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8 Fragen & Antworten Wann sich ein Darlehen mit einem zweiten Kreditnehmer lohnt

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Allein oder zu zweit − das ist häufig auch bei der Kreditaufnahme eine wichtige Frage. Wann ist es sinnvoll, ein Darlehen zu zweit abzuschließen? Wer eignet sich überhaupt als zweiter Kreditnehmer und wer haftet? Acht Antworten und drei Szenarien aus der Praxis erklären alles, was Sie wissen müssen.
Kredit zu zweit

Einen Kredit zu zweit aufzunehmen, lohnt sich in der Regel nur dann, wenn der zweite Kreditnehmer alle Annahmerichtlinien der Bank erfüllt.

1. Wann sollten Verbraucher einen Kredit zu zweit aufnehmen?

Einen zweiten Kreditnehmer miteinzubeziehen macht für jeden Verbraucher Sinn, der befürchtet, allein kein Darlehen zu erhalten. Gründe können sein, dass das eigene Einkommen zu gering ist oder er nicht alle Annahmerichtlinien der Bank erfüllt. Wird in solch einem Fall der Kredit von zwei Personen beantragt, bedeutet das für die Bank mehr Sicherheit. Denn wenn zwei Darlehensnehmer die Verantwortung für die Tilgung des Kredits tragen, verringert sich das Ausfallrisiko.

2. Welche Vorteile bringt es, ein Darlehen mit einem zweiten Kreditnehmer abzuschließen?

Ein zweiter Kreditnehmer steigert in der Regel die Bereitschaft der Bank, das Darlehen zu gewähren. Auf diese Weise können beispielsweise Auszubildende, Studenten und Personen, die sich in der Probezeit beziehungsweise in einem befristeten Arbeitsverhältnis befinden, ihre Chancen auf einen Kredit deutlich erhöhen. Allerdings gilt das nur, wenn der zweite Kreditnehmer alle Voraussetzungen (siehe Frage 3) erfüllt, die die Bank in puncto Kreditvergabe an ihre Kunden stellt.

Zudem kann ein zweiter Darlehensnehmer dazu beitragen, dass die Bank höhere Kreditsummen gewährt. Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn dieser ein eigenes Einkommen mitbringt.

Eine zweite Person, sofern diese über ein Einkommen verfügt, kann auch dazu beitragen, dass die Bank den beiden Antragstellern im Gesamten eine (sehr) gute Kreditwürdigkeit bescheinigt. Eine ausgezeichnete Bonität ist von Vorteil, weil sie die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Bank der Finanzierung zustimmt. Sie wirkt sich aber auch immer dann positiv aus, wenn Verbraucher ein Darlehen zu einem sogenannten bonitätsabhängigen Zins abschließen wollen. Im Gegensatz zu einem fixen Zins gilt hier: Je besser die Kreditwürdigkeit des Kunden, desto geringer ist der Zinssatz, den er bezahlen muss.

Dass der Zins deutlich günstiger ausfällt, wenn Darlehensnehmer ihren Partner als zweiten Kreditnehmer miteinbeziehen, zeigt eine CHECK24-Studie. Der Vergleich interner Daten hat ergeben, dass Paare, die 2015 einen Ratenkredit von 10.000 Euro mit einer 84-monatigen Laufzeit abgeschlossen haben, für das Darlehen im Schnitt einen effektiven Jahreszins von 4,18 Prozent bezahlen. Wer hingegen denselben Kredit alleine beantragt hat, erhielt diesen zu einem durchschnittlichen Zins von 4,60 Prozent eff. p. a. Paare konnten somit aufgrund des Zinsunterschieds 157 Euro sparen. Zudem hat die Berechnung gezeigt, dass es sich insbesondere für Frauen lohnt, mit ihrem Partner einen Kredit zu beantragen, weil sie meist über ein geringeres Einkommen verfügen.

3. Welche Voraussetzungen muss der zweite Kreditnehmer erfüllen?

Die meisten Institute verlangen, dass zumindest einer von beiden Kreditnehmern alle Annahmerichtlinien erfüllt. Viele Banken stellen unter anderem diese Forderungen:

• Der/die Kreditnehmer ist/sind volljährig.
• Der/die Kreditnehmer handelt/n auf eigene Rechnung.
• Der/die Kreditnehmer hat/haben seinen/ihren Wohnsitz seit mindestens drei Jahren in Deutschland.
• Der/die Kreditnehmer hat/haben eine deutsche Bankverbindung.
• Ein eventuell befristetes Anstellungsverhältnis darf nicht innerhalb der Kreditlaufzeit enden.
• Der/die Kreditnehmer hat/haben keine negativen Schufa-Einträge.

Zudem müssen beide Antragssteller dem Kreditinstitut Informationen zu ihrem Wohnsitz, zu Einnahmen und Ausgaben sowie zu ihrem Einkommen zukommen lassen. Die Höhe des zusätzlichen Verdienstes ist für viele Institute oftmals kein allzu wichtiges Kriterium – schon ein niedriges Einkommen kann sich bezahlt machen. Von höherer Bedeutung ist vielmehr, dass sich durch das Gehalt des zweiten Kreditnehmers das Gesamteinkommen erhöht. Deshalb stört es beispielsweise auch nicht, wenn das zweite Einkommen durch eine Nebenbeschäftigung (Studentenjob oder mehrere Nebenjobs) erwirtschaftet wird.

Wichtig zu wissen: Der zweite Darlehensnehmer muss kein Verwandter sein. Als Mitantragssteller kommt prinzipiell jeder infrage, der die Annahmerichtlinien der Bank erfüllt und sich zur gemeinsamen Kreditaufnahme bereit erklärt.

4. Welche Risiken geht der zweite Kreditnehmer ein?

Schließen Verbraucher ein Darlehen gemeinsam ab, haften beide in vollem Ausmaß. Beide treten gemeinsam als Gesamtschuldner auf. Das heißt, dass die Bank im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Kreditnehmers den gesamten Schuldbetrag vom anderen einfordern kann. Zudem wird die Schufa-Akte beider Personen vor der Kreditvergabe von der Bank geprüft. Bewilligt sie den Kredit, trägt die Schufa das Darlehen sowohl in die Akte des ersten als auch in die des zweiten Kreditnehmers ein.

5. Wie wird bestimmt, wer der erste Darlehensnehmer ist?

Erster Kreditnehmer sollte immer der sein, der über das höhere Einkommen verfügt.

6. Auf wessen Konto überweist die Bank die Kreditsumme und wer von zwei Kreditnehmern zahlt den Kredit zurück?

Die Bank überweist die Kreditsumme auf das Girokonto des ersten Kreditnehmers, von dessen Konto sie mittels Lastschriftverfahren auch die monatlichen Raten abbucht. Wie die Kreditnehmer unter sich regeln, wer wie viel der Darlehenssumme abbezahlt, bleibt ihnen selbst überlassen. Damit es nach dem Kreditabschluss nicht zu Konflikten kommt, sollten sie die Details schon zuvor besprechen.

7. Können Minderjährige mit einem zweiten Kreditnehmer ein Darlehen aufnehmen?

Nein. Die allermeisten Banken akzeptieren nur Volljährige als Kunden.

8. Ist ein zweiter Kreditnehmer dasselbe wie ein Bürge?

Nein, denn im Gegensatz zu einem Bürgen ist der zweite Kreditnehmer gleichberechtigt. Bürgschaften werden zudem in der Praxis nicht mehr häufig geschlossen. Unter anderem deshalb, weil Geldhäuser die Kreditaufnahme mittels zweiten Kreditnehmer bevorzugen – sie bietet ihnen mehr Sicherheit.

Drei Szenarien aus der Praxis

Azubi Hans will sich gemeinsam mit seiner Freundin Miriam − sie ist Studentin und jobbt gelegentlich als Kellnerin − ein Auto kaufen. Beide sind volljährig. Zusammen beantragen sie einen Kredit. In diesem Szenario wird die Bank den Antrag vermutlich ablehnen, denn die zwei verfügen zwar gemeinsam über ein höheres Einkommen, aber keiner der beiden steht in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Um das Auto doch finanzieren zu können, sollte einer von ihnen jemanden als zweiten Kreditnehmer miteinbeziehen, der allen Annahmekriterien der Bank entspricht und bestenfalls mehr verdient als die beiden.

Nina und Antonia, zwei Freundinnen, wollen anlässlich ihres 30. Geburtstages gemeinsam eine längere Reise unternehmen. Beide haben eine Vollzeitanstellung und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Antonia verdient zwar mehr als Nina, musste aber unerwartet ihre Ersparnisse opfern, um ihr Auto reparieren zu lassen. Weil ihr deshalb nun Geld fürs Reisen fehlt, will sie einen günstigen Kredit zu bonitätsabhängigen Zinsen abschließen. Sie bittet ihre Freundin, als zweite Kreditnehmerin gemeinsam mit ihr um das Darlehen anzusuchen. In diesem Fall wird die Bank das Darlehen mit großer Wahrscheinlichkeit gewähren. Zudem stehen auch die Chancen, dass Antonia günstige Zinsen erhält gut. Denn mit Nina als zweiter Kreditnehmerin erhöht sich das Gesamteinkommen. Dass diese weniger verdient als Antonia, ist hierbei nebensächlich.

Ehepaar Fischer will die Zimmer ihrer zwei Kinder neu möblieren. Herr Fischer ist Angestellter, befindet sich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis und verdient durchschnittlich gut. Frau Fischer arbeitet 20 Stunden die Woche. Da ihr Verdienst der Bank als zusätzliche Sicherheit dient, lohnt es sich für das Ehepaar, das Darlehen gemeinsam abzuschließen. Wäre Frau Fischer allerdings nicht berufstätig, hätte es wenig Sinn, sie als zweiten Kreditnehmer anzuführen.

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