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EU-Energielabel Vereinfachte Kennzeichnung für Elektrogeräte

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Das EU-Parlament hat sich am Dienstag auf eine vereinfachte Kennzeichnung für Elektrogeräte geeinigt: Künftig reicht die Skala von A bis G – ohne verwirrende Zusätze. Das berichten verschiedene Medien am Mittwoch.
 

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A+ bis A+++ gehören ab 2019 der Vergangenheit an. Das EU-Parlament einigt sich auf eine Skala von A bis G.
Bereits im März hatten sich die EU-Mitgliedsländer geeinigt, die Kennzeichnung zu reformieren, doch es fehlte noch das formale Einverständnis durch das EU-Parlament. Verbraucher müssen sich ab 2019 nicht länger mit den Zusätzen rumärgern – A+ bis A+++ gehören dann der Geschichte an. Dann steht A für die effizientesten Geräte und G für die stromintensiven. Bis dahin gewährt Brüssel eine Übergangsfrist.
 

Einführung erfolgt schrittweise und nach Gerätekategorien

Die neue Skala soll schrittweise eingeführt werden. Zunächst gilt die neue Regelung für Waschmaschinen, Lampen und Fernseher. Erst später folgen weitere Geräte wie Staubsauger, Dunstabzugshauben oder Heizungen. Die sozialdemokratische EU-Abgeordnete Martina Werner rechtfertigt die unterschiedlichen Fristen mit dem erhöhten Arbeitsaufwand für die Berechnung der Kennzeichnungen. Das sei sehr technisch und müsse rechtssicher sein, was sehr zeitaufwendig sei.
 

Regelmäßige Überprüfung und Nachjustierung

Der Grund für die vielen Pluszeichen hinter der höchsten Energieeffizienzklasse war bislang der technische Fortschritt: Immer sparsamere Geräte mussten immer besse klassifiziert werden. Dadurch wurde die Kennzeichnung verwässert, Verbraucher konnten nicht mehr so leicht erkennen, welche Geräte sparsam sind und welche weniger sparsam. Das Problem wird künftig durch regelmäßige Nachjustierungen gelöst. Die Kategorien A bis G bleiben.
 

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