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Vermögensbarometer 2017 6 Fakten zur finanziellen Lage der Deutschen

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Wie die Deutschen ihre finanzielle Lage einschätzen, wie sie mit den niedrigen Zinsen umgehen und welche Geldanlage sie für das geeignete Rezept dagegen halten, darüber gibt das Vermögensbarometer 2017 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands Auskunft. Sechs wichtige Entwicklungen auf einen Blick.
Vermögensbarometer 2017

In der Niedrigzinsphase sparen viele Deutsche erstmal weniger.

Rund 2900 Menschen hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands zu ihren Finanzen und ihrer Einschätzung der gegenwärtigen Entwicklungen befragt. Die Ergebnisse im Überblick:

Männer sind mit ihren Finanzen besonders zufrieden

Die gute Nachricht vorneweg: Bei den meisten Deutschen läuft es finanziell gerade ziemlich gut. Deutlich mehr als die Hälfte (59 Prozent) schätzt ihre finanzielle Lage als „gut“ oder sogar „sehr gut“ ein. So hoch lag die Quote in den letzten zehn Jahren nicht. Allerdings sehen sich gegenwärtig vor allem Männer als Gewinner: Unter ihnen liegt der Anteil der zufriedenen oder sehr zufriedenen bei 62 Prozent, unter den Frauen nur bei 57 Prozent. Im regionalen Vergleich halten sich besonders die Bewohner Hamburgs (63 Prozent) für gut aufgestellt. Am niedrigsten ist die Zufriedenheit in Brandenburg. 

Die Zinswende wäre wichtig

Der Großteil (75 Prozent) der Bundesbürger macht sich allerdings Sorgen um seine Ersparnisse. Grund dafür ist bei den allermeisten (53 Prozent) die aktuelle Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die übrigen Besorgten sehen eher Europa und den Euro (fünf Prozent), den Staat oder die politische Lage (je vier Prozent) als mögliche Problemfelder. Entsprechend hätte eine Änderung der Zentralbankpolitik „eine hohe Priorität für die Deutschen“, wie die Autoren der Studie betonen. Tatsächlich halten knapp zwei Drittel der Befragten eine baldige Zinswende für wichtig oder sehr wichtig. Die EZB allerdings macht aktuell allerdings keine Hoffnung auf steigende Zinsen.

Niedrige Zinsen motivieren kaum zum Sparen

Um die Folgen der niedrigen Zinsen für die Zukunft ausgleichen zu können, müssten Sparer heute eigentlich mehr zurücklegen. Das tun offenbar aber nur die wenigsten. Etwa zwei Drittel haben auf die Niedrigzinsen noch gar nicht reagiert oder sich noch gar keine Meinung dazu gebildet (67 Prozent). Von den übrigen, die ihr Sparverhalten geändert haben, sparen nur die allerwenigsten mehr (15 Prozent), 38 Prozent sparen sogar weniger als zuvor. Die übrigen sind auf andere Anlageprodukte umgestiegen. Unter dieser Gruppe sind Gutverdiener (mit einem Nettohaushaltseinkommen ab 2.500 Euro im Monat) und Vermögende (mit über 125.000 an Geldvermögen) besonders stark vertreten.

Großes Vertrauen ins Betongold

Doch wie sieht die geeignete Anlageform in der Niedrigzinsphase eigentlich aus? Auch dazu wurden die Teilnehmer der Untersuchung befragt. Sie konnten dabei je nach Anlageform entscheiden, ob sie diese für besser oder für weniger gut geeignet halten. Bei dieser Bewertung schnitten Immobilien mit Abstand am besten ab. Hier lag der Anteil derjenigen, die Immobilien als Geldanlage für geeignet befinden, um 36 Prozentpunkte höher als der Anteil derer, die dem Betongold eher misstrauen. Die zweitbeste Bewertung erhielten Wertpapiere, bei denen die Befürworter einen Vorsprung von 28 Prozentpunkten hatten. Das größte Misstrauen gibt es hingegen gegenüber Lebensversicherungen.

Hohe Immobilienpreise verschrecken viele

Obwohl die meisten Deutschen Immobilien derzeit für eine gute Geldanlage halten, ist die Bereitschaft, sich selbst eine zu kaufen, gesunken. Im vergangenen Jahr plante noch ein knappes Drittel der zwischen 20- und 50-jährigen einen Immobilienkauf. Dieses Jahr war es nur noch ein knappes Viertel (23 Prozent). Das könnte daran liegen, dass viele im vergangenen Jahr schon zugeschlagen haben. Aber auch die gestiegenen Kaufpreise könnten hier eine Rolle spielen. Die meisten setzen sich bei der Fremdfinanzierung nämlich klare Grenzen. Etwa die Hälfte derer, die sich überhaupt vorstellen könnten, sich für das Eigenheim zu verschulden, würde höchstens 60 Prozent das Kaufpreises über einen Kredit finanzieren. Etwa ein Viertel könnte sich vorstellen, bis zu 80 Prozent über Fremdkapital zu finanzieren. Eine 100-Prozent-Finanzierung kann sich aktuell nur knapp jeder Zehnte vorstellen.

Altersvorsorge ist wichtiger geworden

Auch wenn viele in der Niedrigzinsphase weniger zurücklegen als bislang: Der Anteil derer, die gar nichts fürs Alter zurücklegen, ist kleiner geworden. Traf das im Vorjahr noch auf 29 Prozent der Deutschen zu, so lassen dieses Jahr nur noch 23 Prozent die Altersvorsorge außen vor. Hierin könnte sich die verbesserte finanzielle Situation vieler Deutscher widerspiegeln: Der Anteil derer, die sich gar nicht in der Lage sehen, vorzusorgen, ist von 16 auf 13 Prozent gesunken. Vor allem für Geringverdiener mit einem Einkommen unterhalb von 1.000 Euro im Monat ist die Altersvorsorge aber nach wie vor ein Problem. Fast die Hälfte dieser Gruppe (47 Prozent) legt derzeit nichts für die alten Tage zurück.
 

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