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Nord Stream 2: Gaspipeline wird trotz angedrohter US-Sanktionen weitergebaut

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Der Bau der deutsch-russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 geht trotz Sanktionsdrohungen von Seiten der USA weiter. Die Bundesregierung steht nach wie vor hinter dem Projekt. Kritik kommt unter anderem von den Grünen.

Nord Stream 2 wird weitergebaut.
Nord Stream 2 wird größtenteils vom russischen Staatskonzern Gazprom finanziert.
Das russische Verlegeschiff „Fortuna“ ist in den Ostsee-Gewässern vor Dänemark eingetroffen und hat seine Arbeit aufgenommen. Nachdem der Bau der Gas-Pipeline im vergangenen Jahr für fast ein Jahr wegen US-Sanktionen unterbrochen worden war, werden die Bauarbeiten nun fortgesetzt. Die USA haben erneut Sanktionen angedroht, aber die Bundesregierung will das Pipeline-Projekt trotzdem abschließen. Besonders die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns Manuela Schwesig setzt sich für den Weiterbau und einen Dialog mit Russland ein. Die Verhaftung des Kreml-Kritikers Nawalny trübt die deutsch-russischen Beziehungen derzeit. Kritiker fordern einen Baustopp, um zu zeigen, dass die Bundesregierung den Umgang mit Nawalny nicht gutheißt. Auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert einen Baustopp. Sie bezeichnete Nord Stream 2 als „fatales Projekt“, weil es sich gegen die Ukraine richtet und die europäischen Klimaziele gefährdet.