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Studie zur Rolle der Banken in Deutschland und weltweit Warum die Deutschen ihre Finanzen immer seltener der Hausbank überlassen

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Auch neun Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise ist das Vertrauen der Verbraucher in das Bankensystem nicht wiederhergestellt – im Gegenteil: Es hat zuletzt sogar nachgelassen. Welche Konsequenzen Verbraucher ziehen und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt, zeigt eine neue Studie.
Laptop und Kreditkarte

Von der Filiale ins Internet: Die Deutschen nehmen ihre Finanzen selbst in die Hand.

Mehr als ein Drittel der Deutschen vertraut der Bankenbranche heute weniger als noch vor einem Jahr. Nur etwa jeder zehnte Verbraucher hierzulande fasst dagegen mehr Vertrauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY). Im internationalen Vergleich zeigen sich die Deutschen damit überdurchschnittlich skeptisch: Nur in den Krisenländern Italien und Spanien hat das Vertrauen in den Bankensektor stärker nachgelassen.

Fast ein Jahrzehnt nach Beginn der Finanzkrise hat es die Finanzbranche immer noch nicht geschafft, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen“, kommentiert Ulrich Trinkaus, Partner Retail Banking bei EY, die Ergebnisse. Dennoch: Die deutschen Kreditinstitute per se stehen im Vergleich zu anderen Ländern noch gut da, wie Trinkaus weiter bemerkt. So ist das Vertrauen in ihre Hausbank unter den Deutschen so groß wie kaum anderswo: Jeder zweite Bundesbürger geht davon aus, dass sein Geld bei der Hausbank ebenso sicher ist wie seine persönlichen und finanziellen Daten.

Immer erreichbar, in der Beratung zuverlässig: Für viele Deutsche ist die Hausbank die erste Adresse bei finanziellen Angelegenheiten. In puncto Kosten und Gebühren könnten sich die Finanzinstitute nach Ansicht der Verbraucher jedoch transparenter zeigen. Auch bei der individualisierten Beratung besteht nach ihrem Dafürhalten noch Verbesserungsbedarf – für Trinkaus ein nicht zu vernachlässigender Kritikpunkt, an dem die Banken arbeiten sollten, denn ihre Konkurrenz wird immer größer.

Jeder fünfte deutsche Bankkunde gibt der Direktbank den Vorzug

Filialbanken sind in Deutschland wie auch im internationalen Umfeld nach wie vor gefragt: Drei Viertel aller Verbraucher betrachten eine solche noch immer als ihren wichtigsten Ansprechpartner in Finanzfragen. Doch auch die Direktbanken sind nicht zu vernachlässigen: Sie sind für jeden Fünften hierzulande zentraler Dreh- und Angelpunkt, wenn es ums Geld geht. Zum Vergleich: Auf globaler Ebene trifft das nur auf jeden zehnten Verbraucher zu.

Doch nicht nur die Onlinebanken machen der Filialbank zunehmend Konkurrenz: Vermehrt drängen auch andere Finanzdienstleister auf den Markt, die laut den Studienautoren vor allem junge Kunden mit einem hohen Bildungsniveau für sich gewinnen können. So hat jeder vierte Deutsche schon einmal ein Finanzprodukt bei einer Nicht-Bank abgeschlossen, weltweit ist es sogar jeder Zweite. Vor allem durch ihren digitalen Auftritt, attraktive Konditionen und nicht zuletzt die Einfachheit, etwa bei der Einrichtung eines Kontos, können diese Unternehmen laut Studie überzeugen.

Deutsche nabeln sich allmählich von der Hausbank ab

Auch wenn die Banken laut Studie für das Gros der Deutschen nach wie vor eine überdurchschnittlich wichtige Rolle spielen, so sind die Bundesbürger doch immer weniger auf sie angewiesen. Das empfinden immerhin vier von zehn Deutschen so. Der Grund: Die Digitalisierung bringt immer mehr Möglichkeiten hervor, die eigenen Finanzen selbst zu verwalten – ob nun am Rechner zu Hause oder unterwegs mit dem Smartphone. Und so verwundert es kaum, dass der Besuch in der Filiale immer seltener wird.

Ein Viertel der Bundesbürger geht den Studienergebnissen zufolge heute seltener in die Filiale als noch vor einem Jahr. Im Gegenzug werden Bankgeschäfte vermehrt online erledigt. Ein Drittel aller deutschen Bankkunden nutzt Online-Banking heute regelmäßiger. In puncto Mobile Banking trifft das noch auf etwa jeden Sechsten zu.

Banken im Umbruch

Für einige Verbraucher könnte sich die Frage nach dem Filialbesuch bald gar nicht mehr stellen – aufgrund des Zinstiefs und der daraus folgenden schwierigen Ertragslage der Banken sehen sich viele Geldhäuser zu Filialschließungen gezwungen. So etwa die Deutsche Bank, die 188 ihrer Zweigstellen im kommenden Jahr abbauen will. Experten zufolge stehen in den kommenden fünf Jahren deutschlandweit mehrere Tausend Bankfilialen vor dem Aus.

Der Global Consumer Banking Survey von Ernst & Young erscheint alle zwei Jahre. Für die diesjährige Ausgabe ließ die Beratungsgesellschaft 55.000 Personen ab 18 Jahren aus 32 Ländern befragen, darunter 2.000 Bankkunden aus Deutschland.

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