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Pleite von Billigstromanbieter Urteil im Teldafax-Prozess erwartet

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Zwei Jahre nach Prozessauftakt wird heute ein Urteil im Prozess um die Pleite des Stromanbieters Teldafax erwartet. Die Insolvenz des Troisdorfer Energieanbieters gilt als einer der größten Firmenzusammenbrüche Deutschlands.

Pleite von Billigstromanbieter Teldafax
Der Billigstromanbieter Teldafax setzte auf Vorkasse-Tarifmodelle
Um 12 Uhr wird das Landgericht Bonn voraussichtlich das Urteil im Teldafax-Prozess verkünden. Angeklagt sind zwei ehemalige Vorstandsvorsitzende. Das Verfahren gegen einen dritten wurde gegen eine Zahlung von 20.000 Euro eingestellt. Der Vorwurf lautet Insolvenzverschleppung, Betrug und Bankrott. Das Unternehmen hatte 2011 Insolvenz angemeldet. Im Prozess sollte geklärt werden, ob das Unternehmen bereits 2009 zahlungsunfähig war.
 

Billigstromanbieter setzte auf Vorkasse-Tarifmodelle

Bis zu 700.000 Kunden zählte Teldafax zu seinen Spitzenzeiten. Die Kunden mussten für ihre Strom- und Gastarife in Vorkasse treten – nach der Insolvenz war das Geld der Gläubiger weg. Ein Insolvenzverwalter sammelt seit Jahren Geld für die Geschädigten. Bis Anfang 2016 waren bereits 250 Millionen Euro zusammengekommen.  

 

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