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Anleihenkäufe werden gedrosselt EZB strafft ihre Geldpolitik - UPDATE

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Die Europäische Zentralbank kauft ab Januar monatlich nur noch halb so viele Anleihen wie bisher. Mit der Entscheidung schwenkt Mario Draghi langsam von der ultralockeren Geldpolitik ab – doch eine Sache bleibt erst einmal unverändert.
Mario Draghi auf der Pressekonferenz in Wien am 2.6.2016

Anfang vom Ende: EZB-Chef Mario Draghi leitet die Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik ein.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre Anleihenkäufe ab dem nächsten Jahr deutlich zurückfahren. Das teilte sie am frühen Donnerstagnachmittag mit. Von Januar an will die Zentralbank monatlich nur noch Anleihen im Wert von 30 Milliarden Euro kaufen statt wie bisher im Umfang von 60 Milliarden. Die Anleihenkäufe sollen bis mindestens September 2018 weitergehen, auf jeden Fall aber so lange, bis sich die Inflation aus der Sicht des EZB-Rats nachhaltig in Richtung der angestrebten Zwei-Prozent-Marke bewegt.

Bankenverband mit EZB-Kurs nicht ganz einverstanden

Die Leitzinssätze ließ die EZB vorerst unverändert – und kündigte an, dass sie daran noch für längere Zeit nichts ändern werde. Auf jeden Fall sollen die Zinssätze auch über das Ende des Anleihenkaufprogramms hinaus zunächst nicht steigen. Verbraucher können daher wohl weiterhin nicht damit rechnen, dass sie mit ihrem Ersparten in absehbarer Zeit höhere Renditen erzielen.

Bei der im Internet übertragenen Pressekonferenz im Anschluss an die Ratssitzung begründete Mario Draghi die Beschlüsse. Der Rat warte weiterhin darauf, dass sich die Inflation dauerhaft an einen Wert von knapp unter zwei Prozent annähere, sagte er. Immerhin sei mittlerweile eine solide wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone erkennbar. Die werde auch davon getragen, dass sich die Wirtschaft weltweit gut entwickle und so Unternehmen aus der Eurozone mehr exportieren könnten. Die heutigen Beschlüsse seien nicht in allen Details einstimmig gefallen, sagte Draghi. Letztlich habe es aber einen Konsens über die grundsätzliche Richtung gegeben.


Aus Sicht des Bankenverbandes geht die EZB mit ihrem Schritt in die richtige Richtung, allerdings nicht weit genug. Verbandspräsident Hans-Walter Peters kritisierte die Entscheidung, das Kaufprogramm bis mindestens September 2018 zu verlängern. Die Notenbankbilanz werde dadurch weiter aufgebläht, obwohl die Konjunktur längst wieder angezogen habe.

Eine Abkehr der EZB von ihrer ultralockeren Geldpolitik wurde lange Zeit erwartet. Die Zentralbank will mit ihrer Zinspolitik und Anleihenkäufen Konsum und Wirtschaft in der Eurozone ankurbeln und die Inflationsrate knapp unter die Marke von zwei Prozent bringen. Bundesbankchef Jens Weidmann und einige weitere Experten fordern mit Verweis auf einen Aufschwung im Euroraum schon seit längerer Zeit einen Kurswechsel. Draghi hingegen hat bis zuletzt immer wieder betont, dass die Inflation aus Sicht des Rates noch nicht stark genug steigt, und damit das Festhalten an seinem Kurs begründet.

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