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EZB-Studie zum Zahlungsverhalten Bargeld beliebtestes Zahlungsmittel im Euroraum

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Die Verbraucher der Eurozone zahlen an der Ladenkasse überwiegend bar. Das liegt vor allem an den kleinen Beträgen die für Einkäufe dort anfallen. Steigen die Beträge, werden hingegen Giro- und Kreditkarte öfter gezückt. Kontaktloses Bezahlen könnte das schon bald ändern.
Bargeld

Bei kleinen Beträgen ist Bargeld die erste Wahl. Kontaktloses Bezahlen könnte das schon bald ändern.

79 Prozent aller Einkäufe an der Ladenkasse haben die Konsumenten im Euroraum im letzten Jahr bar bezahlt. Giro- und Kreditkarte nutzten sie dagegen nur für 19 Prozent aller Zahlungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Europäischen Zentralbank, an der 65.000 Einwohner im Euroraum teilgenommen haben. Die Teilnehmer mussten dazu alle Informationen zu Zahlungen, die sie an einem Tag gemacht haben aufschreiben. Knapp die Hälfte wurde anschließend zu ihrem Zahlungsverhalten befragt. Die Studie zeigt auch, dass es nicht nur beim Bezahlen große Unterschiede zwischen dem Norden und den Süden des Euroraums gibt. Die Verbraucher hierzulande haben eine ganz besondere Einstellung zum Bargeld. Doch neue Zahlungsverfahren wie kontaktloses Bezahlen könnten den Gebrauch von Bargeld bald deutlich mindern.

Die Deutschen haben am meisten Bargeld in der Brieftasche

Münzen und Scheine spielen im Alltag der Bundesbürger offenbar eine große Rolle. Unter allen Euroländern haben die deutschen Verbraucher mit durchschnittlich 103 Euro die größten Beträge im Geldbeutel, gefolgt von Luxemburg, wo die Verbraucher im Schnitt 102 Euro mit sich herumtragen. Den Franzosen reichen im Schnitt 32 Euro an Bargeld und die Portugiesen kommen mit durchschnittlich 29 Euro aus. In Schnitt führen die Einwohner des Euroraums 65 Euro mit sich.

Der Betrag des mitgeführten Bargelds scheint sich auch auf das Zahlungsverhalten auszuwirken. Mit 80 Prozent Barzahlungen an der Ladenkasse gehört Deutschland im Euroraum zur Spitzengruppe. Deutlich öfter zahlen die Einwohner Maltas (92 Prozent), die Spanier (87 Prozent) und die Griechen (88 Prozent) in bar. Während der Süden der Eurozone überwiegend mit Bargeld an der Kasse zahlt, nutzen die Verbraucher im Norden des Euroraums im Schnitt nur bei jeder zweiten Zahlung Scheine und Münzen. In Finnland hat Bargeld nur einen Anteil von 54 Prozent an allen Zahlungen im Laden, in Estland sind es 48 Prozent und den Niederlanden nur 45 Prozent.

Im letzten Jahr zahlten die Verbraucher in Deutschland im Schnitt einmal pro Tag mit Bargeld, mit Karte hingegen nur alle fünf Tage. In den Niederlanden griffen die Bürger häufiger zum Plastikgeld. Dort wird am Tag im Schnitt öfter mit Karte gezahlt (0,8-mal) als mit Bargeld (0,6-mal). 2016 waren die Niederlande das einzige Land in der Eurozone wo an der Ladenkasse öfter mit Karte (55 Prozent) gezahlt wurde als mit Bargeld.

Der Betrag entscheidet über die Zahlungsart

Die Studie fragte auch danach, mit welchen Zahlungsmittel die Befragten am liebsten zahlen würden, wenn sie sich eins aussuchen könnten. Mit 43 Prozent gab fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, dass sie am liebsten mit Karte zahlen würden, dagegen bevorzugte nur ein Drittel (32 Prozent) Bargeld. Das steht im klaren Gegensatz zu der Tatsache, dass 79 Prozent aller Zahlungen an der Ladenkasse mit Bargeld getätigt wurden. Grund dafür ist, dass Barzahlungen vor allem bei kleineren Beträgen bevorzugt werden. Kleine alltägliche Zahlungen bleiben aber nicht im Gedächtnis. Die Befragten erinnern sich laut Studie nicht so sehr an kleine Zahlungen, sondern an die Anschaffung teurerer Sachen, wie Smartphones, Notebooks oder Waschmaschinen. Beträge die höher sind als 45 Euro, wurden im letzten Jahr mit einer Karte bezahlt, was aber insgesamt nur neun Prozent aller Zahlungen an Kassen im letzten Jahr betraf. Bei Summen unterhalb von 45 Euro zuckten die Europäischen Verbraucher dagegen in 50 Prozent aller Fälle Scheine und Münzen.

Insgesamt überschritten ein Drittel aller Zahlungen an der Ladenkasse nicht einen Betrag von fünf Euro. Zwei Drittel waren niedriger als 15 Euro und nur zwei von einhundert Zahlungen gingen über 100 Euro hinaus. Im Schnitt betrug eine durchschnittliche Barzahlung an der Ladenkasse in Deutschland im letzten Jahr knapp über 16 Euro. Der durchschnittliche Kartenzahlwert lag dagegen mit 51,38 Euro deutlich höher.

Kontaktloses Bezahlen: Nischendasein mit Potential

Obwohl es sich bei der Möglichkeit, Einkäufe bis zu einer Höhe von 25 Euro kontaktlos zu bezahlen, um eine relativ junge Zahlungsvariante handelt, werden immer mehr Bezahlterminals an den Kassen und Kreditkarten mit der notwendigen Technologie ausgestattet. Allerdings führten die Verbraucher im Euroraum im letzten Jahr nur ein Prozent aller Zahlungen kontaktlos durch. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Beträge unter zehn Euro. Nach Angaben der Autoren wird die Zahl der kontaktlosen Zahlungen in Zukunft jedoch deutlich ansteigen, die Zahl der Barzahlungen dagegen abnehmen. Denn im letzten Jahr haben die Konsumenten 81 Prozent aller Barzahlungen an der Ladenkasse für Beträge unterhalb von 25 Euro getätigt. Die Forscher der EZB rechnen deshalb damit, dass mit einer zunehmenden Verbreitung der Technologie an den Kassensystemen auch die Zahl der kontaktlosen Zahlungen zunimmt.

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