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Effizienzlabel für Heizungen Was Sie zum neuen Heizungslabel wissen sollten

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Ab 1. April wird es ein neues Effizienzlabel für Heizungen geben. Nach neuen Öl- und Gasheizungen müssen dann auch sogenannte Feststoffheizungen mit einem Energieeffizienzlabel gekennzeichnet werden, also Heizungen, die mit Scheitholz, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle betrieben werden.

Brennholz & Kohle: Das neue Effizienzlabel gilt für Feststoff Heizungen
Ab dem 1. April müssen auch Feststoffheizungen mit einem Effizienzlabel ausgezeichnet werden.
Kohleheizungen seien jedoch ein „absolutes Auslaufmodell“, betont Martin Brandis, Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Für Verbraucher interessant ist vor allem die Kennzeichnungspflicht für Feststoffheizungen. Laut Brandis ist zu erwarten, dass die Holz-, Pellet- und Hackschnitzelheizungen in sehr gute Effizienzklassen eingestuft werden. Schließlich würden sie mit erneuerbaren Energien betrieben.
 

Für Öl- und Gasheizungen gelten Effizienzlabel bereits

Zunächst werden für die Heizungen die Energieeffizienzklassen A++ bis G gelten, ab dem 27. September 2019 dann A+++ bis D. Brandis rechnet damit, dass Biomassekessel in der Regel die Effizienzklasse A+, Pellet-Brennwertkessel und Holzpelletöfen die Klasse A++ erhalten. Zum Vergleich: Öl- und Gasbrennwertkessel, für die die Kennzeichnungspflicht bereits seit September 2015 gilt, werden in der Regel in die Effizienzklasse A eingestuft. Ab Januar 2018 müssen dann auch sogenannte Einzelraumheizgeräte, also Kachel- und Kaminöfen ausgezeichnet werden.
 

Effizienzklassen als zusätzliche Information für Verbraucher

Ab April dürfen Schornsteinfeger neue Feststoffheizungen nicht mehr abnehmen. Allerdings gilt die Kennzeichnungspflicht nur für Neugeräte. Ältere Feststoffheizungen dürfen auch ohne Label weiterhin betrieben werden. Die Einstufung soll vor allem eine Hilfe für Verbraucher sein, die sich eine neue Heizung anschaffen möchten. Die verschiedenen Gerätetypen können dank der Label besser verglichen werden. So hat eine Wärmepumpe in der Regel eine bessere Effizienzklasse als eine Ölbrennwertheizung. Der Vergleich der Betriebskosten der verschiedenen Heizungsarten wird allerdings durch die Effizienzlabel kaum einfacher, erklärt Jens Dörschel vom Deutschen Pelletinstitut. Denn die Heizkosten hängen stark von den Preisen für die verschiedenen Brennstoffe ab. Nicht zuletzt deshalb sollten Bauherren und Modernisierer vor der Anschaffung einer neuen Heizung immer auch einen Fachmann zu Rate ziehen.