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BDEW-Umfrage Erdgas birgt Öko-Potenzial

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Eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt, dass Erdgas unter anderem bei Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten ein grüneres Image hat, als bislang angenommen. Nach Meinung der Befragten kann Erdgas grundsätzlich umweltschonender erzeugt werden und damit zukünftig einen wichtigen Part bei der Versorgungssicherheit in der Energiewende einnehmen.
 

Vor der Verbrauch von Erdgas ist gestiegen.
Eine BDEW-Umfrage zeigt, das Erdgas ein grüneres Image hat als gedacht.
Für die Analyse hat der Verband Meinungsbildner aus verschiedenen Bereichen nach der persönlichen Wahrnehmung von Erdgas befragt. Außerdem mussten die Befragten aus Politik, Medien, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft angeben, welche Bedeutung ihrer Meinung nach Erdgas für die Energieversorgung hat und welches Potenzial es birgt.
 

Öko-Potenzial von Erdgas besser nutzen

Vor allem wegen seiner CO2-sparenden Eigenschaften und der hohen Flexibilität beim Einsatz sei Erdgas bei den Befragten geschätzt. Rund 60 Prozent sind zudem der Meinung, dass Erdgas noch ökologischer sein könnte, etwa durch mehr Biogas-Anteile oder etwa durch die Power-to-Gas-Technologie. Nur bei der Stromerzeugung durch Gas oder der Elektromobilität sehen die Befragten kaum eine Bedeutung für Erdgas.
"Die Ergebnisse zeigen, dass Meinungsbildner in Deutschland grundsätzlich positiv auf den Energieträger Gas blicken. Wir müssen als Branche das grüne Potenzial von Gas noch stärker herausstellen und die technischen Möglichkeiten noch deutlicher hervorheben", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.


Sanierungsmaßnahmen für Heizungstechnik stärker fördern

Es sei zwar erfreulich, dass die Politik Erdgas eine wichtige Rolle beimesse, erklärt Kapferer in der Mitteilung des BDEW. „Die Politik sollte allerdings entsprechend ihrer eigenen Einschätzung handeln und noch immer bestehende Hemmnisse etwa bei der Nutzung von Biomethan oder bei Power-to-Gas-Anlagen beseitigen“, fordert er. Investitionen in CO2-sparende und effiziente Heizungstechnik müsse künftig steuerlich absetzbar sein. Auch die Struktur der Förderungen müsse optimiert werden, indem die Politik bestehende Programme zur „Markteinführung von innovativen Systemen, Erneuerbaren Energien und zur energetischen Sanierung“ überarbeitet.