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Besteuerung von Zinsen in Europa So versteuern Sie Tagesgeld und Festgeld im Ausland

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Wer Tagesgeld oder Festgeld im Ausland anlegt, bekommt oft bessere Zinsen, hat aber auch mehr Aufwand mit der Steuer. Wie die Besteuerung bei ausländischen Anlagekonten funktioniert und warum ein CHECK24 Anlagekonto vieles erleichtert.
Steuern

Wer im Ausland Zinsen kassiert, muss diese oft auch in der Steuer angeben.

Die Steuer gehört leider nicht zu den einfachen Dingen des Lebens, noch weniger, wenn sie von unterschiedlichen Staaten eingefordert wird. Genau das aber ist häufig bei Geldanlagen im Ausland der Fall. Dabei bieten die Banken jenseits der bundesdeutschen Grenze oftmals bessere Zinsen als die Banken hierzulande. Wer das Beste aus seinem Ersparten herausholen möchte, sollte diese Möglichkeit der Geldanlage also auf jeden Fall in Betracht ziehen.
Top-Zinsen Tagesgeld (p.a.)
1,00 % (ING, Deutschland)
0,60 % (Ferratum Bank, Malta)
0,52 % (HSH Nordbank, Deutschland)
Top-Zinsen einjähriges Festgeld (eff. p.a.)
1,25 % (Banca Sistema, Italien)
1,22 % (Rietumu Bank, Lettland)
1,20 % (Alpha Bank, Rumänien)
Top-Zinsen dreijähriges Festgeld (eff. p.a.)
1,47 % (Rietumu Bank, Lettland)
1,42 % (APS Bank, Malta)
1,30 % (First Bank, Lettland)

Dabei gilt für alle Geldanlagen: Zinsgewinne sind bis zu einer Höhe von 801 Euro beziehungsweise 1.602 Euro bei Ehepaaren in Deutschland steuerfrei. Diese Grenze wird als Sparerpauschbetrag bezeichnet. Wer in Deutschland anlegt, kann den Steuerabzug von Vornherein verhindern, indem er der Bank einen Freistellungsauftrag ausstellt. Oft lässt sich das gleich digital beim ersten Login ins neue Konto erledigen. Von Zinseinnahmen, die über den Pauschbetrag hinausgehen, wird die deutsche Quellensteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer weiterhin automatisch abgezogen. Für die meisten Anleger sind die Steuerfragen einer Geldanlage in Deutschland damit bereits erledigt.

So funktioniert die Besteuerung bei einem persönlichen Konto im Ausland

Ist das Geld dagegen auf einem eigenen Konto bei einer ausländischen Bank angelegt, zieht diese von den Zinsen nicht die deutsche, dafür aber oftmals eine ausländische Kapitalertragsteuer ab. Und zwar auch dann, wenn die Einnahmen unterhalb des Sparerpauschbetrags liegen. Für den deutschen Anleger können sich daraus zwei Aufgaben ergeben: Erstens muss er die Einkünfte gegenüber dem Fiskus ausweisen, damit sie korrekt versteuert werden können. Dabei kann er zweitens die im Ausland erhobenen Steuern mit der deutschen Quellensteuer verrechnen lassen.

Obwohl sich die Regelungen von Land zu Land unterscheiden, können Sie grundsätzlich folgendermaßen vorgehen:
 

Fall 1 – Persönliches Konto im Ausland

1. Falls die ausländische Bank nationale Kapitalertragsteuern einzieht, sorgen Sie durch einen Nachweis Ihrer Steuerpflicht in Deutschland dafür, dass diese nur einen ermäßigten Steuersatz erhebt. In vielen Anlageländern liegt dieser ermäßigte Satz bei null Prozent. Zum Nachweis dient üblicherweise eine vom Finanzamt beglaubigte steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung, zu finden etwa auf der Website Ihres Finanzamtes oder dem Formularcenter des Finanzministeriums. Bis wann die Bescheinigung bei der Bank eingehen muss, kann sich von Land zu Land unterscheiden. In manchen Fällen können Sie die Bescheinigung auch im Nachhinein einreichen.

2. Da Sie bislang keine Steuern an den deutschen Fiskus gezahlt haben, müssen Sie die Einkünfte in der Steuererklärung verpflichtend angeben (Anlage KAP – Einkünfte aus Kapitalvermögen). Auf diese Weise können Sie sich auch den im Ausland gezahlten, ermäßigen Steuersatz zurückerstatten lassen.

So funktioniert die Besteuerung mit einem CHECK24 Anlagekonto

Wer über CHECK24 Tagesgeld oder Festgeld im Ausland anlegt, kann seine Konten über das CHECK24 Anlagekonto verwalten. Das vereinfacht die Steuerangelegenheiten und hilft, keine wichtigen Termine zu verpassen. Das Konto ermöglicht Anlegern, ihre Einlagen auf verschiedene in- und ausländische Tages- und Festgeldkonten zu verteilen, ohne bei den entsprechenden Banken jeweils ein eigenes Konto eröffnen zu müssen. Auch die Sprachbarriere entfällt, da der deutschsprachige Service von CHECK24 in allen Fragen rund um die Geldanlagen weiterhilft. Dabei werden Ihre ausländischen Zinseinnahmen wieder automatisch in Deutschland versteuert – es sei denn, Sie haben einen Freistellungsauftrag für Ihr Anlagekonto eingereicht. Zur Angabe in der Steuererklärung sind Sie damit nicht verpflichtet. In manchen Fällen kann sie sich aber lohnen. So funktioniert die Besteuerung mit einem Anlagekonto:

Fall 2 – CHECK24 Anlagekonto

1. Die Bank, bei der Sie Ihr Geld angelegt haben, überweist die Zinsen an die deutsche Partnerbank, bei der Sie Ihr CHECK24 Anlagekonto führen. Je nach Land, in dem die Bank ansässig ist, behält sie dabei möglicherweise nationale Kapitalertragsteuern ein. Haben Sie Ihre Ansässigkeitsbescheinigung rechtzeitig eingereicht, wird die Steuer auf den ermäßigten Satz reduziert. Die Ansässigkeitsbescheinigung schicken Sie ausgefüllt an CHECK24. Wann das Formular eingehen muss, hängt von der Bank, dem Anlageland und dem Datum der ersten Zinszahlung ab. Wie Sie im Detail vorgehen, erfahren Sie immer rechtzeitig per E-Mail von CHECK24.

2. Reduziert die Ansässigkeitsbescheinigung den ausländischen Steuersatz nicht auf null Prozent, können Sie sich die gezahlten Steuern über Ihre Steuererklärung (Anlage KAP – Einkünfte aus Kapitalvermögen) auf Ihren deutschen Steuersatz anrechnen lassen. So zahlen Sie letztlich wieder den gewohnten deutschen Steuersatz ausschließlich für Gewinne oberhalb des Sparerpauschbetrags. Hierfür benötigte Unterlagen erhalten Sie ebenfalls von CHECK24.

Übrigens: Den Freistellungsauftrag für Ihr Anlagekonto können Sie bei CHECK24 online erstellen. Damit zieht die deutsche Partnerbank keine unnötigen Beträge für die deutsche Abgeltungsteuer mehr ein. Der Freistellungsauftrag gilt für alle Anlagen, die Sie über das Anlagekonto verwalten. Zinserträge, die über den im Freistellungsauftrag festgelegten Betrag hinausgehen, werden weiterhin automatisch versteuert. Den übrigen Betrag überweist die Bank auf das Referenzkonto, das Sie bei der Eröffnung Ihres CHECK24 Anlagekontos angegeben haben, im Regelfall Ihr Girokonto.

So hoch sind die Steuern auf Zinsen im europäischen Ausland

Von Land zu Land ist die Besteuerung von Zinsgewinnen für deutsche Anleger etwas anders geregelt. Grund dafür sind neben den unterschiedlichen Steuersätzen auch die separat ausgehandelten Doppelbesteuerungsabkommen. So zahlen Sie in einigen Ländern keine Steuern auf Ihre Zinsen, etwa weil die Behörden untereinander Informationen austauschen oder weil das jeweilige Land gar keine Steuern auf diese Einkünfte erhebt.

Manche Länder erlassen die nationale Steuer nur, wenn der Anleger seine Steuerpflicht in Deutschland nachweist, andere behalten auch dann noch einen Teil der Kapitalertragsteuer ein. Entsprechend unterscheidet sich auch der Aufwand für die Anleger. Eine Übersicht über die aktuellen Steuersätze auf Tages- und Festgeldzinsen für private deutsche Anleger im europäischen Ausland:
Land Nationale Quellensteuer (für Anleger aus Deutschland) Reduzierter Steuersatz bei Nachweis der Steuerpflicht in Deutschland
Belgien 30 % 0 %
Estland 0 % 0 %
Finnland 0 % 0 %
Frankreich 0 % 0 %
Griechenland 15 % 10%
Großbritannien 0 % 0 %
Irland 20 % 0 %
Italien 0 % 0 %
Lettland 20 % 10 %
Litauen 15 % 10 %
Luxemburg 0 % 0 %
Malta 0 % 0 %
Niederlande 0 % 0 %
Österreich 25 % 0 %
Portugal 28 % 15 %
Rumänien 16 % 0 %
Slowakei 19 % 0 %
Slowenien 0 % 0 %
Spanien 0 % 0 %
Republik Zypern 0 % 0 %



Quelle: Bundeszentralamt für Steuern, eigene Recherche; Für Richtigkeit und Aktualität kann nicht garantiert werden.

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