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Staatliche Förderung So viel Geld sparen Sie mit einem KfW-Darlehen bei Ihrer Baufinanzierung

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Gerade in Zeiten, in denen Immobilien immer teurer werden, können Kreditnehmer mit einer staatlichen Förderung beim Bau, Kauf oder einer Sanierung Geld sparen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt sowohl günstige Kredite als auch Zuschüsse. 
Nebenkosten des Immobilienerwerbs sollen künftig laut SPD günstiger werden.

Mit einer KfW-Förderung können Häuslebauer nicht nur sparen, sondern auch günstig umweltbewusst bauen.

Der Traum von den eigenen Wänden scheint für viele unerreichbar. Die Zinsen für Baufinanzierungen sind zwar auf einem historisch niedrigen Niveau, doch die Immobilienpreise steigen stetig. Der Traum vom Eigenheim muss aber kein Traum bleiben. Wer nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um eine Immobilie zu erwerben, kann für sein Vorhaben eine Förderung beim Staat beantragen. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Darlehen mit Zinsen, die teilweise deutlich unterhalb der sonst üblichen Marktzinsen liegen. Gefördert werden nicht nur der Bau oder der Kauf einer selbst bewohnten Immobilie, sondern auch energieeffizientes Bauen, energieeffiziente Modernisierungen und weitere Umbaumaßnahmen. Je nach Programm sind Förderdarlehen von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit möglich. Bei einer Kombination aus mehreren Programmen sogar noch mehr. Wer ein zinsgünstiges Darlehen von der KfW erhält, kann den restlichen Immobilienpreis über seine Bank finanzieren.

Denn KfW-Darlehen beantragen Häuslebauer nicht bei der Förderbank direkt, sondern über ein sogenanntes durchleitendes Institut – eine Bank, die KfW-Darlehen anbietet und bei der sie möglicherweise auch die restliche herkömmliche Baufinanzierung aufnehmen. In diesem Fall besteht die Baufinanzierung aus zwei Darlehen bei der Bank. Dadurch wird die Baufinanzierung insgesamt günstiger, da ein Teil zu günstigeren Zinsen finanziert wird. Finanziert der Kunde nicht und führt die Maßnahme aus Eigenmitteln durch, lassen sich Zuschüsse auch direkt bei der KfW über ein eigenes Portal beantragen.

Mit diesen Förderungen können Häuslebauer sparen

Die KfW bietet eine Vielzahl von unterschiedlichen Förderprogrammen an, wie beispielsweise das "KfW Wohneigentumsprogramm 124" oder das Programm "Energieeffizient Bauen 153". Das "KfW Wohneigentumsprogramm 124" kann jeder Volljährige einmal im Leben beantragen und für den Bau oder den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie verwenden. Wer seine eignen vier Wände vom Staat durch einen Kredit oder durch Zuschüsse fördern lassen will, muss noch vor dem ersten Spatenstich, beziehungsweise vor dem Abschluss des Kaufvertrages einen Antrag bei dem durchleitenden Institut stellen. Bei einer Immobilienfinanzierung eigenen sich besonders folgende Förderprogramme:

KfW-Wohneigentumsprogramm 124 – Zinsgünstiger Kredit für den Neubau oder Kauf

✓ Zur Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum (Neubau oder Erwerb eines Eigenheims)
✓ Annuitätendarlehen: Das Darlehen wird in gleichbleibenden monatlichen Raten, bestehend aus Zinsen und Tilgungsanteil, abbezahlt
✓ Bis zu 50.000 Euro pro Vorhaben
✓ Ab aktuell 0,75 Prozent Sollzins bei einer Zinsbindung von fünf Jahren
✓ Ab aktuell 1,45 Prozent Sollzins bei einer Zinsbindung von zehn Jahren
✓ Laufzeiten von vier bis 25 Jahren
✓ Tilgungsfreie Zeit ein bis drei Jahre

Das Programm ist auch als endfälliges Darlehen zu einem Sollzins von aktuell 1,45 Prozent für eine Laufzeit von vier bis zehn Jahren erhältlich. Hier zahlen Kreditnehmer mit der monatlichen Rate nur die Zinsen und tilgen den Darlehensbetrag komplett am Ende der Laufzeit.

Tilgungsfreie Zeit

In diesem Zeitraum zahlen Kreditnehmer mit den monatlichen Raten nur Zinsen, aber noch keinen Anteil der geliehenen Summe zurück. Die monatlichen Raten sind dadurch niedriger. Die Ersparnis während der tilgungsfreien Zeit können Bauherren dazu nutzen, um den Immobilienkredit der Bank höher zu tilgen oder durch Sondertilgungen vorzeitig einen Teil ihrer Schulden zurückzuzahlen.

Mit dem Wohneigentumsprogramm 124 können Sie bei einem Neubau folgende Kosten abdecken:

✓ Kosten des neu erworbenen Baugrundstücks
✓ Baukosten wie Material- und Arbeitskosten
✓ Baunebenkosten für den Architekten, Makler- und Notargebühren und die Grunderwerbsteuer

Bei einem Kauf:

✓ Kaufpreis
✓ Kosten für Instandsetzung, Umbau und Modernisierung

Für Umschuldungen, Anschlussfinanzierungen und Ferienhäuser und -wohnungen kann das Programm nicht genutzt werden.

Neben Darlehen für den Bau oder den Kauf eines Eigenheimes bietet die KfW auch das Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ und das Programm 151 „Energieeffizient Sanieren“ an. Mit diesen Programmen sollen Maßnahmen gefördert werden, mit denen Häuslebauer ein Energieeffizienzhaus bauen oder kaufen. Die Programme haben folgende Konditionen:

KfW-Effizienzhaus

KfW-Effizienzhaus bezeichnet einen technischen Standard, der den Jahresprimärenergiebedarf in einem Verhältnis zu einem vergleichbaren Neubau angibt. Je niedriger der Wert, desto höher ist die Energieeffizienz. Je besser der KfW-Effizienzhaus-Standard eines Neubaus oder einer sanierten Immobilie ist, desto höher fällt der Tilgungszuschuss von der KfW aus.

KfW-Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ - Für den Bau oder Kauf eines Energieeffizienzhauses

✓ Aktuell ab 1,35 Prozent Sollzins
✓ Bis 100.000 Euro pro Wohneinheit
✓ Laufzeiten von vier bis 30 Jahren
✓ Je nach Laufzeit und Zinsbindungsfrist tilgungsfreie Zeit von ein bis fünf Jahren

Das KfW-Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ kann für folgende Maßnahmen genutzt werden:

✓ Bau- und Baunebenkosten (ohne Grundstückskosten) sowie die Kosten der Beratung, Planung und Baubegleitung
✓ Kaufpreis für das Wohngebäude (ohne Grundstückskosten)

Das KfW-Programm 153 ist ebenfalls als endfälliges Darlehen zu einem Sollzins von aktuell 1,75 Prozent für eine Laufzeit von vier bis zehn Jahren beantragbar. 

KfW-Programm 151 „Energieeffizient Sanieren“

✓ Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder einzelne energetische Maßnahmen wie etwa Wärmedämmung, Erneuerung der Fenster oder der Heizungsanlage
✓ Ab aktuell 0,75 Prozent Sollzins
✓ Bis 100.000 Euro beim KfW-Effizienzhaus oder bis 50.000 Euro bei einzelnen Maßnahmen

Neben den energetischen Maßnahmen deckt das KfW-Programm 151 „Energieeffizient Sanieren“ auch folgende Kosten ab:

✓ Baunebenkosten
✓ Wiederherstellungskosten
✓ Beratungs-, Planungs- und Baubegleitleistungen

Bauherren können das KfW-Programm 151 „Energieeffizient Sanieren“ auch als endfälliges Darlehen zu einem Sollzins von aktuell 0,75 Prozent für Laufzeiten von vier bis zehn Jahren beantragen.

Tilgungszuschuss für energieeffiziente Häuser nutzen

Um den Bau von energieeffizienten Häusern zu fördern, spendiert die KfW Häuslebauern für energieeffiziente Häuser ab dem Standard KfW Effizienzhaus 55 einen Tilgungszuschuss zu den Programmen 151 „Energieeffizient  Sanieren“ und 153 „Energieeffizient bauen“. Kreditnehmer müssen also nicht den gesamten KfW-Darlehensbetrag zurückzahlen. Doch durch den Zuschuss reduziert sich nicht nur der Darlehensbetrag, sondern auch die Laufzeit. Je besser der Effizienzhaus-Standard ist, desto mehr Tilgungszuschuss gibt es von der KfW:

✓ KfW-Effizienzhaus 55 = 5 Prozent der Darlehenssumme, bis zu 5.000 Euro
✓ KfW-Effizienzhaus 40 = 10 Prozent der Darlehenssumme, bis zu 10.000 Euro
✓ KfW-Effizienzhaus 40 Plus = 15 Prozent der Darlehenssumme, bis zu 15.000 Euro
✓ Der Tilgungszuschuss wird nach Abschluss der Bauarbeiten ausgezahlt

Energieberater hinzuziehen

Umweltbewusste Häuslebauer, die beabsichtigen, ein energieeffizientes Haus zu bauen, sollten den Bau von einem Energieexperten begleiten lassen. Dieser weiß, wann welche Maßnahmen wie beispielsweise Fenster mit Dreifachverglasung oder eine dickere Dämmung sinnvoll sind und stimmt diese Maßnahmen aufeinander ab. Der Energieexperte unterstützt Bauherren dabei, den gewünschten Effizienzhaus-Standard zu erreichen. Das lässt er sich auch einiges kosten. Doch zum einen bezuschusst die KfW die Baubegleitung mit dem KfW-Zuschuss 431 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung“ und übernimmt bis zu einer Obergrenze von 4.000 Euro die Hälfte der Kosten für eine Baubegleitung. Zum anderen dürfte ein energieeffizientes Haus die laufenden Energiekosten deutlich reduzieren.

Förderungen kombinieren und noch mehr Geld sparen

Wer beabsichtigt, ein energieeffizientes Haus zu bauen, kann bei der KfW verschiedene Förderprogramme miteinander kombinieren. Zur Finanzierung zum selbstgenutzten Wohneigentum können Häuslebauer das KfW-Wohneigentumsprogramm 124 beantragen und so ein Darlehen über bis zu 50.000 Euro erhalten. Zusätzlich besteht bei einem energieeffizienten Haus die Möglichkeit, das KfW-Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ mit dem Wohneigentumsprogramm 124 zu kombinieren. Dann erhält der Bauherr ein weiteres Darlehen von der KfW von bis zu 100.000 Euro. Je nach Energieeffizienzstandard bekommt er zusätzlich noch einen Tilgungszuschuss. Bei einem „KfW-Effizienzhaus 40“ wäre das ein Tilgungszuschuss von bis 10.000 Euro. Wer eine Baubegleitung wie etwa einen Energieberater hinzuzieht, kann sich die Kosten dafür zur Hälfte mit dem Programm 431 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung“ noch zusätzlich erstatten lassen.

So viel sparen Sie gegenüber einer herkömmlichen Finanzierung

Wie viel Geld Häuslebauer mit einem KfW-Förderdarlehen sparen können, zeigt folgendes Rechenbeispiel:
Familie Lehmann möchte ein Einfamilienhaus bauen. Da die Lehmanns überhaupt kein Eigenkapital außer den Nebenkosten angespart haben, müssten sie die Baukosten von 300.000 Euro komplett über einen Immobilienkredit finanzieren. Den erhielten sie von ihrer Bank zu einem Sollzins von 2,18 Prozent mit einer Sollzinsbindung von zehn Jahren. Bei einer anfänglichen Tilgung von 3,5 Prozent hätten sie nach dem Ende der Sollzinsbindung insgesamt 53.739 Euro an Zinsen gezahlt.

Würden die Lehmans das KfW-Förderdarlehen 124 beantragen, so könnten sie von der KfW ein Darlehen über 50.000 Euro zu einem Sollzins von 1,45 Prozent und einer Sollzinsbindung von zehn Jahren bekommen. Nach einem tilgungsfreien Jahr, hätte die anfängliche Tilgung 3,49 Prozent betragen. Die restliche Summe der Baukosten würden sie mit einem Bankdarlehen mit einem Sollzins von 2,18 Prozent finanzieren. Nach Ende der Zinsbindung hätten die Lehmans auf diese Weise im Vergleich zu dem Immobilienkredit ohne KfW-Förderung insgesamt 2.765 Euro an Zinsen gespart.

Doch die Lehmans sind umweltbewusst und entscheiden sich deshalb dazu, ein Energieeffizienzhaus mit dem Standard „KfW-Effizienzhaus 40“ zu bauen. Das erhöht die Baukosten um 30.000 Euro. Von der KfW erhalten sie neben dem Förderdarlehen 124 auch das Förderdarlehen 153 „Energieeffizient Bauen“. Sie haben somit zwei Darlehen von der KfW. Eines über 50.000 Euro zu einem Sollzins von 1,45 Prozent und eines über 100.000 Euro zu einem Sollzins von 1,70 Prozent. Nach einem tilgungsfreien Jahr tilgen sie beide Darlehen zu einem anfänglichen Tilgungssatz von 3,49 Prozent. Die restliche Summe von 180.000 Euro erhält die Familie über einen Immobilienkredit bei ihrer Bank zu einem Sollzinssatz von 2,18 Prozent. Insgesamt würden die Lehmans mit einem Energieeffizienz-Haus 1.873 Euro an Zinsen sparen, und das, obwohl sie sich 30.000 Euro mehr Geld leihen. Hinzu kommt, dass sie mit dem Standard „KfW-Effizienzhaus 40“ noch zehn Prozent Tilgungszuschuss von der KfW erhalten. Die Lehmans sparen also noch mehr Geld. Darüber hinaus erstattet ihnen die KfW mit dem Zuschuss 431 „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ einen Zuschuss für die Baubegleitung durch einen Energieexperten in Höhe von 3.000 Euro. Und da die Lehmans künftig aufgrund ihres energieeffizienten Eigenheims weniger Geld für Heizen ausgeben müssen, ist die Ersparnis noch wesentlich höher anzusehen.
 
Finanzierung Bankdarlehen Bankdarlehen u. KfW 124 Bankdarlehen, KfW 124, KfW 151 und KfW 431
Darlehensbetrag Bank 300.000 Euro 250.000 Euro 180.000 Euro
Darlehensbetrag KfW 0 Euro 50.000 Euro 150.000 Euro*
Zinszahlungen zum Ende der Zinsbindung 182.792 Euro 185.582 Euro 245.468 Euro
Zinskosten ges. 53.739 Euro 50.974 Euro 51.866 Euro
Ersparnis   2.765 Euro 1.873 Euro**


*Setzt sich zusammen aus 50.000 Euro aus KfW-Programm 124, 100.000 Euro aus KfW-Programm 151. Durch die energieeffizienten Baumaßnahmen wird das Haus 30.000 Euro teurer.

**Bei einem Darlehen, das aufgrund der energieeffizienten Baumaßnahmen 30.000 Euro höher ist. Abgezogen werden anschließend noch 10.000 Euro Tilgungszuschuss durch die KfW und die Hälfte der Kosten für den Energieberater in Höhe von 3.000 Euro. Die Ersparnis fällt somit wesentlich hoher aus. 
 

KfW-Förderung nicht in jedem Fall günstiger

Je nach Beleihungsaufwand, also dem Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital, kann eine staatliche Förderung auch teuer sein. Wer viel Eigenkapital in die Baufinanzierung mit einbringen kann, erhält üblicherweise günstigere Zinsen von der Bank, da für diese so das Risiko eines Zahlungsausfalls geringer wird. Wer also Eigenkapital mit in die Finanzierung einbringt, sollte vergleichen und unbedingt nachrechnen, ob eine Förderung durch die KfW wirtschaftlich sinnvoll ist. Dabei sollten Kreditnehmer auch beachten, dass für einen KfW-Kredit unter Umständen mehr Zinsen fällig werden, was ein Tilgungszuschuss aber wieder relativieren kann.

Sprechen Sie mit Ihrem Baufinanzierungsberater

Die vorgestellten Förderprogramme bilden nur einen kleinen Ausschnitt der KfW-Förderungen ab. Neben Wohneigentum und energieeffizienten Bauen können Häuslebauer noch viele weitere Förderungen beantragen, wie beispielsweise, „Energieeffizient Sanieren“ oder „Altersgerecht Umbauen“ für Bestandsimmobilien. In jedem Fall sollten Häuslebauer mit ihrem Baufinanzierungsberater über eine mögliche Förderung durch die KfW bei ihrer Baufinanzierung reden. Gerade zu Jahresbeginn sind die Fördertöpfe der KfW noch voll.
 

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