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Das Oktoberfest und die Finanzen Ozapft is - auch und besonders der Geldbeutel

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Ganz nebenbei geht es auf dem 184. Münchner Oktoberfest um zwei sehr aktuelle Geldthemen: Die Steigerung beim Bierpreis ist höher als die Inflation und das kontaktlose Bezahlen mit Smartphone feiert auf der Theresienwiese Premiere.
Festgeld Wiesn Sparplan: Junge Menschen in Tracht beim Feiern

Ein Prosit: Wiesn-Bier ist 2,55 Prozent teurer als vor einem Jahr, die Verbraucherpreise stiegen weniger stark.

Wer aufs Münchener Oktoberfest geht, der denkt vor allem ans Vergnügen: an den Spaß, sich in Fahrgeschäften wie dem Skater ordentlich durchwirbeln zu lassen, an den Genuss eines Hendls und der einen oder anderen Maß Oktoberfestbier im Festzelt oder auch an das Erfolgserlebnis, anschließend an der Schießbude selbst in angetrunkenem Zustand ein paar Treffer zu landen. Weil das alles Geld kostet, wird der Besucher des weltweit größten Volksfestes zwangsläufig auch irgendwann an seine Finanzen erinnert. Für uns als Finanzredakteure ist das sehr dankbar, weil sich über das Vergnügen der Blick auf vermeintlich trockene Themen lenken lässt. Das sind in diesem Jahr gleich zwei, und sie sind brandaktuell.

Was wohl jeden interessieren dürfte, ist der Bierpreis. Erregt diskutiert wurde vorab darüber, sogar eine Bierpreisbremse war im Gespräch. Die Marke von elf Euro wird nicht überschritten, ein Liter Bier kostet zwischen 10,60 Euro und 10,95 Euro – laut Stadt München ein Anstieg von durchschnittlich 2,55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bank Unicredit hat einen Preis-Index für Wiesn-Besucher errechnet, der sich aus den Kosten für zwei Maß Bier, ein halbes Hendl und eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr zusammensetzt. Der Index stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar um 3,1 Prozent. Fazit der Banker: Für Besucher der Wiesn fällt die Teuerungsrate deutlich höher aus als die allgemeine Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland. Zuletzt lag die Inflationsrate bei 1,8 Prozent.

Niedrigzins erschwert das Verdienen einer Maß Bier

Warum sich Wiesn-Besucher für die Inflation interessieren sollten? Das Bier wird teurer, sich eine Maß durchs Sparen zu verdienen, ist vergleichsweise aufwendig. Und das hat mit der Teuerungsrate zu tun. Die Europäische Zentralbank versucht, die Inflationsrate dauerhaft auf einen Wert nahe zwei Prozent zu bewegen. Um das zu erreichen, bringt sie zu niedrigen Zinsen Geld in Umlauf. Das soll Firmen zu höheren Investitionen und Privatleute zu mehr Konsum ermuntern. Auch wenn die Inflationsrate im August nah an der Zielmarke lag, sieht die Zentralbank ihr Ziel noch nicht als erreicht an. Die Zinsen werden folglich zunächst weiterhin niedrig bleiben.

Immerhin: Einige Banken im Ausland bieten auf Festgeld noch Zinsen von mehr als einem Prozent. Wer zum Beispiel 1.000 Euro für ein Jahr bei der rumänischen Alpha Bank anlegt, erhält darauf im Moment 1,20 Prozent Zinsen* – das ergibt einen Zinsgewinn von zwölf Euro. Selbst wenn der Bierpreis bis zur nächsten Wiesn erneut um 3,1 Prozent steigen sollte, würde dieser Ertrag für einen Liter Gerstensaft ausreichen.

Fahrt im Freifallturm kontaktlos mit dem Smartphone bezahlen

Wer sich nicht über niedrige Zinsen ärgern, sondern einen Blick in die Zukunft des Bezahlens werfen will, der wird auf dem traditionsreichen Oktoberfest ebenfalls fündig. Bei mehr als 50 Wirten, Schaustellern und Fahrgeschäften können Besucher des Volksfestes dieses Jahr zum ersten Mal kontaktlos mit ihrem Smartphone bezahlen, unter anderem bei der Hühner-  und Entenbraterei Ammer, bei der Achterbahn Wilde Maus und beim Freifallturm Power Tower 2. Blue Code, ein österreichisches Unternehmen, hat dafür eine App entwickelt. Wer diese aufs Handy herunterlädt, kann sein Girokonto damit verknüpfen. Nach dem Öffnen der App erscheint auf dem Smartphone-Display ein Strichcode. Ein Wirt, der Blue Code nutzt, liest diesen Code in sein Bezahlterminal ein, und der Betrag wird direkt vom Girokonto des Gastes abgebucht.

Die Macher der App sehen in dieser Art zu bezahlen Sicherheitsvorteile: Wer auf der Wiesn seinen Geldbeutel verliert oder beklaut wird, der sieht sein Bargeld in der Regel nie wieder. Wer keine Scheine und Münzen dabei hat, sondern aufs Bezahlen per Blue Code setzt, dem kann zwar – wie jedem anderen – sein Smartphone gestohlen werden. Doch er läuft nicht Gefahr, dass die Diebe gleich noch das Konto leerräumen: Die App lässt sich nur nutzen, wenn der Nutzer mit PIN oder Fingerabdruck sein Smartphone entsperrt.

Ob die Wiesn-Besucher das zu schätzen wissen, muss sich zeigen. Denn die Deutschen erweisen sich in Umfragen immer wieder als große Bargeldfreunde und nutzen neuere digitale Möglichkeiten wie das Bezahlen per Smartphone vergleichsweise selten. Wohl auch deshalb versucht Blue Code den Wiesn-Besuchern die App auch noch auf andere Weise schmackhaft zu machen: Die ersten 55.555 Nutzer, die die App herunterladen, erhalten einen Gutschein von vier bis 25 Euro in die Anwendung eingespielt – Geld, das sie auf dem Oktoberfest gleich wieder ausgeben können.
 
* Stand: 18.09.2017, CHECK24-Festgeldvergleich.

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