteuerung bei den Förderkosten aufgrund der jüngsten EEG-Novelle: Anlagenbetreiber müssen sich ab 2017 um die Förderung bewerben. Die günstigste Ökostrom-Anlage erhält den Zuschlag für die Förderung. Auf diese Weise sollen die Ausbaumengen kontrolliert werden und die Kosten schneller sinken. Doch die Förderkosten für die dann genehmigten Anlagen könnten bis 2025 in die Höhe schnellen. Zwischen 3,3 und 6,9 Milliarden Euro könnten die Kosten dann betragen.
 

EEG-Umlage 2017 könnte bis zu 7,3 Cent kosten

Mitte Oktober geben die Übertragungsnetzbetreiber jedes Jahr die Umlagehöhe für das kommende Jahr bekannt. Für 2017 liegen die Prognosen derzeit bei einem Anstieg auf 7,1 bis 7,3 Cent pro kWh, wie verschiedene Medien in der vergangenen Woche berichteten. Ein Durchschnittshaushalt müsste dann pro Jahr etwa 35 Euro zusätzlich für die Stromrechnung berappen.
 

Weitere Kostentreiber

Hinzu kommt der weiterhin günstige Börsenpreis für Strom sowie die Ausnahmeregelungen für stromintensive Industriebetriebe, die nur einen Bruchteil der Umlagehöhe zahlen müssen. Zudem steigen auch die Netzentgelte für das kommende Jahr an.