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Digitalisierung von Bankgeschäften Mit Kundendaten zum persönlichen Sparangebot

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Hinter Online-Banking, Apps und Co. verbergen sich ungenutzte Potentiale. Banken könnten die Informationen aus ihren digitalen Kanälen nutzen, um Kunden individuelle Angebote zu machen. Doch ist das überhaupt erwünscht?
Frau mit Tablet

Banken wollen künftig Kundendaten auswerten, um individuelle Angebote zu erstellen

Bisher führt der Kunde bei seiner Hausbank nur ein Girokonto. Weil jeden Monat etwas übrig bleibt, hat sich über die Jahre ein mittlerer vierstelliger Betrag angesammelt – durch Auswertung der Kontodaten erkennt die Bank dies und macht dem Kunden ein individuelles Sparangebot. In einem anderen Fall überzieht ein Kunde den Dispokredit seines Girokontos regelmäßig. Hier schlägt ihm die Bank nach einiger Zeit vor, das Minus durch einen zinsgünstigeren Ratenkredit abzulösen. Die beiden Beispiele sind fiktiv – könnten in Zukunft aber Realität werden: Indem sie Konto- und Kundendaten auswerten, wollen Banken ihren Kunden maßgeschneiderte Angebote machen und so deren Zufriedenheit erhöhen.
Tatsächlich planen einige Banken, das Privatkundengeschäft weiter zu digitalisieren. Folglich war die Digitalisierung ein zentrales Thema der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“ in Frankfurt Ende August. Kreditinstitute beabsichtigen, das traditionelle Bankgeschäft mit zukunftsorientierten Zusatzdienstleistungen zu verbinden. Dafür müssen sie zunächst selbst Geld in die Hand nehmen, wie Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, in Frankfurt forderte: „Daten sind der Zins der Zukunft. Wir müssen dazu noch mehr in Datenerhebung, in Datenauswertung und in Datennutzung investieren.“ Die Grundlage dafür ist gegeben: Denn immer mehr Kunden nutzen Online- und Mobile-Banking, wodurch sich auch immer mehr Daten erheben lassen.

Die Bank erkennt dank Digitalisierung die persönliche finanzielle Situation

Bei digitalen Bankgeschäften fallen Informationen wie Ausgabeverhalten, demografische Daten oder Konto- und Transaktionsdaten an. Kreditinstitute könnten diese Daten auswerten, miteinander verknüpfen und auf diese Weise Bedürfnisse ihrer Kunden genauer vorhersagen. Der Vorteil für den Verbraucher: Angebote, die genau zu seiner finanziellen Situation und seinem Verhalten passen.

Kunden sind skeptisch gegenüber transparentem Zahlungsverkehr

Nicht zuletzt weil sowohl die Möglichkeiten als auch die Risiken der Digitalisierung noch nicht abschätzbar sind, zeigen sich viele Bankkunden allerdings skeptisch.  Laut einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung mbh (QIDF) zum Thema Digitalisierung sind knapp 60 Prozent der Verbraucher nicht mit einer Auswertung der eigenen finanziellen Daten einverstanden – selbst wenn sie dadurch noch individuellere Empfehlungen erhalten. Bislang fehlt es auf Kundenseite also noch an Akzeptanz.

Bankgeschäft modernisieren, um im Wettbewerb zu bestehen

Indem sie die Digitalisierung nutzen, um ihren Kunden neue Angebote zu machen, wollen Banken im Wettbewerb punkten. Denn einerseits setzen sogenannte Fintechs die Banken unter Druck, andererseits schmälert eine anhaltende Niedrigzins-Phase die Erträge der Banken im Privatkundengeschäft. Durch mehr digitale Dienstleistungen können Banken große Kundengruppen auch ohne ein dichtes Filialnetz betreuen – wie sie es schon seit Jahren schon durchs Online-Banking machen. Darüber hinaus lässt sich durch Datenanalyse erkennen, welche Angebote von welchen Kunden in welchen Filialen besonders häufig nachgefragt werden und welche nicht. So lassen sich nicht nur effektive Filialkonzepte erstellen, sondern es ergeben sich auch Rückschlüsse darüber, welche Standorte sich nicht mehr lohnen. 
Allen Vorteilen der Digitalisierung zum Trotz: Aus Sicht der Kunden geht nach wie vor nichts über einen Bankberater aus Fleisch und Blut. In der Studie des QIDF gaben 70,4 Prozent der Befragten an, dass sie ungeachtet der digitalen Möglichkeiten einen persönlichen Ansprechpartner wünschen. Das für die Banken kostspielige Filialnetz scheint deshalb bis auf weiteres unabdingbar zu sein. Ob digitale Dienstleistungen allein die Zukunft des Privatkundengeschäfts darstellen werden oder auch auf Dauer nur eine Zusatzoption für den einzelnen Kunden sind, bleibt abzuwarten.
 

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