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Eon: Hohe Abschreibungen nach Trennung von Uniper

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Seit der Abspaltung der Eon-Tochter Uniper zu Beginn des Jahres musste der Konzern bereits rund 9,3 Milliarden Euro abschreiben. Auch die Gewinne sanken um vier Prozent. Dem Fachblatt Energy Weekly gegenüber bestätigt Eon eine schlechte Prognose für das gesamte Geschäftsjahr.

EON Chef Johannes Teyssen
Eon-Chef Teyssen stellt Sparprogramm Phoenix vor. Foto © EON SE
Das Energieunternehmen will seine Kosten um 400 Millionen Euro senken und will dafür ein Sparprogramm namens Phoenix 2017 umsetzen. Zudem will Eon sein Investitionsbudget überarbeiten. „Wir brauchen noch mehr Kundennähe, müssen schlanker und schneller werden, um uns selbst bei steigendem Wettbewerbsdruck weiter erfolgreich zu positionieren“ fasst Konzernchef Johannes Teyssen die Kernziele des Programms im Zwischenbericht zusammen.
 

Sparprogramm behindert den Atomfonds nicht

Die Finanzierung des Atomausstiegs steht laut Finanzchef Micheal Sen nicht im Zusammenhang mit den Sparmaßnahmen. Dafür hätte der Konzern genügend Mittel. Eon wird für die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll 9,8 Milliarden Euro in einen öffentlich-rechtlichen Fonds einzahlen. Davon entfallen 2 Milliarden auf einen Risikoaufschlag, falls sich die Kosten erhöhen. Aufgrund dieser Kosten rechnet Sen für das vierte Quartal 2016 mit negativem Eigenkapital. Die Trennung von Uniper war bisher jedoch kein reines Verlustgeschäft. Das Geschäft mit den erneuerbaren Energien nahm um 13 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro zu.
 

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