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EnBW-Chef Mastiaux Stromnetz noch nicht fürs E-Auto gerüstet

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Der Geschäftsführer des deutschen Energiekonzerns EnBW sieht noch Schwierigkeiten bei der Ausbreitung von E-Autos. Wie er der Stuttgarter Zeitung am Freitag in einem Interview sagte, reicht das bisherige Stromnetz noch nicht aus für mehr E-Mobilität.
 

Elektroauto wird an Steckdose geladen. Foto TÜV Süd
Der E-Mobilität gehört auch laut EnBW-Chef Mastiaux die Zukunft - doch das Stromnetz muss noch aufgerüstet werden.
Der EnBW-Chef Frank Mastiaux sieht die Elektromobilität zwar als Zukunftssektor für den eigenen Konzern. Dennoch fehlt es noch an Infrastruktur, wie genügend Ladestationen oder aber an der ausreichenden Netzkapazität. Schließlich steigt an den Ladestationen für die Elektroautos die Spitzenlast deutlich an: „Auf diese ist das Netz heute noch nicht ausgelegt – weder bei Privathaushalten noch bei Parkhäusern oder Firmen, die einen Fuhrpark mit Elektroautos unterhalten“, erklärt Mastiaux.
 

Ausbau im EnbW-Stromnetz kostet eine halbe Milliarde Euro

Dennoch setzt der Konzernchef auf die E-Mobilität als „strategisch wichtiges Zukunftsgeschäft“: „Wir werden mit hohen Investitionen und intelligenter Technik die Stromnetze so verstärken, dass die nötige Leistung bereitsteht – in der privaten Garage ebenso wie an der öffentlichen Ladesäule“, erklärt Mastiaux. Für den notwendigen Netzausbau rechnet der Konzernchef mit Kosten in Höhe von etwa einer halben Milliarde Euro. Finanziert wird der Netzausbau mithilfe der Netzentgelte, die jeder Stromkunde mit seiner Rechnung zahlt. Doch auch bei der Infrastruktur der Ladestationen will sich der Konzern „am Aufbau des Ladenetzes beteiligen und, wo immer es möglich ist, diese Ladeinfrastruktur auch betreiben“.


Kanzlerin Merkel erteilt E-Auto-Quote eine Absage

Nachdem SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz eine Quote für Elektroautos ins Gespräch gebracht hatte, will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel an einer solchen E-Auto-Quote nicht beteiligen. Sie glaube nicht so richtig, dass diese richtig durchdacht sei, sagte Merkel bei einer Veranstaltung, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Samstag berichtet hat. Sie hält eine solche Quote nicht für durchsetzungsfähig. Zudem fehle es an Sanktionen bei Nichteinhaltung.