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Wann kommt die Zinswende? Euro-Inflation erreicht erneut EZB-Zielmarke

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Die Verbraucherpreise haben sich im April erneut so entwickelt, wie sich die EZB das vorstellt. Trotzdem zögert sie bislang, ihre Geldpolitik zu straffen. Doch die Anzeichen einer baldigen Wende mehren sich.
Inflation in der Eurozone im April 2017

Die Inflation im Euroraum ist wieder gestiegen. Für die EZB braucht es aber mehr, um ihren geldpolitischen Kurs zu ändern.

Die Inflation in der Eurozone hat im April wieder angezogen. Laut Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, sind die Verbraucherpreise binnen eines Jahres um 1,9 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Im März noch hatte sich der Preisanstieg mit einer jährlichen Rate von 1,5 Prozent etwas abgeschwächt. In der gesamten Europäischen Union fiel die Inflationsrate im April erneut um 0,1 Prozentpunkte höher aus als in der Eurozone und lag somit bei 2,0 Prozent.

Preistreiber: Energie und Pauschalreisen

Verursacht haben den Preisanstieg wie in den Vormonaten einmal mehr die Energiepreise. So war Tanken im Euroraum im vergangenen Monat durchschnittlich um 11,2 Prozent teurer als noch im April 2016. Die Preise für flüssige Brennstoffe stiegen sogar um 21,2 Prozent. Auch Pauschalreisen, die sich um 9,8 Prozent verteuerten, trugen ihren Teil zur gestiegenen Euro-Inflation bei. Dementgegen verhinderten unter anderem Telekommunikationsdienste, die sich innerhalb des letzten Jahres um 1,4 Prozent verbilligten, einen stärkeren Anstieg der Verbraucherpreise.

EZB-Ziel erreicht – und nun?

Obwohl die Teuerungsrate in der Währungsunion mit 1,9 Prozent einen aus Sicht der Währungshüter gesunden Wert erreicht hat – sie haben sich eine Inflation von „nahe, aber unter zwei Prozent“ zum Ziel gesetzt –, zögert die Europäische Zentralbank (EZB) immer noch, ihre lockere Geldpolitik zu straffen. Nach Einschätzung Mario Draghis sei die Zeit dafür noch nicht reif. „This time hasn’t come yet“, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) den EZB-Präsidenten. Aber warum nicht? Dafür hat die EZB in der Vergangenheit gleich mehrere Gründe angeführt.

Zum einen ist die Kerninflation, also jener Inflationsanteil ohne die oft starken Schwankungen unterworfenen Energie- und Nahrungsmittelpreise, mit 1,2 Prozent noch zu weit vom Inflationsziel entfernt – obwohl sie im Vergleich mit dem Vormonat (0,7 Prozent) stark gestiegen ist. Zum anderen ist die Inflationsrate in einigen Mitgliedsstaaten der Eurozone noch zu gering. So etwa in Irland, wo sich die Verbraucherpreise mit einem Plus von 0,7 Prozent unterdurchschnittlich verteuert haben. In anderen Ländern sieht das ganz anders aus: In Estland zahlten Verbraucher im April um 3,6 Prozent mehr für Waren und Dienstleistungen als noch vor einem Jahr. Deutschland liegt mit 2,0 Prozent Teuerung übrigens im Mittelfeld.

Anzeichen für eine Straffung der Geldpolitik mehren sich

Und dann wäre da noch die Frage, ob das Inflationsniveau tatsächlich auch Bestand hat – denn nur ein nachhaltiger Anstieg der Verbraucherpreise könnte die EZB dazu ermutigen, sich allmählich von ihrer bisherigen Geldpolitik abzuwenden. Ob dem so ist, darüber wird die Notenbank im Juni entscheiden. In der EZB-Ratssitzung am 8. Juni sind neue Prognosen für Wirtschafts- und Inflationsentwicklung fällig. Fallen diese – wie von Wirtschaftsexperten erwartet – positiv aus, könnte die EZB wohl schon im September Pläne für den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik vorlegen, schreibt die FAZ. Dabei werde sich die Notenbank allerdings zunächst auf die Reduzierung ihrer Anleihekäufe konzentrieren, ehe sie sich dem Leitzins widme. Sparer müssen sich also vorerst wohl weiter mit niedrigen Zinsen zufriedengeben, die ihnen nur bedingt einen Inflationsausgleich einbringen, während Kreditnehmer bis auf Weiteres günstig an Geld kommen.

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