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Rechnung nach der Urlaubsreise So vermeiden Sie Zinsen bei Ihrer Kreditkarte

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Im Urlaub gut gegessen und den Mietwagen gezahlt: Und danach kommt die Kreditkartenabrechnung. Doch ob Sie Zinsen zahlen müssen, hängt maßgeblich von Ihrem Karten-Typ ab – und von Ihnen.
Eine Frau sitzt mit ihrem Koffer, ihrer Kreditkarte und Laptop an einem Brunnen.

Vor allem im Urlaub erweist sich die Kreditkarte oftmals als große Hilfe. Foto: gettyimages/martin-dm

Elena Sanna zahlt im Urlaub das Essen im Restaurant oder die Hotelrechnung gerne mit ihrer Kreditkarte. Die Mittdreißigerin genießt die bequeme Art der Bezahlung bei ihren Reisen in die USA oder Indonesien. Erstens weiß sie nie, was sie mit umgetauschtem Bargeld in fremden Währungen machen soll, das am Ende des Trips übrigbleibt. Zweitens hat sie die Erfahrung gemacht, dass ihre Bank beziehungsweise ihr Kartenanbieter in der Regel die Währungen in einem für sie besseren Kurs umrechnet – vorausgesetzt sie lässt den Betrag nicht sofort in Euro umrechnen (siehe Kasten unten). Sie besitzt die Santander 1plus Visa Card, mit der sie auch weltweit kostenlos Geld abheben könnte – falls ein Geschäft keine Kreditkarte akzeptiert. Die Karte zählt zum Typ Credit, bei denen die Bank dem Kunden einen Kreditrahmen einräumt. Bei diesem Kreditkarten-Typ können auf Umsätze und Ausgaben Zinsen anfallen. Wir zeigen, wie die fiktive Vielreisende Elena unnötige Zinszahlungen vermeiden kann. Außerdem erklären wir, worauf Nutzer von Charge-, Prepaid-, und Debitkarten bei der Abrechnung achten sollten.

Direktumrechnung in Euro oder Landeswährung?

Wenn Urlauber im Ausland mit ihrer Kreditkarte kostenlos abheben und bezahlen können, entstehen möglicherweise außerhalb der Eurozone trotzdem unnötige Kosten durch ungünstige Wechselkurse. Egal, ob am Automaten oder beim Bezahlen: Urlauber sollten eine Auszahlung ohne sofortige Umrechnung in Euro wählen. Dann bestimmt die Bank oder der Kreditkartenanbieter, oftmals Mastercard oder Visa, den Umrechnungskurs. Bei einer sofortigen Umrechnung in Euro lauern versteckte Gebühren. Geldautomatenbetreiber rechnen häufig entweder in einem für den Urlauber schlechten Kurs um oder im Restaurant und Geschäft kann für diese Leistung ein Aufschlag verlangt werden, der – wenn überhaupt – erst auf der Kreditkartenabrechnung erscheint.

Vollständiger Rechnungsausgleich per Lastschrift nicht bei allen Karten

Angenommen, Elena hat für umgerechnet 60 Euro in einem Restaurant gegessen und getrunken, zusätzlich hat sie noch für 150 Euro Kleidung und Mitbringsel eingekauft und beim Zahlen ihre Kreditkarte gezückt: Bei ihrer Santander 1plus Visa Card zieht die Bank fünf Prozent des Umsatzes oder mindestens 25 Euro monatlich nach Rechnungsabschluss vom Girokonto ab – Elena bezahlt ihre Einkäufe also wie einen Kredit in Raten ab. Es bleibt in ihrem Fall nach der ersten Rate nach dem Urlaub ein offener Betrag von 185 Euro auf dem Kreditkartenkonto. Nachdem Elena die Kreditkartenabrechnung erhalten hat, sollte sie diese Summe bis zur angegebenen Frist per Überweisung bezahlen. Vergisst sie das, verlangt die Bank für den offenen Betrag Zinsen. Bei Elenas Karte sind das 13,98 Prozent effektiv pro Jahr, die im nächsten Rechnungsabschluss ausgewiesen werden. Wenn Elena sofort bezahlt oder sich beispielsweise von ihrem Smartphone erinnern lässt, dass sie überweisen soll, vermeidet sie unnötige Zinszahlungen. Sie kann die offene Summe jederzeit vollständig oder teilweise tilgen.

Eine Ratenzahlung kann sich unter Umständen für sie lohnen, wenn beispielsweise ihr Gehalt noch nicht auf dem Konto liegt und sie mit der Überweisung des offenen Betrags beim Girokonto ins Minus rutscht. Stehen dann noch größere Ausgaben an, ist im schlimmsten Fall das Dispolimit erreicht. Im Zweifel sollten Kreditkarteninhaber nachrechnen, ob es günstiger ist, den Girokonto-Dispo zu nutzen oder die Kreditzinsen beim Kreditkartenkonto in Kauf zu nehmen. Auch die Advanzia Mastercard Gold funktioniert als Karte des Typs Credit, weshalb der Rechnungsausgleich ähnlich abläuft.

Effektive Jahreszinssätze für Kreditkarten liegen bei bis zu 19,94 Prozent

Die Zinssätze für offene Kreditkartenbeträge unterscheiden sich von Bank zu Bank. Bei der einen fallen Zinsen von 7,50 Prozent effektiv pro Jahr an, bei einer anderen sind es 19,94 Prozent Zinsen effektiv pro Jahr. Auch, welchen Anteil der angefallenen Umsätze die Bank monatlich per Lastschrift vom Girokonto einzieht, ist je nach Karte unterschiedlich. Bei der Hanseatic Bank beispielsweise kann der Kreditkarteninhaber flexibel zwischen unterschiedlichen Anteilen von drei bis 100 Prozent wählen. Die restliche Summe können Kreditkarteninhaber je nach den Bedingungen ihrer jeweiligen Bank wie in Elenas Beispiel auf einmal per Überweisung oder in weiteren Raten begleichen.

Bei einigen Karten des Typs Credit lässt sich mit der Bank vereinbaren, dass der fehlende Betrag vollständig per Lastschriftverfahren vom Girokonto abgebucht wird. Damit vermeidet der Kreditkartenbesitzer, dass Zinsen anfallen. Diese Möglichkeit bietet beispielsweise die ICS Visa World Card oder die Consors Finanz Mastercard. Auch bei der Hanseatic Bank können Besitzer der Genial- oder Goldcard einstellen, dass ein Rechnungsausgleich zu 100 Prozent per Lastschrift stattfindet. Je nach Bank können Kunden den Rechnungsausgleich per Lastschrift online, per Telefon oder in der Filiale beantragen. Diese Karten funktionieren dann in ihrem Rechnungsausgleich wie eine Charge-Karte.

Bei Charge-Karten bucht die Bank den Monatsumsatz komplett ab

Wer eine Charge-Karte besitzt, der bekommt monatlich eine gesammelte Abrechnung über all seine Umsätze von der Bank zugeschickt. Die offene Summe wird automatisch vom angegebenen Referenzkonto abgebucht. Für einen Charge-Kartenbesitzer fallen somit zu keinem Zeitpunkt Zinsen an. Der Kunde erhält also einen zinslosen Kredit – allerdings nur mit einer einmonatigen Laufzeit.

Tipp: Wer eine Charge-Karte nutzt und die Kartenumsätze einmal im Monat per Lastschrift vom Girokonto einziehen lässt, sollte darauf achten, dass genügend Geld auf dem Girokonto liegt. Sonst werden zwar keine Kreditzinsen fällig, aber Dispo-Zinsen. Die fallen je nach Bank unterschiedlich hoch aus.

Manche Kreditkarten sind an ein Girokonto gebunden

Bestimmte Kreditkarten sind an ein Girokonto gebunden, wie beispielsweise bei der DKB. Nur, wer ein Girokonto bei der DKB eröffnet, erhält die Kreditkarte der Direktbank. Um weltweit kostenlos mit der Karte bezahlen und abheben zu können, müssen Kunden mindestens 700 Euro monatlich an Geldeingang nachweisen können. Für das Kreditkartenkonto bekommen Kunden von der Bank einen Kreditrahmen. Allerdings ist es auch möglich, Geld auf das Kreditkartenkonto zu überweisen. Wer dann mit der Karte zahlt, sieht den Umsatz wenige Tage später im Onlinebanking. Das heißt, das Kreditinstitut zieht das Geld wie bei einer Debit-Karte sofort vom Konto ab – und bucht nicht nur einmal im Monat vom Girokonto ab. Auch Kunden, die die Kreditkarte von der netbank oder von Wüstenrot in ihrem Geldbeutel haben wollen, müssen ein Girokonto eröffnen.

Hinweis: In der Regel können Sie auf jedes Kreditkartenkonto ein Guthaben aufladen. Ist dieses verbraucht, können Sie weiterhin bezahlen – außer Sie besitzen eine Prepaid-Karte –, bis Sie das vereinbarte Kreditlimit erreicht haben.

Prepaid- oder Debitkarte: keine Zinsen, aber auch kein (echter) Kredit

Ob Schuhe, Konzerttickets oder Mietwagen: Bei einer Debit-Karte wird jeder Einkauf sofort vom Girokonto abgezogen. Somit fallen ebenfalls keine Zinsen auf dem Kreditkartenkonto an. In diesem Fall gilt der gleiche Tipp wie bei der Charge-Karte: Kreditkartenbesitzer sollten darauf achten, dass das Girokonto ausreichend gedeckt ist, da sie sonst Dispozinsen zahlen müssen.

Inhaber einer Prepaid-Kreditkarte können das Konto überhaupt nicht überziehen, weil sie zunächst Geld auf die Kreditkarte laden müssen, um mit dieser zahlen zu können. Wer mit einer Prepaid-Karte einkauft, kann nicht mehr als das vorhandene Guthaben ausgeben. Eine solche Karte eignet sich deshalb für Leute mit niedrigem Einkommen wie zum Beispiel Schüler und Studenten.

Woher weiß ich, welche Art Kreditkarte ich habe?

In der Regel steht im Kreditkarten-Vertrag, welchen Typus Karte Sie besitzen. Im Kreditkartenvergleich von CHECK24 erfahren Sie den Kartentyp unter der Rubrik Details. Dort steht im Reiter „Allgemein“ unter anderem, ob es sich um eine Kreditkarte mit Credit-, Charge-, Debit- oder Prepaid-Funktion handelt. Einige Kreditkarten werden im Vergleich als „Charge/Credit“ bezeichnet. Bei diesen Karten entscheiden Sie selbst, wie Sie die Rechnung begleichen: per Überweisung oder Lastschrift.

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