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Rückzahlung der Mietkaution

Unter welchen Bedingungen die Mietkaution nach dem Auszug zurückerstattet wird, können Sie hier nachlesen.

Das Einfordern einer Kaution zu Beginn eines neuen Mietverhältnisses dient dem Vermieter als finanzielle Sicherheit gegenüber dem Mieter.

Tipp: Detaillierte Information rund um das Thema Mietkaution finden Sie auf unserer dazugehörigen Themenseite.

Mietkaution schriftlich zurückfordern

Der Mieter sollte beim Auszug die Mietkaution am besten schriftlich zurückfordern. Das Schreiben sollte diese Angaben beinhalten:

  • genaue Adresse der Wohnung
  • Datum, zu dem das Mietverhältnis endet
  • Höhe der geleisteten Kaution
  • Bankdaten des Mieters

Ein Musterschreiben für die Rückforderung der Mietkaution können Sie kostenlos im Internet herunterladen.

Rückzahlungsfristen

Bis wann der Vermieter die Kaution zurückzahlen muss, kommt auf den Einzelfall an. Sind im Wohnungsübergabeprotokoll keine Schäden oder Mängel vermerkt, muss er den Kautionsbetrag inklusive Zinsen umgehend überweisen.

Sind beim Auszug bereits Mängel bekannt, kann dem Mieter eine Frist gewährt werden, um diese auszubessern – zum Beispiel nicht richtig verputzte Bohrlöcher oder Flecken an der Wand. Übernimmt dagegen der Vermieter die Reparaturen beziehungsweise lässt diese von Dritten durchführen, kann er sich mit der Rückzahlung Zeit lassen, bis alle Rechnungen bezahlt sind. Die Ausgaben zieht er dann von der Kautionssumme ab.

Wichtig: Verschleißmängel – etwa am Herd – sind dagegen kein Grund, die Kaution zu mindern.

Bei einer noch ausstehenden Betriebskostenabrechnung darf der Vermieter einen Teil der Kaution vorerst einbehalten, nicht aber den gesamten Betrag. Dabei muss er sich an der Abrechnungshöhe der Vorjahre orientieren.

Gibt es zum Zeitpunkt des Auszugs noch Mietrückstände, darf der Vermieter diese ausgleichen, indem er die Kaution – oder den entsprechenden Anteil davon – nicht zurückerstattet.

Wichtig: Die Kaution darf nicht „abgewohnt” werden – die Miete muss auch in den letzten Monaten des Mietverhältnisses noch gezahlt werden.

Wichtige Urteile zum Thema Rückzahlung der Mietkaution

Urteil: Rückzahlungspflicht des Hausverkäufers

Der Verkäufer eines vermieteten Grundstücks muss dem Mieter die Kaution zurückzahlen, falls er diese nicht vom Käufer des Grundstücks zurückbekommt. Ein Ausschluss dieser Haftung muss explizit vereinbart werden, so der BGH (Aktenzeichen VIII ZR 143/12).

Urteil: Verwendungsmöglichkeit der Kaution

Ein Vermieter darf die Kaution nur für Forderungen verwenden, die aus dem dazugehörigen Mietverhältnis stammen. Das gilt laut dem BGH auch, wenn es nach Ende des Mietverhältnisses kein offenen Forderungen gibt (Aktenzeichen VIII ZR 36/12). Im verhandelten Fall hatte der Vermieter die hinterlegte Kaution zu Unrecht einbehalten, um damit seine Ansprüche aus einem anderen Mietverhältnis auszugleichen.

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