Sie sind hier:

Energiewende Nachhaltiger Ökostrom als Zeichen für den Kohleausstieg

München, | 08:30 | mwa

Der Bezug von nachhaltigem Ökostrom bietet Stromkunden die Möglichkeit, ein Zeichen für den Kohleausstieg zu setzen. Nachhaltiger Strom ist zudem oftmals günstiger als die Grundversorgung – und das bleibt auch über den Jahreswechsel so. 

Nachhaltiger Ökostrom bringt die Energiewende voran. Wer die Energiewende aktiv fördern möchte, kann nachhaltigen Ökostrom beziehen.

Mehrheit der Deutschen für den Kohleausstieg

Die große Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, die Politik müsse mehr für den Klimaschutz tun. Laut einer EMNID-Umfrage, die für die Bild am Sonntag im Rahmen der Weltklimakonferenz in Bonn durchgeführt wurde, sind sogar 69 Prozent der Deutschen dafür, Umwelt- und Klimaschutz im Zweifel Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen zu geben. 59 Prozent wünschen sich, dass die künftige Regierung den Kohleausstieg beschließt. Nur 31 Prozent sind gegen den Kohleausstieg.
 

Nachhaltiger Ökostrom als Zeichen für die Energiewende

Ob es unter einer möglichen Großen Koalition zu einem Kohleausstieg kommen würde, ist eher fraglich. Doch Verbraucher können selbst ein Zeichen setzen, indem sie Stromanbieter unterstützen, die auf Kohlestrom verzichten. Da der Ausbau der erneuerbaren Energien zügig vorangeht, gibt es immer mehr Stromversorger, die reine Ökostromtarife anbieten. Um den Klimaschutz weiter voranzubringen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Stromanbieter seine Kunden mit sogenanntem nachhaltigem Ökostrom beliefert. Das bedeutet, dass er auch in den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien investiert.
 

Zahlreiche Ökostromanbieter verzichten auf Preiserhöhungen

Verbraucher, die etwas für den Klimaschutz tun möchten, aber befürchten, dass die Kosten für Ökostrom ihre Haushaltskasse zu sehr belasten würden, können beruhigt sein: Dadurch, dass sich die Technologien für grüne Energie rasant weiterentwickeln, kann Ökostrom mittlerweile vergleichsweise günstig produziert werden. Auch der vermehrte Wettbewerb unter den Anbietern sorgt für niedrige Preise. Und wegen eines möglichen Preisanstiegs zum Jahreswechsel besteht kein Grund zur Sorge. Zwar erhöhen wie jedes Jahr nicht wenige Anbieter die Strompreise, doch es finden sich auch zahlreiche Versorger, die auf Preiserhöhungen verzichten.

So hat etwa Greenpeace Energy, einer der Vorreiter in Sachen nachhaltigem Ökostrom, bereits zugesichert, die Preise 2018 stabil zu halten. Der Hamburger Ökostromanbieter fordert von der Politik den Ausstieg aus Kohle und Atomkraft und ist deshalb eine gute Alternative für alle Stromkunden, die ein Zeichen für die Energiewende setzen möchten. 

Weitere Nachrichten über Strom

16.10.2018 | Strompreise 2019
Netznutzungsentgelte steigen weiter
Deutschlandweit steigen die Netznutzungsentgelte um durchschnittlich zwei Prozent. Da sie rund ein Viertel des Strompreises ausmachen, werden sich auch die Strompreise für Endverbraucher erhöhen. Energieexperten rechnen zudem mit einem Anstieg der Offshore-Umlage.
15.10.2018 | Strompreise 2019
EEG-Umlage sinkt auf 6,41 Cent pro kWh
Die Übertragungsnetzbetreiber haben die Höhe der EEG-Umlage für 2019 veröffentlicht. Sie sinkt von aktuell 6,79 Cent auf 6,41 Cent pro Kilowattstunde. Dennoch werden die Strompreise für Verbraucher im Schnitt nicht günstiger.
11.10.2018 | EEG Umlage
Strompreis 2019: Keine Entlastung für Verbraucher
Mit einer leichten Senkung der EEG-Umlage zahlen Familien nun 17 Euro weniger pro Jahr. Die Tendenz der Netznutzungsentgelte zeigt nach oben, die Großhandelspreise für Strom sind 2018 um rund 25 Prozent gestiegen.
08.10.2018 | Stromanbieterwechsel
Verbraucher in Rheinland-Pfalz wechseln am häufigsten
Laut einer aktuellen Datenauswertung wechseln Einwohner in Rheinland-Pfalz am häufigsten den Stromanbieter. Stromkunden aus Bremen und Sachsen-Anhalter wechseln am wenigsten, das größte Sparpotenzial haben Familien in Berlin.
06.09.2018 | Energiewende
Windkraft-Pläne in Schleswig-Holstein: Bürger werden eingebunden
Nach der Debatte um die mangelnde Kommunikation bezüglich des Baus neuer Windkraftanlagen in Norddeutschland können nun die Bürger, Verbände und Gemeinden Schleswig-Holsteins direkt und online ihre Meinungen in die weitere Planung einfließen lassen.