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Energiepreise Strompreise 2020 auf Rekordhoch

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Knapp 700 Grundversorger haben im ersten Halbjahr 2020 ihre Strompreise erhöht. Von den Strompreiserhöhungen sind rund 8,6 Millionen Haushalte betroffen. Mit der für 2021 geplanten Senkung der EEG-Umlage werden Verbraucher etwas entlastet.

Strompreise 2020
Die meisten Grundversorger haben ihre Strompreise 2020 erhöht.
Trotz der gesunkenen Börsenstrompreise zahlen Verbraucher derzeit sehr hohe Strompreise. Im Januar 2020 zahlte eine Familie in der Grundversorgung (Jahresverbrauch: 5.000 kWh) noch 1.496 Euro für Strom, im Juni kostet die gleiche Menge Strom 1.514 Euro. Im Durchschnitt kosten 5.000 kWh Strom in der Grundversorgung aktuell 1.650 Euro. Bei den zehn günstigsten Alternativanbieter werden im Schnitt 1.360 Euro fällig – Verbraucher sparen einem Anbieterwechsel also 18 Prozent bzw. 290 Euro im Jahr. Zwischen Januar und Juni 2020 haben 677 von rund 900 Grundversorgern ihre Strompreise erhöht – im Schnitt um 6,8 Prozent. Davon sind rund 8,6 Millionen Haushalte betroffen. Nur fünf Grundversorger haben ihre Preise gesenkt. In ihrem Konjunkturpaket hat die Bundesregierung eine Senkung der EEG-Umlage beschlossen. 2021 sinkt die Ökostrom-Umlage von derzeit 6,756 Cent pro Kilowattstunde auf 6,5 Cent. Im Jahr 2022 soll sie dann nur noch 6,0 Cent pro kWh betragen. Für alle Privathaushalte zusammen ergibt sie damit eine Entlastung von rund 300 Millionen Euro im Jahr 2021. Im Jahr 2022 dann sogar 600 Millionen Euro.

"Auch im ersten Halbjahr 2020 kletterte der Strompreis für Verbraucher von einem Rekord zum nächsten.Alternativanbieter geben die Preissenkungen an der Strombörse eher an Endkunden weiter und haben die Preise zuletzt gesenkt. Durch einen Anbieterwechsel senken Verbraucher hohe Stromkosten am einfachsten. Das gilt besonders, wenn sie noch Strom aus der teuren Grundversorgung beziehen.“
Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei CHECK24