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Jamaika und Klimaschutz Dena-Empfehlung für Koalitionsverhandlungen

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Die halbstaatliche deutsche Energieagentur (dena) untersucht, was die neue Regierungskoalition für den Klimaschutz unternehmen muss, wenn die bestehenden deutschen Klimaziele noch immer erreicht werden sollen. Wie die dena am Dienstag mitteilte, soll die Leitstudie „Integrierte Energiewende“ als Empfehlung für die Koalitionsverhandlungen dienen.
 

Die Kohleindustrie muss ihre CO2-Emissionen reduzieren.
Der fehlende Kohlausstieg ist laut dena einer der Gründe für das Scheitern der deutschenKlimaziele bis 2050.
„Energiewende ist machbar, wenn wir sie entschlossen, technologieoffen und im breiten Dialog angehen, erklärt der Dena-Vorsitzende Andreas Kuhlmann bei der Veröffentlichung eines Zwischenfazits der Studie. “Die Leitstudie der dena ist ein Angebot an die Politik, die auch aus Sicht von Unternehmen bestmöglichen Transformationspfade zu identifizieren und möglich zu machen“, erklärt er weiter, „das Zwischenfazit dient dabei als Impulsgeber für die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen sowie für die Überarbeitung des Klimaschutzplans 2050“. Das Zwischenfazit schließt die erste Phase der Studie ab. In Phase zwei werden nun Plausibilität und Machbarkeit der entwickelten Maßnahmen untersucht.
 

Drei Szenarien für mehr Energieeffizienz und weniger CO2

Für die Studie wurden drei Szenarien definiert und untersucht: Ein Referenzszenario, das die aktuellen Entwicklungen im Energiesektor betrachtet. Das Elektrifizierungsszenario geht von einer Elektrifizierung aller betrachteten Sektoren (Energieerzeugung und -verteilung, Gebäude, Industrie und Mobilität) aus, durch die die Stromnachfrage steigt und Emissionen vermieden werden. Das dritte Szenario (Technologiemix) variiert die verschiedenen Technologien und Energieträger in den Sektoren.
 

Klimaschutztechnologien voll ausschöpfen

Die Agentur geht in ihrem Zwischenfazit davon aus, dass Deutschland die CO2-Emissionen bis 2050 um bis zu 90 Prozent reduzieren kann. Dafür müssten allerdings die verfügbaren Technologien voll ausgeschöpft werden. Die dena fordert daher von der neuen Regierung, die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich die Klimaschutztechnologien im Wettbewerb behaupten können. Der bisherige Klimaschutzplan 2050 sei nicht ausreichend, da bereits die Sektorziele bis 2030 bislang nicht eingehalten würden.



Bundesumweltministerium hält Klimaziele für unerreichbar

Wie die Süddeutsche Zeitung am Dienstag berichtet, hält das Bundesumweltministerium das deutsche Ziel, die klimaschädlichen Emissionen von Kohlendioxid (CO2) bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Wert aus 1990 zu reduzieren, für unrealistisch. Die Lücke zwischen bisherigen und den angestrebten Werten ist dabei nach internen Berechnungen der deutschen Umweltbehörde größer als bislang angenommen. Wird jetzt nicht nachgesteuert, erreicht die Bundesrepublik bestenfalls eine CO2-Reduktion von 32,5 Prozent. Ein Grund ist unter anderem das Festhalten am Betrieb von Kohlekraftwerken. Auch die bislang fehlende Verkehrswende trägt dazu bei, dass Deutschland seine Klimaziele voraussichtlich verpassen wird

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