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Energieproduktion Netzregulierung zur Ausbremsung von deutschen Stromspitzen

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An sonnigen und windigen Tagen produzieren die Kraftwerke in Deutschland so viel Strom, dass ein Teil davon auf polnische und tschechische Leitungsnetze ausweichen muss. Doch unsere Nachbarländer sind darüber verärgert.

Eine Reihe aus Glühbirnen, von denen nur eine brennt
Der Norden Deutschlands produziert so viel Ökostrom, dass ein Teil davon zu Nachbarländern exportiert werden muss.
Im Norden Deutschlands sorgen Windparks und Photovoltaikanlagen für die Erzeugung großer Mengen grünen Stroms. Dass dies nicht nur positive Folgen hat, zeigt die Problematik mit den Nachbarländern Polen und Tschechien. An Tagen mit einer guten Energieausbeute wird nämlich so viel Strom produziert, dass dieser – dem Weg des geringsten Widerstands folgend – an der sächsischen Grenze auf polnische und tschechische Stromleitungen überfließt. Das belastet die Leitungen der europäischen Nachbarn über ein akzeptables Maß hinaus und sie forderten daher eine Lösung, um nicht länger deutsche Stromspitzen aufnehmen zu müssen. Der Stromnetzbetreiber 50Hertz in Chemnitz reagierte darauf mit dem Bau von vier sogenannten Phasenschieber-Transformatoren. Diese wirken wie ein Widerstand auf dem Weg des Stroms und hindern ihn daran, nach Tschechien oder Polen abzufließen. Doch das Projekt war nicht günstig: Über 150 Millionen Euro kostete der Bau der Transformatoren. Das wird sich letztendlich im Strompreis für den Verbraucher niederschlagen. Außerdem sind damit noch längst nicht alle Probleme gelöst. Denn auch das deutsche Stromnetz ist auf Dauer nicht für so große Mengen an grünem Strom aus dem Norden ausgelegt, es mangelt an Transportkapazität. Die dadurch nötige Drosselung von Kraftwerken verursacht wiederum Kosten, die abermals am Ende den Verbraucher treffen werden. Es ist also dringend nötig, den Netzausbau in Deutschland voranzutreiben.

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