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Erst die Verluste, dann die Blase So teuer sind die niedrigen Zinsen

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Die Zinsen auf Spareinlagen in Deutschland sind meist nur noch mit der Lupe zu finden. Gleichzeitig zieht die Teuerung wieder an. Was das die deutschen Sparer kostet und wie viel Kreditnehmer durch die niedrigen Zinsen sparen, hat die DZ Bank ausgerechnet.
Zinsen auf Spareinlagen

Verglichen mit früheren Zinssätzen auf Einlagen wachsen die Verluste deutscher Sparer von Jahr zu Jahr.

Wer sein Geld in Deutschland sicher anlegen möchte, muss seit Jahren immer deutlichere Abstriche bei der Rendite machen. Das gilt umso mehr, seit steigende Verbraucherpreise die noch verbleibenden Zinsen aufzehren oder gar in Verluste verkehren. Wie viel die aktuelle Niedrigzinsphase die deutschen Sparer tatsächlich kostet, hat nun die zur Genossenschaftlichen Finanzgruppe gehörende DZ Bank ausgerechnet. Dabei vergleichen die Autoren die heutigen Niedrigzinsen mit den Zinssätzen von 1998 bis Mitte 2009 – einem Zeitraum, in dem es wenig größere Inflationsereignisse und Krisen gab, wie die Autoren schreiben.

Das Ergebnis: Im Vergleich zum „Normalzinsniveau“ bis 2009 haben deutsche Sparer zwischen 2010 bis 2016 durch Einlagen, Renten und Versicherungen 344 Milliarden Euro weniger eingenommen – über 4.000 Euro je Einwohner.

Keine Besserung in Sicht

Laut der Untersuchung ist das Ende der Fahnenstange damit aber noch lange nicht erreicht. Denn zum einen wirken sich die niedrigen Zinsen bei längerfristigen Geldanlagen erst mit einiger Verzögerung aus – wer vor Jahren mehrjährige Festgelder abschloss, kann womöglich heute noch von den damaligen Zinsen profitieren. Zum anderen ist dieses Jahr die Teuerungsrate wieder merklich gestiegen. Der durchschnittliche Realzins, also Zins minus Inflation, sollte 2017 daher bei -0,8 Prozent liegen. Somit steigen die Verluste der Deutschen Sparer durch entgangene Zinsen seit 2010 von Jahr zu Jahr und werden 2017 voraussichtlich mit 92 Milliarden Euro den nächsten Rekordwert erreichen.

Schlimmer noch: Wenn mangels Alternativen viel Geld etwa in Aktien oder Immobilien investiert wird, kann das zu höheren Preisen führen und das Risiko für Spekulationsblasen erhöhen, so die Autoren der Studie. So seien etwa die Kursgewinne des Deutschen Aktienindexes (DAX) seit 2012 mitunter als Folge der niedrigen Zinsen zu verstehen. Im Bereich der Immobilien warnte auch die Bundesbank kürzlich vor einer Blase. Anders schätzt etwa der Verband der deutschen Pfandbriefbanken die Entwicklung der Immobilienpreise ein.

Kreditnehmer sind die Gewinner

Des einen Leid, des anderen Freud: Die entgangenen Zinseinnahmen der Anleger sind auf der anderen Seite handfeste Ersparnisse für Kreditnehmer. Für Immobilienkredite, Verbraucherkredite oder Kontoüberziehungen zahlen Kreditnehmer in Deutschland heute im Mittel 3,6 Prozent Zinsen. Zwischen 2001 bis 2011 hatte der Zinssatz noch bei 5,8 Prozent gelegen. In den letzten sieben Jahren summieren sich die Zinsersparnisse der Schuldner damit auf 145 Milliarden Euro – über 1.500 Euro je Einwohner. Auch wer schon vor Jahren ein Darlehen aufgenommen hat, kann von den seither gesunkenen Zinsen profitieren, etwa durch eine Umschuldung. Trotzdem gibt es bei den Kreditzinsen einen ähnlichen Verzögerungseffekt wie bei den Guthabenzinsen. Die Ersparnisse durch weniger gezahlte Zinsen wachsen von Jahr zu Jahr. 2017 werden sie vermutlich 43 Milliarden Euro betragen.

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