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Das Wichtigste
- Ein Hauskredit ist ein spezielles Darlehen zur Finanzierung eines Hauses. Hauskredite weisen einige Besonderheiten auf: Darlehensgeber verlangen beispielsweise eine Grundbucheintragung und vergeben den Kredit mit einer Zweckbindung.
- Aufgrund der hohen Darlehenssumme fallen auch geringe Zinsunterschiede stark ins Gewicht. Mit einem professionellen Baufinanzierungsvergleich und einer fundierten Expertenberatung können Sie schnell mehrere tausend Euro sparen.
- Die Aufnahme eines Hauskredits sollte gründlich geplant werden. Unsere Tipps helfen Ihnen, einen Hauskredit mit günstigen Konditionen zu finden.
Was ist der Unterschied zwischen Hauskredit, Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung?
Die Begriffe Hauskredit, Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung werden im Alltag oft synonym verwendet. Die Begriffe bezeichnen Darlehen, die dazu dienen, eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen oder Geld für die Anschaffung eines größeren Projekts oder Grundstücks zu leihen. In der Praxis wird der Begriff Hauskredit häufig für den Kauf eines Hauses verwendet. Bei CHECK24 unterscheiden wir nach Anwendungsfall: Der Hauskredit-Vergleich zeigt Ihnen aktuelle Konditionen, während Sie auf unserer Hausfinanzierungs-Seite den kompletten Planungsprozess Schritt für Schritt durchgehen.
Was sind Besonderheiten eines Hauskredits?
Hauskredite sind in der Regel sogenannte Annuitätendarlehen. Das bedeutet, dass der Kredit für den Hauskauf in gleichbleibenden monatlichen Raten zurückgezahlt wird. Der Sollzins spielt bezüglich der Gesamtkosten eine wichtige Rolle. Er wird zu Vertragsbeginn für einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Somit wird die gesamte Laufzeit in meist mehrere Zinsbindungsphasen unterteilt.
Da es dabei um hohe Beträge geht, wird diese Art von Kredit durch die gekaufte Immobilie per Grundschuld abgesichert. Ein Hauskredit ist ein zweckgebundener Kredit. Das bedeutet, dass Sie das geliehene Geld ausschließlich und nachweislich für den Hauskauf verwenden müssen.
Sollzinsbindung
Der Zinssatz wird für einen bestimmten Zeitraum festgelegt und Sie können die Zinskosten für diesen Zeitraum exakt berechnen. Vor kurzfristigen Zinsschwankungen sind Sie geschützt. Üblich sind Zinsbindungsfristen beziehungsweise Sollzinsbindungen von fünf, zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren.
Sondertilgung
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Sondertilgungen mit der Bank zu vereinbaren. Steht zwischenzeitlich ein zusätzlicher Betrag zur Verfügung, können Sie diesen zur Tilgung des Darlehens einsetzen. Dadurch verringert sich die Restschuld – Sie zahlen den Hauskredit schneller ab und die Gesamtkosten sinken.
Tilgung
Die anfängliche Tilgung beschreibt, wie viel Prozent des Hauskredits Sie im ersten Jahr tilgen, also wie schnell Sie Ihren Hauskredit abbezahlen. Je höher der Tilgungssatz, desto schneller zahlen Sie das Darlehen zurück und desto geringer fallen die Gesamtkosten aus. Sie müssen aber auch eine höhere monatliche Rate begleichen.
Grundschuld
Bei einem Hauskredit wird auf die finanzierte Immobilie eine Grundschuld eingetragen. Das gibt der kreditgebenden Bank die Möglichkeit, das Objekt zu veräußern, sollten Sie in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Weil für die Bank dadurch das Ausfallrisiko sinkt, kann sie Darlehen zu günstigeren Konditionen vergeben als gewöhnliche Ratenkredite.
Wie hoch ist aktuell der Zins beim Hauskredit?
Die Bauzinsen sind von der Zinsentwicklung am Markt, Ihrer persönlichen finanziellen Situation und Ihrem Vorhaben abhängig. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, wie hoch die Zinsen, angelehnt an das Zinsniveau für verschiedene Sollzinsbindungen, aktuell ausfallen. Die Zinsen der Banken unterscheiden sich ebenfalls untereinander. Ein individuelles Ergebnis erhalten Sie durch den Baufinanzierungsvergleich.
Da regional günstigere Zinsen möglich sind, nutzen Sie den Zinsrechner für ein persönliches Ergebnis. Bei den angezeigten Zinsen handelt es sich um die jeweils besten Ergebnisse aus den Angeboten von über 650 Produktanbietern.
Rechenbeispiel: So kann der Hauskredit aussehen
Angenommen, Sie finanzieren ein Haus ohne Maklercourtage mit einem Kaufpreis in Höhe von 400.000 Euro in Eutin (Schleswig-Holstein). Sie können 150.000 Euro Eigenkapital aufbringen und möchten monatlich nicht mehr als 1.300 Euro für die Rate zahlen. Damit könnte Ihr Kredit ungefähr so aussehen:
- Notar- und Grundbuchkosten (ca. 2 %): 3.980 Euro
- Grunderwerbssteuer Schleswig-Holstein: 6,5 % = 26.000 Euro
- Höhe Darlehen: 279.980 Euro
- anfängliche Tilgung: 2 %
- Bauzins für 10 Jahre Zinsbindung (laut Zinsrechner Stand Juni 2026): 3,54 %
- Monatsrate: 1.293 Euro
- Zinskosten nach Ende der Zinsbindung: 87.491 Euro
- Restschuld am Ende der Sollzinsbindung: 213.572 Euro
- voraussichtliche gesamte Laufzeit: 28 Jahre, 10 Monate
Die Nebenkosten errechnen sich prozentual am Kaufpreis. Die Höhe der Grunderwerbsteuer ist dabei abhängig vom Bundesland. Um die Darlehenshöhe zu berechnen, addieren Sie zunächst die Makler- und Grundbuch- sowie Steuerkosten zum Kaufpreis und ziehen davon das Eigenkapital ab. Im Beispiel bleibt eine Darlehenshöhe von 279.980 Euro. Nun können Sie mit Zins- und Tilgungsrechner die weiteren Komponenten ermitteln.
Vorbereitung auf den passenden Hauskredit: Wichtige Bausteine für die Finanzierung Ihres Hauskaufs
Je mehr Eigenkapital Sie für Ihren Hauskredit aufbringen können, desto günstiger wird Ihr Darlehen:
- Nebenkosten, die Sie nicht per Immobilienkredit finanzieren müssen, reduzieren die Gesamtkosten. Eine Vollfinanzierung wird von den meisten Banken oft erst gar nicht bewilligt.
- Der Kreditbetrag reduziert sich, wenn Sie über die Kaufnebenkosten hinaus Geld in den Hauskredit einbringen können.
- Die Zinskonditionen verbessern sich aufgrund eines geringen Risikos für die Bank.
Eigenleistung zählt ebenfalls zum Eigenkapital: Können Sie handwerkliche Arbeiten zur Fertigstellung Ihrer Immobilie selbst erledigen, können diese Leistungen zu bis zu 15 Prozent angerechnet werden.
Checkliste zum Hauskauf
Vor Aufnahme eines Darlehens gibt es viele Punkte zu bedenken. Damit Sie bestmöglich auf Ihr Vorhaben vorbereitet sind, nutzen Sie einfach unsere Checkliste für den Hauskauf. Diese zeigt Ihnen alle Schritte, die dafür nötig sind: von der Suche nach einer geeigneten Immobilie über benötigte Unterlagen bis hin zum Kaufvertrag.
In drei Schritten: vergleichen & tausende Euro sparen
Bevor Sie zur Bank gehen und dort einen Haus-Kredit aufnehmen, sollten Sie die Konditionen verschiedener Anbieter vergleichen. Der Hauskreditvergleich von CHECK24 ist kostenlos und unverbindlich, Schufa-neutral und betrachtet für Sie Angebote von über 650 Kreditinstituten.
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Geben Sie einige persönliche Daten und die Eckpunkte zu Ihrem Vorhaben und dem Finanzierungsbedarf an und erhalten Sie unverbindliche Angebote.Persönlich beraten lassen
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Ihr Baufinanzierungsberater hilft Ihnen bei der Zusammenstellung der Unterlagen. Ist alles eingereicht, korrekt und unterschrieben, erhalten Sie den Kredit für Ihr Kaufvorhaben.
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Fünf Tipps für den günstigsten Hauskredit
Bei der realistischen Planung Ihrer Finanzierung helfen Ihnen unsere Baufinanzierungsrechner, mit denen Sie für jeden Schritt die wichtigsten Kennzahlen für Ihren Hauskredit berechnen können. Zusätzlich sollten Sie diese Tipps beachten, um die Finanzierung mit den besten Zinsen zu finden:
1. Hauskredit ohne Eigenkapital? Besser nicht!
Können Sie 40 Prozent oder mehr zuzüglich der Kaufnebenkosten aus Eigenkapital stemmen, erhalten Sie den besten Zins für Ihr Vorhaben. Ratsam sind mindestens 20 bis 30 Prozent Eigenkapital für einen Hauskredit. Baufinanzierungen ohne Eigenkapital – sogenannte 100-Prozent-Finanzierungen – sind bei einigen wenigen Kreditinstituten möglich, gehen jedoch mit höheren Zinsen einher und werden für gewöhnlich nur an Kunden mit besonders guter finanzieller Gesamtsituation vergeben.
2. Finanzierungsbedarf bestimmen: Nebenkosten nicht vergessen
Zusätzlich zu den Kosten für den Bau oder den Kaufpreis kommen Kaufnebenkosten auf Sie zu – dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision. Darüber hinaus können Kosten für die Renovierung oder Modernisierung anfallen. Um die richtige Kreditsumme zu bestimmen, wird das vorhandene Eigenkapital von den Kauf- oder Baukosten zuzüglich Nebenkosten abgezogen.
3. Rechner für die Vorbereitung verwenden
Nutzen Sie zur Vorbereitung unsere kostenlosen und anonymen Baufinanzierungsrechner. Diese helfen Ihnen zum Beispiel die Höhe der monatlichen Rate zu ermitteln oder den Kaufpreis einer Immobilie und die Höhe des Darlehens, das Sie sich optimal leisten können.
4. Anschlussfinanzierung suchen: Nach dem Kredit ist vor dem Kredit
Bei Ablauf der Zinsbindung müssen Sie sich für die normalerweise noch verbleibende Restschuld um eine Anschlussfinanzierung kümmern. Diese können Sie bei Ihrer bisherigen Bank abschließen. Bietet Ihr bisheriger Kreditgeber keine guten Konditionen, können Sie den neuen Vertrag bei einer anderen Bank abschließen. Hier lohnt sich der erneute Vergleich. Ist die Zinslage besonders günstig, während die Zinsbindung noch läuft, können Sie ab 60 Monate vor deren Ende auch ein Forward-Darlehen abschließen, um sich aktuelle Zinssätze zu sichern.
5. Förderungen nutzen
Ein Förderkredit kann die Gesamtkosten senken. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt spezielle Kredite für Privatpersonen, die ein Haus zur Eigennutzung erwerben. Mit verschiedenen Programmen, die sich je nachdem an Familien oder Einzelpersonen richten, unterstützt sie den Eigenheimerwerb. Fragen Sie Ihren Baufinanzierungsberater nach einem passenden Programm für Ihr Vorhaben.
Weitere Kosten bedenken
Auch die Kosten für den Umzug und die Einrichtung Ihres Eigenheims sollten Sie im Hinterkopf behalten. Da diese nicht über eine Baufinanzierung abgedeckt werden können, sollten Sie hierfür Eigenkapital bereithalten. Alternativ ist die Aufnahme eines speziellen Wohnkredits denkbar, welcher Ihre monatliche finanzielle Belastung jedoch erhöht.
