Sie sind hier:

Gas- und Strompreise Netzentgelte steigen für Großstädter bis zu 22 Prozent

|

Verbraucher müssen im kommenden Jahr mit höheren Gas- und Strompreisen rechnen, da die Netzentgelte steigen. Laut einer CHECK24-Analyse steigen die Stromkosten in Frankfurt am Main besonders. In Stuttgart dagegen können sich Gaskunden über leicht sinkende Gaskosten freuen.

Stromkunden haben bei Preiserhöhung immer ein Sonderkündigungsrecht.
EEG-Umlage und steigende Kosten sorgen für hohe Strompreise.
Das Netznutzungsentgelt macht ungefähr ein Viertel des Strompreises aus. Die Stromversorger müssen den entsprechenden Betrag an die Netzbetreiber abführen und geben die Kosten an die Endverbraucher weiter.
 

Stromkunden aus Frankfurt am Main zahlen am meisten

Eine vierköpfige Familie (Verbrauch: 5.000 kWh) in Frankfurt am Main bezahlt für die Netzkosten aktuell 367 Euro. Ab 2017 wird sie 446 Euro bezahlen müssen, das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent. Von den zehn verglichenen Großstädten steht Frankfurt damit an der Preisspitze. Auch Berliner und Münchner zahlen ab 2017 mehr für die Netzkosten: 49 Euro (13 Prozent) beziehungsweise 47 Euro (15 Prozent) mehr. Kölner können sich über niedriger Nutzungsentgelte freuen, sie bezahlen ab nächstem Jahr im Schnitt zehn Euro weniger.
 

Entgelte für Gasnetz sinken um bis zu neun Prozent

Gaskunden können sich über sinkende Netzentgelte freuen. Hier profitieren vor allem Verbraucher aus Stuttgart und Hannover. Eine vierköpfige Stuttgarter Familie (Jahresverbrauch 20.000 kWh) zahlt ab nächsten Jahr 35 Euro weniger. Ein Vier-Personen-Haushalt aus Hannover spart 34 Euro. Aber auch beim Gas haben einige Netzbetreiber Erhöhungen angekündigt. Nürnberger Gasverbraucher müssen ab Januar 2017 zehn Euro mehr bezahlen.
 

EEG-Umlage steigt

Auch für die EEG-Umlage müssen Stromkunden ab nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Von derzeit 6,35 Cent pro Kilowattstunde (netto) steigt die Ökostrom-Umlage auf 6,88 Cent pro kWh. Familien zahlen so durchschnittlich 31 Euro im Jahr mehr. Aufgrund der steigenden Netzentgelte und der Erhöhung der EEG-Umlage werden voraussichtlich einige Stromanbieter ihre Preise zum kommenden Jahr erhöhen.
 

Weitere Nachrichten über Energie

17.03.2020 | Coronavirus
Energieanbieter verweisen auf Online-Service
Viele Energieanbieter schließen angesichts des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus die Kundenberatungszentren oder verkürzen die Öffnungszeiten. Kunden sollen auf den Online-Service zurückgreifen.
10.03.2020 | Energiemarkt
Energiebranche ist bereit für Coronavirus Sars-CoV-2
Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus zieht Folgen für die deutsche Energiewirtschaft nach sich. Es wird versucht, die Ansteckungsrisiken für Stakeholder, Geschäftspartner und Mitarbeiter zu minimieren. Veranstaltungen werden abgesagt und ein Geschäftsreiseverbot für Risikogebiete wurde ausgesprochen.
21.02.2020 | Vergleichsportale
Stiftung Warentest rät von Verivox ab
Stiftung Warentest warnt vor dem Vergleichsportal Verivox. Im Gegensatz zu CHECK24 werden hier nicht zwangsläufig die günstigsten Tarife angezeigt. Zudem empfiehlt Verivox, im Unterschied zu Stiftung Warentest und CHECK24, Tarife mit einer Laufzeit von 24 Monaten.
20.01.2020 | Energiewende
CO2-Einsparung durch E-Mobilität reicht nicht
Die CO2-Einsparung im Verkehrssektor kann nur mit der Entwicklung neuer Treibstoffe gelingen, denn der Ausbau der E-Mobilität reicht nicht, wie eine neue Analyse zeigt.
06.12.2019 | Vergleichsportale
DtGV kürt CHECK24 zum besten Energievergleichsportal
Der Energievergleich von CHECK24 wurde in einem Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien zum Gesamtsieger gekürt. Untersucht wurden unter anderem die Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Kundendienst.