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Wohnungsmangel Deutschland baut am Bedarf vorbei

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In den sieben größten Städten des Landes entstehen zwar neue Wohnungen – laut einer Studie des IW Köln allerdings zu wenige. Vor allem der Mangel an Zweizimmerwohnungen dürfte sich verschärfen.
Ein junges Paar rechnet Baufinanzierung und Anschlussfinanzierung durch. Foto: Gettyimages/Tempura

Startker Zuzug und zu wenige neue Wohnungen: Die Preise in den Städten steigen weiter. Foto: Getty Images/Tempura

88.400 neue Wohnungen pro Jahr werden in den sieben größten Städten Deutschlands bis 2020 benötigt. Doch davon, dem wachsenden Mangel wirksam gegenzusteuern, ist Deutschland offenbar weit entfernt, wie eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) im Auftrag des Wohnungsunternehmens Deutsche Invest Immobilien nahelegt. Die in den vergangenen Jahren gebauten Wohnungen decken demnach nur ein Drittel des Bedarfs. Ein besonders drastischer Mangel deutet sich bei Zweizimmerwohnungen an.

Aus Daten des Sozioökonomischen Panels, einer regelmäßig wiederholten repräsentativen Befragung, haben die Wirtschaftsforscher ermittelt, wie viele Wohnungen in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, Frankfurt am Main und München bis 2020 neu gebaut werden müssen. An der Spitze liegt in absoluten Zahlen die Bundeshauptstadt, in der mehr als 31.000 neue Wohnungen gebraucht werden.

Am größten ist das Missverhältnis in Berlin

Dem Bedarf wird in der Studie die Zahl der von 2011 bis 2015 entstandenen Wohnungen gegenübergestellt, auf Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamts. Ergebnis: In den sieben genannten Städten sind nur 32 Prozent der benötigten Wohnungen entstanden. Am größten ist das Missverhältnis in Berlin, wo nur ein Viertel des Bedarfs gedeckt wird. Vor allem Zwei- bis Vierzimmerwohnungen werden in naher Zukunft offenbar knapp. Nur ein Fünftel der benötigten Wohnungen dieser Größen sind bisher entstanden. Der Bedarf an Einzimmerwohnungen kann dagegen zu 46 Prozent gedeckt werden, der an Wohnungen mit fünf und mehr Zimmern zu 34 Prozent.

Vergleichsweise entspannt ist demgegenüber die Lage in Frankfurt. 45 Prozent der bis 2020 benötigten Wohnungen sind hier in den letzten Jahren gebaut worden, das ist der beste Wert der sieben im Branchen-Jargon sogenannten A-Städte. Den Zahlen zufolge wurden in Frankfurt 44 Prozent mehr Einzimmerwohnungen errichtet, als bis 2020 benötigt werden. Auch in der Main-Metropole dürfte sich hingegen vor allem der Mangel an Zweizimmerwohnungen verschärfen – der zusätzliche Bedarf wird bisher nur zu 23 Prozent gedeckt.

In Düsseldorf größter Mangel an Zweizimmerwohnungen

Die anderen fünf Städte liegen beim Verhältnis zwischen Bestandsänderung und Baubedarf zwischen Berlin und Frankfurt. In allen bleibt vor allem die Zahl der neu entstandenen Zweizimmerwohnungen hinter der benötigten Menge zurück. Am stärksten ausgeprägt ist der Mangel in Düsseldorf, wo bisher nur 18 Prozent dieser Art von Wohnungen gebaut wurden.

Der Wohnungsmangel in den Städten führt laut den Studienautoren mittlerweile dazu, dass nach dem starken Zuzug in den vergangenen Jahren seit 2014 wieder eine Wanderbewegung aufs Land feststellbar ist. Vor allem Einkommensschwache würden aus den Metropolen ins Umland verdrängt, interpretieren IW Köln und Deutsche Invest Immobilien diesen Befund. Selbst dieser Wegzug aus den Städten werde die Lage dort aber nicht entspannen. Denn wegen der weiteren Zuwanderung aus dem Ausland würden weiterhin mehr Menschen in die großen Städte ziehen als von diesen weg. 
Verhältnis zwischen durchschnittlicher Bestandsänderung (2011-2015) und Baubedarf
  1 Zimmer 2 Zimmer 3-4 Zimmer 5 und mehr Zimmer total
Berlin 46 % 21 % 20 % 34 % 25 %
Hamburg 37 % 29 % 39 % 48 % 38 %
Düsseldorf 5 % 18 % 36 % 44 % 33 %
Köln 24 % 22 % 37 % 52 % 36 %
Stuttgart 54 % 22 % 21 % 40 % 27 %
Frankfurt 144 % 23 % 36 % 60 % 45 %
München 36 % 39 % 33 % 23 % 33 %
A-Städte 48 % 26 % 29 % 39 % 32 %

Quelle: Statistisches Bundesamt, Institut der deutschen Wirtschaft Köln; rot: bis 25 %

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