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Draghi lässt den Leitzins unangetastet Was der EZB-Entscheid für Sparer und Kreditnehmer bedeutet

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Trotz eines leichten konjunkturellen Aufschwungs und eines deutlichen Anstiegs der Inflation im Euroraum belässt die EZB die Leitzinsen weiterhin bei null Prozent – zum Leidwesen der deutschen Sparer.
EZB-Logo; Draghi wehrt sich gegen Vorwürfe deutscher Sparer

Die EZB belässt den Leitzins auf 0,0 Prozent. Für Sparer bedeutet das vorerst weiterhin niedrige Zinsen

Sparer in Deutschland können nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) von diesem Donnerstag auch mittelfristig nicht mit höheren Zinsen für ihre Ersparnisse rechnen. EZB-Präsident Mario Draghi betonte in der Pressekonferenz nach der Ratssitzung erneut, dass die Zinsen wohl auch nach dem geplanten Ende des Anleihekaufprogramms vorerst niedrig bleiben werden. Einen kleinen Grund zur Hoffnung gab der EZB-Präsident den deutschen Sparern in der Pressekonferenz allerdings doch: „Auch die deutschen Sparer haben einen Nutzen gezogen. Als Kreditnehmer, als Unternehmer und als Arbeitnehmer. In dem Maße, wie sich der konjunkturelle Aufschwung verfestigt, werden auch die Zinsen wieder steigen, in Deutschland und in anderen Ländern.“ In Draghis Augen sind ein selbsttragender wirtschaftlicher Aufschwung und eine Inflation von knapp unter zwei Prozent in der gesamten Eurozone unabdingbar dafür, dass die expansive Geldpolitik der EZB gelockert wird.

Die EZB-Entscheidung erhöht auch den Druck auf deutsche Banken. Aufgrund der Niedrigzinsen brechen ihnen die Erträge aus dem Kreditgeschäft weg. Bereits im letzten Jahr haben viele Geldhäuser versucht, diese Lücke mit Gebührenerhöhungen zu kompensieren – zum Leidwesen der Sparer. Auf der anderen Seite dürften sich Kreditnehmer über die EZB-Entscheidung freuen. Denn damit werden die Zinsen für Kredite auch in naher Zukunft niedrig bleiben.

Warum Draghi die Zinssätze unverändert lässt

„Wir können uns nicht zurücklehnen.“, sagte Draghi auf der Pressekonferenz zur EZB-Ratssitzung. Er erklärte: „Das beträchtliche Maß an geldpolitischer Unterstützung ist weiterhin nötig, um unsere Ziele zu erreichen.“ Trotz eines sprunghaften Anstieges der Inflation im Euroraum und eines leichten konjunkturellen Aufschwungs entschied der EZB-Rat unter der Führung von Draghi, sowohl den EZB-Leitzins bei 0,0 Prozent als auch den Einlagenzins für Banken bei -0,4 Prozent zu belassen. Auch das Anleihenkaufprogramm, bei dem die EZB monatlich Anleihen im Wert von 80 Milliarden Euro kauft, soll wie geplant bis Ende März fortgesetzt werden. Danach soll das Programm mit einem monatlichen Volumen von 60 Milliarden Euro bis Ende Dezember weiter laufen. Im Gegensatz zur letzten Sitzung des EZB-Rates Anfang Dezember 2016 war die Entscheidung dieses Mal einstimmig.

Wirtschaftswachstum und Inflation noch nicht stark genug

Zwar sahen die Währungshüter, dass in den letzten drei Jahren im Euroraum 4,5 Millionen Arbeitsplätze geschaffen wurden und dass das Bruttoinlandsprodukt seit 2015 in jedem Quartal zwischen 0,3 und 0,6 Prozent gewachsen ist. Doch sie begründeten ihre Entscheidung damit, dass der deutliche Inflationsanstieg vor allem auf Basiseffekte und die hohen Energiepreise zurückzuführen sei. Basiseffekt bezeichnet den Einfluss des Preisniveaus des Vorjahres auf die gegenwärtige Preisentwicklung. Im Dezember 2015 waren die Energiepreise sehr niedrig. Des Weiteren erklärte der EZB-Präsident, dass es keine Anzeichen für einen Aufwärtstrend der Kerninflation gebe, welche die Lebensmittel und Energiepreise nicht berücksichtigt.

Damit wird das Inflationsziel der EZB mit einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent weiterhin verfehlt – auch wenn nach Angaben von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, die Inflation im Dezember schon in vier Mitgliedsstaaten der Eurozone über 2,0 Prozent und in Deutschland mit 1,7 Prozent knapp darunter lag. Draghi begründete die Entscheidung allerdings damit, dass es weiterhin Anzeichen globaler Unsicherheiten gebe. Der oberste Eu-Währungshüter spielte damit offenbar vor allem auf den von der englischen Premierministerin Theresa May angekündigten harten Brexit und den Beginn der Präsidentschaft von Donald Trump in den USA an.
 

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