Sparen Sie Zeit und übernehmen Sie Daten aus Ihrem Kundenkonto.
Neuer Kunde? Starten Sie hier.
Meine Listen
Merkzettel
Ihr Merkzettel ist leer.
Warenkorb Shopping
Ihr Warenkorb ist leer.
089 - 24 24 11 22 Hilfe und Kontakt
Telefonische Expertenberatung
089 - 24 24 11 22
Montag - Sonntag von 8:00 - 20:00 Uhr
Gerne kontaktieren Sie uns per E-Mail:
baufi@check24.de
Sie sind hier:

Baufinanzierung Lexikon

A A A

Eigenkapital

Je mehr Eigenkapital Verbraucher mitbringen, desto günstiger wird in der Regel die gesamte Baufinanzierung. Durch einen höheren Eigenkapitalanteil steigt die Sicherheit für die Bank. Das honoriert das Geldinstitut in der Regel mit günstigeren Zinssätzen. Experten raten dazu, mindestens 20 Prozent des Kaufpreises sowie zusätzlich die kompletten Nebenkosten selbst zu stellen, um sich bei der Baufinanzierung die günstigsten Konditionen zu sichern. Zu den Nebenkosten zählen etwa die Grunderwerbssteuer und die Maklergebühr. Verfügen Verbraucher über weniger Eigenkapital als die empfohlenen 20 Prozent, bedeutet das in der Regel nicht, dass eine Baufinanzierung nicht möglich ist. Die Finanzierung wird in diesem Fall allerdings teurer. Verbraucherschützer empfehlen, so viel Eigenkapital wie möglich in die Baufinanzierung einzubringen. Abgesehen von einer Sicherheitsreserve in Höhe von zwei oder mehr Nettomonatslöhnen, sollten daher alle Ersparnisse mobilisiert werden. Zum Eigenkapital zählt beispielsweise Bargeld, Geldanlagen auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten, möglicherweise Wertpapiere, Bausparguthaben aber auch Eigenleistungen. Eigenleistungen sind vom Bauherren oder Hauskäufer selbst erbrachte Leistungen. Diese können in der Regel fünf bis zehn Prozent der gesamten Finanzierungssumme ausmachen. Allerdings wird der Aufwand, der mit diesen – auch Muskelhypothek genannten – Eigenleistungen verbunden ist, oft unterschätzt. Banken raten daher dazu, die Eigenleistungen möglichst zurückhaltend zu bewerten.

Der Eigenkapitalanteil hat demnach einen großen Einfluss auf die Kosten einer Baufinanzierung. Hintergrund dieses Umstandes ist unter anderem, dass ein sogenanntes erstrangiges Darlehen in der Regel die günstigsten Zinsen bietet. Für ein Darlehen wird in der Regel eine Grundschuld aufgenommen, die als Grundpfandrecht in das Grundbuch eingetragen wird. Sollte der Kreditnehmer die monatlichen Raten nicht mehr vertragsgemäß bedienen können, hat die Bank das Pfandrecht. Das bedeutet, dass Gebäude und Grundstück zwangsversteigert werden können, um die Schulden aus dem Erlös zu begleichen. Die Einträge ins Grundbuch erfolgen in einer bestimmten Reihenfolge. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Kunden werden die Forderungen entsprechend der Rangfolge im Grundbuch bedient – je weiter vorne das Geldinstitut im Grundbuch steht, desto höher ist entsprechend die Sicherheit. Wenn das kreditgebende Institut auf Rang eins steht, spricht man von einem sogenannten erstrangigen Darlehen. Ein erstrangiges Darlehen ist allerdings nur bis zu einer gewissen Höhe möglich. Hierfür entscheidend sind Verkehrswert, Beleihungswert und Beleihungsgrenze. Der Verkehrswert bezeichnet jenen Wert einer Immobilie, zu dem diese unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen – beispielsweise dem Bau einer Umgehungsstraße in unmittelbarer Nähe des Grundstücks – verkauft werden könnte. Der Beleihungswert wiederum beträgt rund 80 Prozent des Verkehrswertes. Die Beleihungsgrenze drückt aus, dass der Beleihungswert zu maximal 60 Prozent zur Deckung einer Baufinanzierung verwendet werden darf. Bei einem Kaufpreis von 100.000 kann der Beleihungswert daher bei 80.000 Euro liegen, die Beleihungsgrenze bei lediglich 60 Prozent dieses Wertes. Ein erstrangiges Darlehen wäre demnach für eine Summe von 48.000 Euro möglich. Wenn Verbraucher sich eine möglichst kostengünstige Baufinanzierung sichern wollen, läge der Eigenkapital in diesem Beispiel bei etwa der Hälfte. Wenn nicht genug Eigenkapital vorhanden ist, kann der Rest der benötigten Kreditsumme allerdings auch über ein sogenanntes nachrangiges Darlehen finanziert werden, das Geldinstitut verrechnet hierfür höhere Zinssätze.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

CHECK24 Service

CHECK24 Baufinanzierung

Haben Sie noch Fragen? Wir helfen Ihnen gerne.

089 - 24 24 11 22
8 - 20 Uhr | Mo - So

oder eine Mail an: baufi@check24.de