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Wohneigentum 7 wissenswerte Dinge über Immobilien in Deutschland

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Die Broschüre „Markt für Wohnimmobilien 2017“ der Landesbausparkassen liefert Zahlen und Fakten zum gesamten deutschen Immobilienmarkt, die nicht nur für Bauherren interessant sind.
Immobilienpreise

Die meisten Deutschen wohnen in mehrgeschossigen Gebäuden.

Wo können Bauherren in Deutschland am günstigsten bauen? Wie viele Häuser wurden 2016 in Deutschland fertiggestellt? Welches Bundesland hat die höchste Wohneigentumsquote? Diese Fragen beantwortet die Broschüre „Markt für Wohnimmobilien 2017“, die von den Landesbausparkassen (LBS) veröffentlicht wurde. In die Publikation flossen Daten aus 960 Groß-, Mittel- und Kleinstädten in Deutschland ein. Dazu wurden 600 Experten von LBS und Sparkassen vor Ort befragt. Doch der Leser erfährt nicht nur die Quadratmeterpreise und Mieten für zahlreiche Städte in Deutschland, sondern entdeckt auch weitere interessante Zahlen und Fakten rund um das Thema Immobilien, beispielsweise, was sich Bauherren alles einfallen lassen, um Kosten einzusparen oder wie hoch das Volumen aller Immobilienkredite 2016 insgesamt gewesen ist.

1. Immobilienkredite werden vor allem für den Erwerb gebrauchter Wohnungen aufgenommen

Im vergangenen Jahr betrug das Gesamtvolumen aller Immobilienfinanzierungen in Deutschland laut LBS rund 171,6 Milliarden Euro, was in etwa der Hälfte des Bundeshaushalts 2016 entspricht. Von allen neuen Krediten wurden im letzten Jahr mit 54 Prozent über die Hälfte für den Kauf gebrauchter Immobilien verwendet. Jeweils nur knapp ein Viertel aller neuen Kredite wurde für den Wohnungsneubau oder für die Modernisierung  von  Gebäuden genutzt.

2. Die Hälfte des Privatvermögens besteht aus Wohnimmobilien

Die privaten Haushalte in Deutschland besaßen 2015 ein Gesamtvermögen von 12,9 Billionen Euro oder, anders ausgedrückt, fast 13.000 Milliarden Euro. Dieses Vermögen besteht zu 49 Prozent aus Wohnimmobilien. Die Hälfte des Privatvermögens in Deutschland besteht demnach aus Wohngebäuden und Grundstücken. Geldvermögen kommt dagegen nur auf einen Anteil von 43 Prozent.

3. In Deutschland wohnen die meisten Mieter

Laut Deloitte Property Index wohnt mit 54 Prozent über die Hälfte der Haushalte in Deutschland zur Miete. Damit ist Deutschland in Europa mit weitem Abstand Spitzenreiter. Auf Platz zwei folgt Dänemark mit einem Mieteranteil von 34,4 Prozent, in Slowenien liegt der Mieteranteil sogar nur bei 2,4 Prozent.

4. Die meisten Deutschen wohnen in mehrgeschossigen Wohngebäuden

Die Mehrheit der Deutschen wohnt in Geschosswohnungen. Von den knapp 40 Millionen Wohneinheiten befinden sich rund 21 Millionen in drei Millionen Gebäuden mit drei oder mehr Wohnungen. Dagegen befinden sich 18,7 Millionen Wohneinheiten in Ein- oder Zweifamilienhäusern.

5. Eigentumswohnungen sind größer als Mietwohnungen

Durchschnittlich haben Eigentumswohnungen in Deutschland mit rund 51 Quadratmetern eine größere Pro-Kopf-Fläche als Mietwohnungen, die im Schnitt 40 Quadratmeter pro Person aufweisen.

6. Quadratmeterpreise in Deutschland im Mittelfeld der EU

Obwohl die Immobilienpreise in Deutschland im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent gestiegen sind, liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis mit 2.957 Euro im Vergleich nur im Mittelfeld der EU. Am meisten müssen die Verbraucher im Vereinigten Königreich mit durchschnittlich 4.628 Euro für einen Quadratmeter ausgeben, gefolgt von Frankreich, wo der Quadratmeterpreis im Schnitt bei 4.055 Euro liegt. Vor allem die Metropolen London und Paris dürften hier den Durchschnittspreis in die Höhe treiben. Am günstigsten ist Wohneigentum in Europa für Portugiesen, die durchschnittlich nur 1.068 Euro pro Quadratmeter investieren müssen.

7. Wie Häuslebauer Baukosten senken

Durch steigende Immobilienpreise werden Bauherren in Deutschland immer kostenbewusster und versuchen, die Baukosten auf verschiedene Art und Weise zu senken. Über die Hälfte der Bauherren in Deutschland (53 Prozent) packt laut LBS selber beim Bau mit an. Immerhin 39 Prozent verzichten auf einen Keller, 27 Prozent versuchen die Kosten beim Grundstückskauf einzusparen und wählen ein Grundstück, dass für den Bau nicht größer als notwendig ist. Mit 23 Prozent entscheidet sich knapp ein Viertel der deutschen Häuslebauer dafür, den Grundriss so einfach wie möglich zu halten, um die Baukosten nicht durch eine anspruchsvolle Architektur in die Höhe zu treiben. Bei der Qualität machen allerdings nur die wenigsten Abstriche – nur 10 Prozent der Bauherren versuchen die Ausgaben durch den Einsatz günstiger Baumaterialien zu senken. 

 

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