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Heizkosten Vermieter sollen sich an Mehrkosten durch CO2-Preis beteiligen

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Ab 2021 wird der geplante CO2-Preis das Heizen mit ÖL und Gas teurer machen. Noch fehlen die gesetzlichen Regelungen zur Kostenverteilung. Ein neuer Vorstoß kommt aus den SPD-Ministerien – demnach sollen sich Vermieter an den höheren Heizkosten mit bis zu 50 Prozent beteiligen.

CO2-Preis Heizkosten
Ab 2021 wird der CO2-Preis für Öl, Gas und Benzin eingeführt.
Im Eckpunkte-Papier der SPD-geführten Ministerien für Finanzen, Umwelt und Justiz wird vorgeschlagen, dass Vermieter nur die Hälfte ihrer Mehrkosten auf die Miete aufschlagen dürfen. Damit sollen Mieter vor zu hohen Miet- und Heizkosten geschützt werden. Die Belastung durch zu hohe Gas- und Heizölpreise soll für Verbraucher so gering wie möglich gehalten werden. Die Immobilienbranche kritisiert den Vorschlag und fordert eine bessere Kostenverteilung zwischen Mietern und Vermietern. Es sollte auch berücksichtigt werden, ob Vermieter bereits eine energetische Sanierung vorgenommen haben. Laut Andreas Mattner, Präsident des Immobilienwirtschaftsverbands ZIA, sollten Vermieter, die ihr Mietobjekt schon klimafreundlich saniert haben beim CO2-Preis entlastet werden. Mit dem CO2-Preis soll ein Anreiz geschaffen werden, auf klimafreundlichere Heizmethoden umzusteigen. Wenn die Vermieter aber den CO2-Preis nicht vollumfänglich an ihre Mieter weitergeben können, befürchtet die Immobilienbranche, dass kein Geld für klimafreundliche Heizungssanierungen bleiben wird.