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Klimaschutz Regierung will Ausbau der Erneuerbaren beschleunigen

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Der Entwurf des Klimaschutzplans sieht einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien vor. Vor allem Wind- und Sonnenstrom sollen gefördert werden, Industrie und Wirtschaft warnen vor enormen Kostensteigerungen.

Indien ist ein Vorreiter bei Windkraft.
Die Stromerzeugung aus Windkraft soll sich bis 2030 verdoppeln.
So soll sich die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenkraft bis 2030 mehr als verdoppeln. Auch insgesamt soll sich der Ökostromanteil am deutschen Strommix deutlich erhöhen. Nach den ursprünglichen Klimazielen sollte der Strom aus Erneuerbaren bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent ausgebaut werden. Der aktuelle Entwurf sieht nun vor, dass es bereits 2030 mehr als 70 Prozent sein sollen. Derzeit besteht der Energiemix zu 35 Prozent aus Ökostrom.
 

Weniger Strom aus Kohle

Gleichzeitig soll die Kohleverstromung eingedämmt werden. Die Emissionen aus Kohlekraftwerken sollen bis 2030 gegenüber 1990 um 64 Prozent verringert werden. Für die Braunkohleabbaugebiete, vor allem für die Lausitz, sollen deswegen alternative Wirtschaftsstrukturen geschaffen werden, um Arbeitsplatzverluste zu vermeiden.
 

Mehr Regulierung im Emissionshandel

Die Bundesregierung plant auch, den europäischen Emissionshandel strenger zu regulieren. Demnach soll der CO2-Ausstoß  über einen staatlich festgesetzten Mindestpreis gehandelt werden statt wie bisher über freie Preisbildung.
 

Industrie sieht Pläne kritisch

Die Industrie hält staatlich regulierte CO2-Vorgaben in einzelnen Wirtschaftssektoren für den falschen Weg. „Klimaschutz muss für unsere Unternehmen umsetzbar sein und sie wettbewerbsfähig halten, damit er weltweit als Vorbild dienen kann“, sagte Ulrich Grillo, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Der BDI lehnt Sektorziele deshalb ab. Auch die Metallindustrie sieht die Pläne der Regierung kritisch. Da die Metallindustrie sowieso dem europäischen Emissionshandel unterliegt, wäre eine zusätzliche nationale CO2-Regulierung eine doppelte Belastung. Diese Doppelregulierung würde der Wettbewerbsfähigkeit schaden.
 

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