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Energieversorgung Biogas bleibt als Grund- und Reservelast außen vor

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Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) bemängelt den geringen Einsatz von erneuerbaren Energien (wie z.B. Biogas) bei Ersatzkraftwerken. Auch im geplanten Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz spielen klimafreundliche Energiequellen kaum eine Rolle.

Biogas bleibt als Grund- und Reservelast außen vor
Die Biogas-Verstromung spielt im Gesetzentwurf kaum eine Rolle.
Der BEE sieht hier einen großen Nachholbedarf und hat in einer Mitteilung auf erneuerbare Alternativen hingewiesen. Demnach wird im Gesetzentwurf die klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung nicht bedacht, obwohl diese Anlagen gut einspringen könnten sowohl zur Strom- als auch zur Wärmeerzeugung. Auch die Verstromung von Ökogas und Holz findet in dem geplanten Gesetz kaum Beachtung. Stattdessen setzt die Bundesregierung vor allem auf alte Kohle- und Ölkraftwerke, die bei Engpässen wieder hochgefahren werden sollen. So sollen Gaslieferengpässe abgefangen und Gaskraftwerke ersetzt werden. Laut BEE könnte man jedoch weniger Kohle und Öl verwenden und mit wenigen regulatorischen Maßnahmen, die Leistung aus erneuerbaren Energien um 20 Prozent erhöhen. BEE-Präsidentin Simone Peter sieht hier sogar ein Steigerungspotenzial von sieben Terawattstunden Strom.
Durch die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen könnten laut Peter der Erdgasverbrauch reduziert und die Gasspeicher geschont werden. Das neue Gesetz ist eine Reaktion auf den Ukraine-Krieg und der Versuch, von russischem Gas unabhängig zu werden. Bisher galt die Erdgasverstromung als Brückentechnologie auf dem Weg in die Klimaneutralität. Nun sollen auch wieder Kohlekraftwerke als Grundlastkraftwerke dienen und die wechselhafte Ökostromeinspeisung ergänzen, bis andere neue Konzepte wie Stromspeicher oder Wasserstoff fossile Kraftwerke ersetzen.