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Girokonto Ratgeber

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Die wichtigsten Tipps rund ums P-Konto

Das Pfändungsschutzkonto ermöglicht es Menschen, die sich in einem Zwangsvollstreckungsverfahren befinden, einen Teil ihrer Einkünfte zu schützen. Mit dem P-Konto soll sichergestellt werden, dass überschuldete Menschen weiterhin am Wirtschaftsleben teilnehmen können. Darüber hinaus soll das Konto Schuldnern unbürokratisch ermöglichen, trotz der Zwangsvollstreckung nicht auf die sozialen Sicherungssysteme angewiesen zu sein.

Auf dem P-Konto ist ein Freibetrag von monatlich 1.045,04 Euro vor dem Zugriff der Gläubiger sicher. Dieser Basispfändungsschutz kann erhöht werden, wenn eine Unterhaltspflicht besteht. Der Grundfreibetrag wird um 393,30 Euro erweitert, wenn der Schuldner für eine Person unterhaltspflichtig ist. 219,12 Euro werden für die zweite bis fünfte unterhaltspflichtige Person geschützt und auch Kindergeld wird vor Pfändung gesichert. Hierfür muss dem jeweiligen Kreditinstitut in der Regel ein Nachweis erbracht werden.

Das sollten Sie bei der Eröffnung eines P-Kontos beachten

Jeder Kontoinhaber in Deutschland hat einen rechtlichen Anspruch darauf, dass sein bestehendes Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt wird. Sollte Ihnen die Bank also die Kontoumwandlung verweigern, können Sie sich an eine zuständige Stelle wenden - beispielsweise an eine Verbraucherzentrale. Ein P-Konto kann weiterhin für den normalen Zahlungsverkehr genutzt werden, bietet jedoch im Fall einer Kontopfändung schnell und einfach Schutz. Aber Achtung: Das gilt nur für Einzelkonten. Wer also ein Gemeinschaftskonto führt, sollte bei einer sich einstellenden Gefahr einer Kontopfändung in jedem Fall ein Einzelkonto eröffnen.

Banken und Sparkassen müssen ein Girokonto nach Antragseingang des Kunden innerhalb von vier Werktagen in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Dieser Service muss für Kunden absolut kostenlos sein. Die Inanspruchnahme eines Dispositionskredites darf dabei keinen Grund für die Bank darstellen, die Umwandlung in ein P-Konto zu verweigern. Sollten Verbraucher hierbei auf Probleme stoßen, können sie diese ebenfalls an die Verbraucherzentrale ihres Bundeslandes melden.

Pro Person darf nur ein P-Konto eröffnet werden. So wird sichergestellt, dass ein Schuldner nicht mehrere Grundfreibeträge nutzen kann. Ein Pfändungsschutzkonto wird der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA, gemeldet. Von Banken kann daher ganz einfach kontrolliert werden, ob ein Schuldner bereits ein P-Konto besitzt. Versucht eine Person mehrere Pfändungsschutzkonten zu eröffnen, kann dies strafbar sein und zum Verlust des Pfändungsschutzes führen.

Banken dürfen keine extra Gebühren für das P-Konto verlangen

Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz stellt klar, dass das Pfändungsschutzkonto zu den allgemein üblichen Kontoführungsgebühren angeboten werden muss. In einer Beschlussempfehlung vom 22. April 2009 heißt es, dass der Zugang zum geschützten Existenzminimum nicht von der Zahlung eines Entgelts abhängig gemacht werden dürfe. Der Bundesgerichtshof sieht Klauseln in allgemeinen Geschäftsbedingungen von Kreditinstituten als unwirksam an, in denen für die Bearbeitung und Überwachung von Pfändungsmaßnahmen gegen Kunden ein Entgelt gefordert wird. Die Kontoführungsgebühr darf zudem beim P-Konto nicht höher liegen, als zuvor bei dem Girokonto.

Diese Rechtsauffassung wurde vom Bundesgerichtshof in zwei weiteren Urteilen im November 2012 und im Juli 2013 noch einmal bestätigt. In dem Urteil vom 16.Juli 2013 wurde zudem festgelegt, dass Kunden, denen es bisher erlaubt war, eine Kreditkarte oder einen Überziehungskredit in Anspruch zu nehmen, dies auch nach der Umwandlung des Girokontos in ein P-Konto weiterhin dürfen.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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