Ein Taschengeldkonto ist ein spezielles Girokonto für Kinder und Jugendliche, das ihnen ermöglicht, ihr Taschengeld sicher zu verwalten und erste Erfahrungen im Umgang mit Finanzen zu sammeln. So lernen junge Menschen schon früh, Verantwortung für ihr Geld zu übernehmen – vom Geldabheben am Automaten bis zur bargeldlosen Zahlung per Karte.
Hinweis: Über den CHECK24 Girokontovergleich können aktuell keine Taschengeldkonten abgeschlossen werden. Ein Kontoabschluss ist dort erst ab 18 Jahren (Volljährigkeit) möglich.
Ab wann sollten Kinder Taschengeld bekommen?
Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) gibt regelmäßig Empfehlungen zu Alter und Höhe des Taschengeldes heraus: Für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren wird meist ein wöchentlicher Geldbetrag von 1 bis 4 Euro empfohlen, da kürzere Abstände den Überblick erleichtern. Ältere Kinder und Jugendliche erhalten ihr Geld in der Regel monatlich, um den Umgang mit Geld über längere Zeiträume zu üben.
Grundsätzlich liegt es im Ermessen der Eltern, ab welchem Alter und in welcher Höhe sie Taschengeld zahlen. Dabei sollten sowohl die Bedürfnisse des Kindes als auch die finanziellen Möglichkeiten der Familie berücksichtigt werden.
Die aktuelle Empfehlung (Stand 2025) ist:
- 10 – 11 Jahre: 15 – 25 € pro Monat
- 12 – 13 Jahre: 20 – 30 € pro Monat
- 14 – 15 Jahre: 25 – 45 € pro Monat
- 16 – 17 Jahre: 40 – 60 € pro Monat
- ab 18 Jahren: 55 – 75 € pro Monat
Empfohlenes Taschengeld nach Alter
Was sind die Vorteile eines Taschengeldkontos für Kinder?
Ein Taschengeldkonto – auch Kinderkonto oder Jugendkonto genannt – ist ein guter Start ins Finanzleben und wird von fast jeder Bank angeboten. Experten empfehlen, ein eigenes Konto ab dem 12. Lebensjahr einzurichten, da Kinder in diesem Alter in der Regel in der Lage sind, eigenverantwortlich über ihr Geld zu verfügen.
Die Vorteile auf einen Blick:
Günstige Girokonten für junge Erwachsene
Die meisten Girokonten für Kinder sind nur bis zu einem bestimmten Alter kostenlos. Sobald Kontoführung, Karte oder Buchungen kostenpflichtig werden, lohnt sich ein Kontowechsel. Über den CHECK24 Girokonto-Vergleich finden junge Erwachsene günstige Konten, die zu ihren individuellen Bedürfnissen passen – und können diese direkt online abschließen. Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr, mit Erreichen der Volljährigkeit, ist das ganz ohne die Unterschrift der Eltern möglich.
Besonderheiten eines Taschengeldkontos
Taschengeld sparen: Tagesgeldkonto
Ein Konto fürs Taschengeld ist nur bedingt als Ersatz fürs Sparschwein geeignet – die Verzinsung ist in der Regel sehr niedrig. Deutlich höhere Zinsen erhalten Kinder auf einem Tagesgeldkonto.
Die Sparrate kann direkt auf das Tagesgeldkonto überwiesen werden, zum Beispiel per Dauerauftrag. Auf ihre Einlagen haben Kinder und Jugendliche jederzeit Zugriff – wird ein größerer Betrag benötigt, lässt sich das Geld unkompliziert zurück auf das Taschengeldkonto überweisen.
Gibt es eine Alternative zum Taschengeldkonto?
Um die Auswahl zu erleichtern, zeigt unser Girokonto-Vergleich unter den Sonderleistungen eines Girokontos, ob eine Bank Kinder-Pockets im elterlichen Banking anbietet.
Aktuelle Kontooptionen mit Kinder-Pocket:
Einkäufe über das Taschengeldkonto:
Rechtswirksam oder nicht?
Ab einem Alter von 7 bis 18 Jahren sind Kinder nur beschränkt geschäftsfähig. Wird ein Kauf ohne Zustimmung der Eltern getätigt, ist dieser zunächst schwebend unwirksam – die Erziehungsberechtigten können den Kaufvorgang rückgängig machen.
Der Taschengeldparagraf (§110 BGB)
Der sogenannte Taschengeldparagraf sorgt jedoch dafür, dass bestimmte Käufe von Minderjährigen rechtsgültig sind. Kaufverträge, die Kinder ab dem vollendeten 7. Lebensjahr schließen, sind dann wirksam, wenn die erworbene Leistung direkt mit dem zur Verfügung gestellten Taschengeld bezahlt wird. Kauft ein Kind also Süßigkeiten beim Bäcker und bezahlt sofort mit seinem Taschengeld, ist das ein rechtswirksames Geschäft.
Was gilt bei Online-Einkäufen?
Bei Einkäufen im Internet greift der Taschengeldparagraf in der Regel nicht – denn die Rechnung wird meist erst im Nachhinein per Überweisung oder Lastschrift beglichen, nicht direkt mit dem Taschengeld. Online-Kaufverträge von Minderjährigen sind daher zunächst schwebend unwirksam. Es gelten folgende Regeln:
- Eltern stimmen zu (vorher oder nachträglich): Der Kauf wird rechtswirksam.
- Eltern widerrufen: Der schwebend unwirksame Vertrag wird endgültig unwirksam.
Häufige Fragen
Wie funktioniert ein Taschengeldkonto?
Ein Taschengeldkonto funktioniert ähnlich wie ein klassisches Girokonto – speziell konzipiert für Kinder und Jugendliche. Eltern überweisen den Geldbetrag per Dauerauftrag, das Kind zahlt mit der Karte oder hebt Bargeld ab. Da das Konto auf Guthabenbasis geführt wird, ist eine Überziehung nicht möglich.
Ab wann ist ein Taschengeldkonto sinnvoll?
Experten empfehlen, ein Taschengeldkonto ab dem 12. Lebensjahr einzurichten, da Kinder in diesem Alter in der Regel eigenverantwortlich mit Geld umgehen können. Auch für jüngere Kinder ab 7 Jahren kann ein eigenes Bankkonto sinnvoll sein.
Die Begriffe werden häufig synonym verwendet – einen einheitlichen rechtlichen Unterschied gibt es nicht. In der Praxis richtet sich ein Taschengeldkonto eher an jüngere Kinder mit stärkerer elterlicher Kontrolle, während ein Jugendkonto Teenagern mehr Eigenständigkeit und höhere Verfügungsrahmen bietet.
Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
Girokontovergleiche
Nützliche Informationen
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