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Wohnen wird teurer Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter

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Günstige Zinsen für Baufinanzierungen und eine hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien treiben die Immobilienpreise in die Höhe. Auch die Mietpreise steigen.
Mehrparteienhaus Berlin

Hohe Nachfrage: In Deutschland müssen Immobilienkäufer und Mieter tiefer in die Tasche greifen.

Historisch günstige Zinsen für Baufinanzierungen sorgen für eine steigende Nachfrage nach Wohnimmobilien. Doch in attraktiven Zuzugsregionen herrscht Knappheit. Hinzu kommt, dass die Baukosten in den letzten Jahren überproportional gestiegen sind. Entsprechend steigen auch die Immobilienpreise. Das Marktforschungsinstitut empirica hat in seinem Immobilienpreisindex für das dritte Quartal 2016 ermittelt, dass die Immobilienpreise nahezu in jedem Preissegment gegenüber dem letzten Quartal angestiegen sind. Auch bei den Mietpreisen lässt sich ein Anstieg beobachten. Besonders in kreisfreien Städten wird das Wohnen insgesamt kostspieliger, sowohl für Mieter als auch für Käufer.

In jedem Preissegment sind Immobilien teurer geworden

Im Vergleich zum Vorquartal erhöhten sich dem Immobilienpreisindex zufolge:
  • die Mietpreise bundesweit durchschnittlich um 0,9 Prozent
  • Kaufpreise für Eigentumswohnungen bundesweit um 2,2 Prozent
  • Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser bundesweit um 1,8 Prozent
  • Die Preise für neugebaute Eigentumswohnungen bundesweit um 2,3 Prozent
  • Preise für neugebaute Eigentumswohnungen in kreisfreien Städten um 2,7 Prozent, in Landkreisen dagegen nur um zwei Prozent
Wie hoch der Preisanstieg ausfällt, zeigt sich im Jahresvergleich: Gegenüber dem Vorjahresquartal sind die Kaufpreise bei neugebauten Eigentumswohnungen bundesweit um 7,5 Prozent gestiegen, in den kreisfreien Städten sogar um 9,0 Prozent.

Wohnen ist in München am teuersten

Im Städtevergleich der Kaufpreise bei neuen Eigentumswohnungen belegt München mit durchschnittlich 6.931 Euro pro Quadratmeter den ersten Platz. Auf dem zweiten Platz folgt Freiburg mit deutlichem Abstand. Hier zahlen die Käufer durchschnittlich 5.024 Euro pro Quadratmeter für eine neue Eigentumswohnung. Stuttgart liegt mit ebenfalls knapp 4.897 Euro pro Quadratmeter auf dem dritten Platz. Hamburg belegt Rang fünf mit 4.184 Euro pro Quadratmeter, Düsseldorf findet sich mit 4.065 Euro pro Quadratmeter auf Platz zehn wieder.

Bei den durchschnittlichen Mietpreisen für neu gebaute Immobilien liegt abermals München auf Platz eins. Hier zahlen Mieter in der bayerischen Landeshauptstadt durchschnittlich 16,04 Euro pro Quadratmeter. Noch 2012 lag der durchschnittliche Mietpreis für neue Immobilien in München bei 12,93 Euro. In Frankfurt, das im Mietpreis-Ranking auf Platz zwei liegt, kostete der Quadratmeter im dritten Quartal 2016 dagegen durchschnittlich nur 13,14 Euro. Platz drei geht mit 12,73 Euro pro Quadratmeter an Stuttgart. Hamburg landet mit durchschnittlich 11,26 Euro auf Platz sechs, Berlin liegt mit durchschnittlich 11,24 Euro  auf Rang neun.

Bausparkassen beobachten ähnlichen Trend

Der Immobilienmarktatlas Schleswig-Holstein der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG beobachtet für das nördlichste Bundesland eine ähnliche Entwicklung am Immobilienmarkt. In den vergangenen zwei Jahren haben beispielsweise die Preise in den größten Städten des Bundeslandes stärker zugenommen als am Hamburger Stadtrand. Die Immobilienpreise von Kiel, Lübeck und Flensburg sind demnach seit 2012 um 30 Prozent gestiegen. Zusätzlich beobachtete die Bausparkasse auch sogenannte Überlaufeffekte. Auf der Suche nach bezahlbaren Wohnraum vergrößerten Verbraucher ihren Suchradius um den bevorzugten Wunschort. So entwickelten sich die Preise von Immobilien in Stadtteilen, die an Top-Lagen grenzen, überdurchschnittlich. Auch im Saarland haben sich die Preise für Bestandsimmobilien zweistellig verteuert. Nur in der Landeshauptstadt Saarbrücken blieben die Preise stabil.

Niedrige Zinsen für Baufinanzierungen kompensieren gestiegene Preise

Trotz der gestiegenen Preise können sich Verbraucher den Traum vom Wohneigentum relativ günstig finanzieren. Denn die niedrigen Zinsen für Baufinanzierungen gleichen die Kaufpreisentwicklung nahezu aus. Wurden vor acht Jahren im Schnitt noch fünf Prozent Zinsen für eine zehnjährige Immobilienfinanzierung veranschlagt, sind aktuell deutlich niedrige Zinssätze möglich. Dadurch bleiben die Renditen für Anleger attraktiv. 

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